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- 05 0030 00 Adolph R'll | Rader Rocholl
. EP1 Christina R OCHOLL geb. BRUDER, Tochter des Johann Daniel BRUDER , luth., ★ Sachsenberg Waldeck um 1655/56, † Niederense Waldeck 27.01.1706 – Stu-dent der Theologie. 30.06.1675 zu Gießen, 1687 zu Helfen und Arolsen Waldeck, 20.10.1699 zu Niederense ; ⚭ Basbeck 29. 10.1679 mit Anna Katharina GROTHE , luth., 〰 Wetterburg Waldeck 08.12.1659, † (_ ), Tochter des Johann Heinrich G ROTHE , luth., ★ Mengeringhausen Waldeck, 1628, † Basbeck 29.09.1678, Pfarrer zu Wetterburg , um 1674/75 zu Basbeck Sohn des ? Hermann G ROTHE , Mengeringhausen 30.08.1668, 1653-1660 Richter Mengeringhausen ]; ⚭ (_ ), mit Anna Maria G OTTMANN , ★ (_ ), † Basbeck 01.04.1679. Sth Adolph Wilhelm ROCHOLL , Sohn des Bernhard R OCHOLL [ 0 4 008 0 00 ] und seiner Gattin Margarethe BAUENDAH L . Adolph Wilhel m war Kauf- u. Handelsmann zu Radevormwald – Ersteher der alten Bibel (vgl. Anhang Nr. 3 ). . . . . . EP2 Anna Elisabeth ROCHOLL geb. KELLER : deren Vorfahren vgl. AhLi Nr. 1. Kinder zu Korbach geboren (Söhne ?reformiert, Töchter luth.): – aus 1. Ehe ( Christin a): • 0 5 003 0 01 Adolph Wilhelm, 〰 26.07.1712, † (_ ) jung. • 0 5 003 0 02 Margarethe Elisabeth, 〰 27.10.1713, † (_ ) jung. • 0 5 003 0 03▶ 0 6 005 0 00 Maria Catharina; ★ 11.08.1715, † 16.01.1787. • 0 5 003 0 04 Margaretha Elisabeth, 〰 23.12.1718, † (_ ) 28.03.1740; ⚭ (_ ) mit (_ ) in ?Tourna, ✶ (_ ) , † (_ ) , Pastor zu ?Büschen Waldeck, Sohn des (_ ) , Kinder unbekannt. • 0 5 003 0 05▶ 0 6 006 0 00 Bernhard; ★ 13.01.1722, † 08.12.1789. – aus 2. Ehe ( Anna Elisabet h): • 0 5 003 0 06▶ 0 6 007 0 00 Adolph Wilhelm; ★ 23.01.1728, † 30.03.1819. • 0 5 003 0 07 Johann Gottfried Christian, 〰 14.10.1729, † (_ ) jung. • 0 5 003 0 08 Susanna Louise, ★ 10.05.1731, † Kassel 28.03.1796, ledig. • 0 5 003 0 09 Charlotte Elisabeth, 〰 09.06.1733, † (_ ) • 0 5 003 0 10 Christina Margaretha, ★ 23.04.1736, † (_ ) • 0 5 003 0 11 Johann Ludwig, 〰 17.02.1737, † (_ ) jung. Lt. Rechnungsbuch der reformierten Gemeinde zu Radevormwald: „22.6.1748 Herr Richter Johannes R OCHOLL seines Bruders Tochter von Korbach eine Stunde läuten lassen“, vielleicht war dieses Datum das Beerdigungsdatum von [0 5 003 0 09] oder [0 5 003 0 10]. 0500303 Maria Cath. R'll NEXT BACK W@D IVZ W@B
- 07 0080 00 Louise Busch geb. R'll | Rader Rocholl
Louise Busch geb. Rocholl 1770 – 1853 [07 0080 00] Carl Busch 1768 – 1848 [07 0080 91] Sth Maria Wilhelmine Louise BUSCH , Tochter des Adolph Wilhelm ROCHOLL [ 0 6 007 0 00 ] und seiner Gattin Sophie BASSE. EP Carl BUSCH , Pfarrer (04.12.1788) und Konsistorialrat (1806) zu Dinker , Schulkommissar der Schulen des Kreises Soest, 1823 Superintendent der Synode zu Soest. Seine Ahnen siehe AhLi 11 . Button Button Button Button Button Button Button Vgl. das Gedicht „Mein Pfarrgarten“ von Pfarrer Wilhelm W ILM S zu Dinker im NaBl 05 welches eine prächtige Schilderung des Pfarrers B USC H ist. Louis R OCHOLL berichtet über ihn und seine Gattin: „Louise, die Dinkersche Pfarrerin. Mit stillem, liebendem Sinn im Kreis des Hauses und der Gemeinde waltend, trat sie fast zurück neben dem stattlichen Gatten, der auf seinem mit 20 Jahren vom Vater überkommenen Pfarrsitz mehr als Patriarch denn als Pfarrer waltete. Sein reichbegabter, gebildeter Geist fand teilnehmendes Verständnis bei der benachbarten Hammenser Schwester, mit der er einen täglichen Briefwechsel unterhielt, und die mit weisem Sinn sein eingreifendes Wesen mäßigte, indem sie die Berufungen und Streitigkeiten seiner stets kampfbereiten Feder, die sie zur Weiterbeförderung an die Adresse des Hammer Wochenblatts empfing, vorher censierte und oft unterdrückte.“ Am 07.12.1838 feierte Busch sein 50-jähriges Amtsjubelfest, worüber sein Neffe Wilhelm Rocholl [ 0 7 007 0 01 ] bzw. [ 0 8 010 0 00 ] , in seinem Tagebuch wie folgt berichtete: „Am 07.12.1838 feierte die Gemeinde zu Dinker das 50jährige Amtsjubiläum ihres Predigers, Konsistorialrat Busch. Die Gemeinde hatte in dankbarer Anerkennung der großen Verdienste ihres langjährigem Seelsorgers, der noch in vollster Rüstigkeit unter ihnen wirkt, alles aufgeboten, das Fest zu verherrlichen, woran die Behörden, Amtsgenossen, Freunde und Verwandten ihre Teilnahme bestätigten. Nach der kirchlichen Feier fand auf dem Gute Sengerhof ein großes Fest statt, und da dessen Räume nicht alle Festgenossen aufnehmen konnten, so wurde auf dem Hofe ein großes Zelt aufgeschlagen, worin sich trotz winterlicher Jahreszeit ein großer Teil der Gäste versammelte.“] Kinder BUSCH z u Dinker geboren, lutherisch. ○ 0 7 008 0 01 Karl Wilhelm Christian , ★ 09.11.1792, † Gevelsberg 24.02.1826. Prediger zu Gevelsberg . Von 1811 – 1813 Student der Theologie zu Göttingen , Teilnahme am Befreiungskrieg als Lieutenant im 1. Westfälischen Landwehr-Regiment und zwar an den Schlachten bei Fleurus, Belle-Alliance, Issny und am Einzug in Paris. Am 13.03.1817 legte er seine theologische Prüfung mit „sehr gut“ ab. Bereits am 17.08.1818 wurde er zum Prediger zu Gevelsberg berufen, wo er von seiner Gemeinde hoch geschätzt und sein früher Tod tief betrauert wurde. ⚭ am 07.09.1818 in Dinker mit Amalie HÜLSENBEC K , lutherisch, ★ in Gevelsberg am 19.07.1798 , † Gevelsberg am 20.07.1869, Tochter des Johann Dietrich HÜLSENBEC K , Rentmeister zu Brüggen (ca. 100 km westl. Gevelsberg ) u.s. Gattin Marie KÜHLENTHAL . - 1 Tochter ⚭ mit Karl SCHABERG . ○ 0 7 008 0 02 Wilhelmine Albertine Marianne Sophie, ★ 21.08.1794, † Weslarn 13.11.1866 ; ⚭ Dinker 07.09.1818 mit Johann Johann Christoph Wilhelm BEYER , lutherisch, ★ Vilsen i. Hann. 28.05.1792, † ?Hamburg- Bergedorf 01.06.1819, Dr. med. und praktischer Arzt zu Bergedorf , vordem Militärarzt in der englischen Legion. Student der Medizin zu Göttingen (Corps Rhenania). Bruder des August BEYER , vgl. [ 0 7 005 0 01 ] - kinderlos. ○ 0 7 008 0 03 Anna Katharina Wilhelmine Sophie, ★ 31.10.1796, † Essen 08.09.1866; ⚭ Dinker am 10.08.1821 mit Friedrich Heinrich Florenz ROCHOLL , vgl. [ 0 7 048 0 00 ] – Kinder siehe dort. ○ 0 7 008 0 04 Eleonore Amalie Helene Dorothee , ★ 25.20.1799 , † Dinker 23.02.1873 ; ⚭ in Dinker am 16.09.1828 mit Karl Friedrich M ARPE , lutherisch, ★ Lemgo am 22.12.1800, † Dinker 02.04.1878, Pfarrer zu Dinker , Sohn des Heinrich Christian M ARPE , Kantor zu Lemgo , und seiner Gattin Dorothea K EISER . – 4 Kinder. ○ 0 7 008 0 05 Karoline Henriette Dorothee Friederike , ★ 04.08.1804, † Weslarn 15.10.1897; ⚭ in Dinker am 20.05.1854 mit Arnold P ILGER , evangelisch, ★ Weslarn 24.02.1797, † in Weslarn am 17.05.1865, Major a.D. und Amtmann zu Weslarn , Sohn des (_ ) P ILGER , Pfarrer zu Weslarn und seiner Gattin. - Kinderlos. ( Arnold P ILGER ⚭ in I. Ehe mit [0 7 008 0 06]). ○ 0 7 008 0 06 Juliane Wilhelmine Eleonore Luise Sophie, ★ 11.01.1808, † Weslarn 20.02.1853; ⚭ Dinker 31.10.1837 mit Arnold P ILGER , vgl. ihre Schwester Karoline [0 7 008 0 05] – 6 Kinder. Gesamtzahl der karteimäßig beim Familienverband R OCHOLL festgelegten Nachkommen der Louise B USCH geb. R OCHOLL nach dem Stande um 1926: 72 Personen . 07008003 Anna K.W.S. Busch 07008002 Wilhelmine A.M.S. Busch NEXT BACK W@D IVZ W@B
- 06 0020 00 Johannes R'll | Rader Rocholl
Button Button Button Button Button Button Sth Johannes Leonardus R OCHOL L : Prediger zu Düren , vordem zu Eschweiler . – besuchte das Gymnasium zu Duisburg , 17.05.1732 erwähnt als cand. theol. ebenda, 1737 – 42 Prediger zu Eschweiler , danach zu Düren – „1777 wegen kränklicher Leibesbeschaffenheit sein Amt zu Düren niedergelegt, Adjunkt zu Düren . Gestorben als Emeritus im 45. Jahr seiner Amtsbedienung und im 40. Jahr an der Gemeinde.“ – Verkauft 1754 sein Haus zu Duisburg. EP Apollonia R OCHOL L : deren Vorfahren vgl. AhLi 04 Tochter z u Düren geboren, reformiert. • 0 6 002 0 01 ▶ 0 7 001 0 00 Maria Barbara Charlott e ★ 30.06.1743 NEXT BACK W@D IVZ W@B
- 13 0040 00 Jan R'll | Rader Rocholl
. . . . . Sth ☞Jan Peter R OCHOLL , Sohn des Joachim R OCHOLL [ 1 2 005 0 0 0 ] und seiner Gattin Karin Hildegard Marie R OCHOLL , geb. S CHULZ . Jan studierte an der Julius-Maxi miliams-Universität zu Würzburg Betriebswirt- schaft (Dipl. Kfm.). Aktuell ist er als Direktor und Projektleiter im Bereich "Inhouse Consulting" bei der Privatbank Hauck & Aufhäuser AG in Frankfurt a.Main tätig. Jan Rocholl u. Partnerin Evelin Arnold (*1971 ) [1 3 004 0 00] | (*1973) EP Dr. Evelin A RNOLD , Tochter des Wilhelm A RNOLD ( ★ 07.09.1939) und seiner Gattin Gertrud L INDENMEIE R ( ★ 09.06.1949). Evelin studierte an der Julius-Maxi miliams-Universität zu Würzburg (Dipl. Kfr.) und promovierte im Anschluss im Gebiet der Wirtschaftswissenschaften (Dr. rer. pol.). Aktuell als Director / Prokuristin bei Hexagon Manufacturing Intelligence zu Wetzlar tätig. W@D NEXT IVZ ∑ BACK W@B
- Rader Rocholl | Allgemeines
5. Kirchliches 6. Forschung und Quellen 7. Töchternachkommen der Familie ROCHOLL 1. D AS W APPEN DER F AMILIE R OCHOLL Im blauen Felde ein silbernes Haus mit rotem Dach über drei goldenen Münzen, auf dem Spangenhelm ein blauer Flug. Blau-silberne Decken. Dieses „Hauswappen“ (vgl. NaBl 06 „Das Wappen der Familie ROCHOLL “ von Dr. Walther ZIMMERMANN – Ehegatte von Arnhild ROCHOLL ) kommt zuerst in dem Siegel gemäß nachstehender Siegel-Abbildungen Nr. 1 eines Briefes aus dem Jahr 1705 des Pfarrers Johann ROCHOLL , damals zu Neviges, vor. Es erscheint später (1788) auf den beiden Grabplatten des Johann Melchior Peter ROCHOLL und seiner Gattin Anna Erich R OCHOLL in der Pauli-Kirche zu Soest (vgl. Abbildung der Grabplatte unter [ 0 6 019 0 00 ]) , und es hat sich weiterhin mit geringen Abweichungen in zahlreichen Zweigen der Familie erhalten. Die gebräuchlichste, nebenstehende Darstellung stammt von dem Wappenmaler Carl BUSCH , Berlin-Südende. Dieses Wappen wurde am 26. Oktober 1937 in die Wappenrolle des „Der Herold“ unter der Nr. 399/37 eingetragen. Nach Gründung des Familienverbandes im Jahre 1902 wurde die Annahme des „Radwappens“ – ein rotes Rad im silbernen Felde, ursprünglich von dem ausgestorbenen Geschlecht VON B ERCHEM , gen. ROCHOLZ geführt – eifrig gefördert. Der Nachweis einer Abstammung von diesem Geschlecht ist jedoch bis jetzt nicht gelungen, und erscheint auch nicht durchführbar zu sein (vgl. den Aufsatz “Zur Wappenfrage“ von Richard R OCHOLL im NaBl 22 ) . Zu erwähnen bleibt noch ein hausmarkenartiges Siegel (siehe nachstehende Abbildung 4) das der Altvater Bernhard R OCHOLL in seinen Briefen an seinen Sohn Gottschalk R OCHOLL in den Jahren 1705 und 1706 gebraucht hat. Es stellt etwa die Form eines Schlüssels dar (ohne tatsächlich damit etwas zu tun zu haben) weist die Anfangsbuchstaben von Gottschalk und R OCHOLL auf. Das „G “ krönt ein Stab, das „R “ ist seitlich an diesen angefügt, während die Zeichnung am unteren Ende des Stabes einem in Querrichtung auseinandergezogenen „H “ ähnelt, dessen Bedeutung aber nicht festgestellt werden kann. Eine spätere Anwendung des Siegels in der Familie ist nicht bekanntgeworden. Abb. 1: 1705 Abb. 2: 1788 Abb. 3: Neuere Zeit Abb. 4: 17. Jahrhundert Abb. 5: 1927 - s. Wappen A LLGEMEINES ZUR R ADER R OCHOLL Anmerkung: Wie bereits sowohl im P ROLOG als auch unter " D IE » N EUZEIT « DER R ADER R OCHOLL " geschrieben, sind die nachfolgenden Texte z.T. gegenüber 1938 neu formuliert und insbesondere die Personendaten in den neu eingeführten Stammhaltertabellen übersichtlicher aufgebaut worden. Familienwappen Das Wappen der Familie ROCHOLL Der Name der Familie ROCHOLL Herkunft und Ausbreitung der Familie ROCHOLL Gliederung und Umfang der Familie ROCHOLL per 1938 Familienname 2. D ER N AME DER F AMILIE R OCHOLL Die Deutungen über den Ursprung des Namens R OCHOLL sind sehr verschiedenartig. Am schwungvollsten erscheint die Auslegung, dass durch sprachliche Umbildung aus dem gotischen Hroc [Schlachtruf, Kriegsgeschrei] das heutige ROCH der ersten Hälfte des Wortes entstanden sei, und das in Verbindung mit der zweiten Silbe wal d, al d, ol d [walken, herrschen, gewaltig] dem ganzen Namen Hrocol d die Bedeutung „der im Schlachtruf Gewaltige“ zukomme – vgl. den Aufsatz „Mitteilungen des Vorsitzenden über den Namen ROCHOLL “ von Konsistorialrat Dr. Heinrich ROCHOLL , Hannover, im Bericht über den 2. Familientag der Familie R OCHOLL am 17.5.1904 in Soest . – Eine gewisse Kampfesfreudigkeit ist zum mindestens in den älteren Geschlechterreihen erkennbar und soll als Erbanlage vereinzelt auch heute vorkommen. Weniger kriegerisch klingt jene Nachricht (vgl. Hermann ESSER , Hohenlimburg und Elfeh „Ein Beitrag zur westfälischen Orts- und Territorialgeschichte“, Dortmund 1907, S.3.) – wenn man sie auf die Familie R OCHOLL anwendet -, wonach das spottlustige Mittelalter die Behausung der ausgestorbenen Familie VON BERCHEM mit dem Beinamen ROCKHOLL , das ist RAUCHLOCH , belegte, und diese Familie, der Gewohnheit der Umwohner folgend, sich samt ihrem Hause ebenso benannte, nämlich VON BERCHEM , gen. ROCHHOLZ . In diesem Zusammenhang sei noch eine andere Deutung erwähnt, nämlich die Ableitung des Namens von RAUCHHÖHLE = Schornstein. Diese Auslegung erfreut sich weiter Verbreitung in der Familie. Daher auch – als sogenanntes redendes Wappen – das Hauswappen mit dem rauchenden Schlot . Neuerdings teilte der aus dem Münsterlande stammende Urkundenverwalter Ferdinand SCHMID T , Burg Altena i. Wfl., mit, dass man in Westfalen mit Rauchholz einen Holzpflock bezeichnete, an dem die Würste und Schinken im Rauchfang hingen. Dann würde der Familienname R OCHOLL zu der großen Gruppe von Namen gehören, die von Gegenständen des täglichen Bedarfs abgeleitet sind, wie z.B. Tischbein, Ofenloch, Kettelhack (Kesselhaken). Zu guter Letzt eine Erklärung, die den Vorzug hat, an eine urkundlich überlieferte, recht alte Namensform anzuschließen: In der Zeit des Soester Geschichtsvereins 1898/99 (Heft 16) bringt auf Seite 9 und folgenden der (ungenannte) Herausgeber Professor Vogeler „Ältere Nachrichten über Lohne“, die er offenbar aus Urkundenstücken der von ihm verwalteten Soester Stadturkundensammlung entnommen hat. Dort ist auf Seite 20 mehrfach von Rockelohs Hof die Rede, der heute R OCHOLL Hof heißt [zu diesem Hof haben die Radevormwalder R OCHOL s keine Beziehungen. Dieser Hofname ist lediglich ein Beweis für die Bedeutung des auch sonst vorkommenden Namens R OCHOL L ]. Der Name gehört also zu den zahlreichen jetzt auf „l “ endigenden westfälischen Namen, bei denen dieser Endlaut der Rest der alten Endsilbe lo h ist. Loh aber heißt Holz, Gehölz, heute noch erhalten in Lohe, und Bestandteil des Familiennamens L OHMANN (Lehmann). Beispiele für die Abschleifung der beiden Endbuchstaben sind die Namen Grev e l und Twick e l . Beides sind westfälische Uradelsnamen. Nach dem ersten heißt heute noch ein Dorf in der Nähe von Dortmund. Sein Ursprung ist Grevenloh = Grafenwald. Twickel hingegen heißt noch im 15. Jahrhundert Twickeloh. Noch heute nennt der Münsterländer Bauer einen Zweig Twickel. Die hochdeutsch nächste Form ist Zweigel(ein). Twickeloh ist aber auch genau das Gegenteil von Rockeloh . In diesem Namen ist das Rock e zu deuten, wie es in allen anderen Erklärungen des Namens R OCHOL L gedeutet wird, und wie es in der Form Rauchhol z am deutlichsten erhalten ist, nämlich als rau h. Die Herren VON ROCKELO H ( R OCHOL L ) wohnten also am rauhen, dick(icht)en Holz, die von Twickeloh (Twickel) am dünnen Gehölz. Jetzt erklären sich auch alle die Formen wie Rocke l, Röcke l, Roche l, Rocko l, R OCHO L . Aus der Genitivform R OCHOL s ist dann die erwähnte Form Rauchholz entstanden. Wenn sie zufällig auch auf – hol z endet, so ist das ein Zufall, jedenfalls stammt diese Silbe nicht unmittelbar von dem alten Bestandteil – lo h her. Die Häufigkeit des Tatbestandes, dass ein Bauer am Dickicht wohnte, erklärt auch die Häufigkeit der Namensbildung R OCHOL L . Dadurch brauchen durchaus nicht alle Träger des Namens R OCHOL L miteinander verwandt sein, was indessen umgekehrt für Namensträger R OCHOL L , die aus Radevormwald stammen, sehr wohl der Fall sein dürfte. Die Schreibweise des Namens R OCHOL L ist, wie nachstehende Unterschriftentafel zeigt, seit Gottschalk R OCHOL L , ★ 1593, gleichgeblieben, wenn auch der Bürgermeister Peter R OCHOL L , der 1675, 88 und 94 seinen Namen mit zwei „ l “ schreibt, 1682 eigenartigerweise mit einem „ l “ zeichnet. Zu den Urkunden kommen allerdings infolge des Sprachgebrauchs jener Zeit Entstellungen in den mannigfaltigsten Abweichungen vor. – Ein Namensträger sah sich um 1830 aus Überzeugung, dass ein „ l “ genüge, weiterhin R OCHO L zu schreiben. Aus dieser Angewohnheit entwickelte sich unter seinen Nachkommen eine als regelrechte Namensänderung empfundene neue Schreibweise. Namens-Schreibweise 3. H ERKUNFT UND A USBREITUNG DER F AMILIE R OCHOLL Familienherkunft Hierüber spricht Gerichtsrat Loui s R OCHOL L , ( ★ 1827 –†1876) Hagen i.Wfl., der Bearbeiter der 1866 veröffentlichten Stammtafel der Familie, in seinem Vorwort verschiedene Andeutungen aus, deren Wesentlichstes hier folgt: a) Aus einer Nachricht des Justizbürgermeisters Adolph Wilhelm R OCHOL L , Soest. „Der Stammvater der R OCHOL L ’schen Familie stammt aus dem Hause R OCHOL L im " Elve’sche n". Er überließ als Cadet (nachgeborener Sohn) seinem älteren Bruder das Gut und trat als Capitain in holländische Dienste, wo er sich mit einer Person bürgerlichen Standes verheiratete. Nach seinem Ableben retirierten sich seine drei nachgelassenen Söhne in die Gegend von Cöln, weil, wie es heißt, an dem Orte ihres bisherigen Aufenthaltes die Pest ausgebrochen war; einer von ihnen, Gottschalk R OCHOL L , nahm seinen Wohnsitz in "Rade vorm Wald" (in der „Rodung vor dem Wald“), wo er als Kaufmann eine Tuchfabrik anlegte.“ a) „Erwähnt sei hier noch die in einem Briefe des Corbacher Carl R OCHOL L enthaltene Notiz, der zufolge Gottschalk R OCHOL L der Sage nach aus Ost- oder Westindien mit etwas Vermögen versehen nach " Rade vorm Walde " gekommen sein soll, dessen Vorfahren aber Deutsche gewesen und von einem adligen Gut bei Schwelm unweit Gevelsberg abstammen sollen.“ b) „und endlich führt eine aus Lippstadt beruhende Biographie den Ursprung der Familie gleichfalls auf das Geschlecht jenes Hauses R OCKHOLZ zurück. Dasselbe sei bereits in der Reformationszeit zu den Bekenntnissen des Calvins übergetreten. Nochmals hebe es gleichfalls der Zeiten Wechsel erfahren; den jüngeren Söhnen habe damals keine militärische Laufbahn offen gestanden, daher der Übergang zu bürgerlichen Beschäftigungen, wobei das Adelsprädikat a ls unverträglich fallen gelassen sei. Also sei denn das ROCHOL L ’sche Rittertum verschollen, gleich vielen anderen.“ Ritter Rocholl Diese wohl aus mündlicher Überlieferung stammenden, zum Teil etwas " sagenhaft klingende Nachrichten " (O-Ton Richard R OCHOL L ) sind nicht nur unbewiesen, sondern im Gegenteil als widerlegt anzusehen. Ebenso hinfällig ist die sich aus der schönen „stammbaumartig“ dargestellten Zeichnung ergebenen Abstammung des Gottschalk R OCHOL L von Berthold von R OCHOL L , Ritter auf Schloß ROCHOLZ , 1380 bis 1440 – siehe Stammtafel von 1866 . Die Familie R OCHOL L hat hiermit nichts zu tun – vergleiche den bereits angezogenen Aufsatz „Zur Wappenfrage“ von Richard R OCHOL L im NaBl 22 – sie ist vielmehr von alters her eine Bürgerfamilie. Radevormwald ist ihre Heimat. Dort wenigstens tritt sie zuerst am Ende des 16. Jahrhunderts in Erscheinung, und hier war sie bis zum heutigen Tage ununterbrochen ansässig. Im 17. und 18. Jahrhundert hat sie in ihrer Vaterstadt zahlreiche städtische und kirchliche Ehrenämter besetzt, wie Bürgermeister, Richter, Schöffe, Kirchmeister, Provisor und Ältester, und sie hat ihre angesehene Stellung bis zur Gegenwart behauptet. Während die Familie sich im 17. Jahrhundert noch geschlossen in Radevormwald aufhielt, begannen im ersten Viertel des 18. Jahrhunderts Auswanderungen nach Soest, Korbach und Wesel, später folgten solche nach Kassel, Westhofen, Vlissingen, sowie nach anderen Bezirken hauptsächlich Westfalens und seiner angrenzenden Gebiete. Im 19. Jahrhundert und bis in die neuere Zeit hinein breitete sie sich in Hannover Stadt und in Schlesien (in beiden vorübergehend) aus, ferner in Berlin, Bremen, Dresden, Leipzig, London, Utrecht und Asunción (Paraguay). Hiermit war fast ausnahmslos eine Lockerung in den Familienbeziehungen zur Heimat verbunden. Familiengliederung 4. G LIEDERUNG UND U MFANG DER F AMILIE R OCHOLL In der Stammtafel von Louis R OCHOLL galt, von den beiden Nebenzweigen I und II abgesehen, Gottschalk ROCHOL L als Stammvater der gesamten Familie. Diese Stelle musste er nach neueren Forschungen zunächst seinem Vater Peter R OCHOL L [zum Unterschiede von verschiedenen Nachfolgern gleichen Namens „ UR -PETER “ genannt.] mit seinen fünf Söhnen Peter, Gottschalk, Adolph, Friedrich und Hermann einräumen. Von Gottschalk stammt der größere Hauptast, von Adolph der kleinere. Im letztgenannten sind nunmehr die ehemaligen Nebenzweige I bis II aufgegangen. – Aber auch der UR -PETER ist heute nicht mehr ältester Stammvater, sondern sein Vater „ Muller vor der Brugge Bienb . “. Nach heutiger Lesart könnte es auch heißen, „ Peter ROCHOLL , (der) Müller vor der Brücke zu Beyenburg “. Beyenburg ist heute ein an der Wupper gelegener Stadtteil im Osten Wuppertals . Dies ist jedoch nicht bewiesen. Siehe hierzu auch "Frühgeschichte" unter „Der Vater des UR -PETER “. Daneben gab es in Radevormwald noch zahlreiche Namensträger, darunter einen geschlossenen, neuzeitlich recht lebenskräftigen Stamm (den bisherigen Nebenzweig IV.) mit Johann Adam ROCHOLL an der Spitze. Sie waren mit dem Ha uptstamm nicht zu verbinden, sind aber mit diesem wohl sicher blutsverwandt und daher im Anhang (vgl. Anhang Nr. 4 ) aufgeführt. Diese Namensträger ROCHOLL , die also sämtlich Radevormwald als Abstammungsort haben, bilden mit ihrer Nachkommenschaft den Personenkreis, der im Nachfolgenden behandelt wird. Die Übrigen als „Fremde ROCHOLL s“ bezeichneten Namensträger dagegen, die ihren Ursprungsort außerhalb Radevormwalds haben, werden hier nicht näher betrachtet werden. Sie treten zugleich mit dem Erscheinen der Radevormwald Sippe verstreut in Westfalen und Rheinland auf und breiten sich wie jene in anderen Gebieten Deutschlands aus (vgl. hierzu den Aufsatz „Fremde Träger des Namens ROCHOLL “ von Richard ROCHOLL im Nachr.bl. Nr. 16) . Diese in den angezogenen Aufsatz besprochenen Stämme stellen jedoch nur einen kleinen Ausschnitt aus der Gesamtheit dar, und zwar handelt es sich hierbei hauptsächlich um solche Namensträger, die sich bis zu heutigen Tag nachweisbar fortgepflanzt haben. Es sind nämlich im Laufe der Jahre noch ungezählte weitere R OCHOLL -Funde (auch in ähnlicher Namensform) gemacht worden, teils in geschlossenen Stammfolgen (z.B. in Duisburg die Familie RAUCHHOL Z und in Gummersbach die Familie ROCHOLZ ) , teils in kleineren Gruppen oder Einzelfällen. Nach sorgfältiger Prüfung bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass diese Namensträger mit den Radevormwaldern blutsverwand sind. Die Stammtafel von Louis ROCHOLL (von 1866) wies als Nachkommen von Gottschalk ROCHOLL (das heißt ohne Nebenzweige I und II) 549 Namensträger männlichen und weiblichen Geschlechts auf. Demgegenüber ergab eine Zählung der Nachkommen desselben – jedoch weitergeführten – Personenkreises im Jahre 1929, also nach 63 Jahren oder zwei Menschenaltern, fast die doppelte Menge, mithin eine erstaunliche Vermehrung (Anm.:Vgl. hierzu den Aufsatz „Statistisches über die Familie R OCHOLL “ von Richard ROCHOLL im NaBl Nr. 8.) , und zwar folgende Zahlen: Gesamtzahl der Namensträger 1024, davon männlich 539, weiblich 462, ohne Angabe des Geschlechts – da jung verstorben – 23. Von 1001 Namensträgern (einschließlich der Jugendlichen) heirateten 458 und zwar 247 Söhne und 211 Töchter. Die 331 männlichen Berufe verteilen sich folgendermaßen: 156 Kaufleute, 32 Juristen, 23 Handwerker, je 18 Prediger und Offiziere, 12 Beamte, je 9 Ärzte und Ingenieure, je 7 Apotheker, Bürgermeister und Landwirte, 6 Lehrer, 5 Buchhändler, 4 Architekten, 3 Gastwirte, je 2 Oberförster, Volkswirte, Versicherungsbeamte, Seeleute und Schauspieler, je 1 Maler, Redakteur und Garteninspektor. Der heutige zahlenmäßige Stand der Familie ist nach den vielen Um- und Angliederungen ganzer Zweige von den vorangegangenen Betrachtungen grundverschieden und daher nicht mit diesen vergleichbar. Eine Zusammenstellung der gesamten in der Stammfolge und im Anhang Nr. 1 (Die Stammfolge des Johann Adam R OCHOLL unter Anhang Nr. 1b wurde 1930 aufgestellt. Da zwischenzeitlich Änderungen im Familienstand eingetreten sein können, wären in den folgenden Zahlenangaben Abweichungen möglich, die indessen bei den geringen Umfange dieses Zweiges unbedeutende sein können.) behandelten Namensträger ergibt folgende beachtenswerte Zahlen (Hinweis HR: Die nachfolgenden Tabellen basieren auf 1938 – eine spätere Anpassung bzw. eine Statistik erfolgt evtl. nach Abschluss aller neu erfassten Stammhalter) : Kirchliches 5. K IRCHLICHES Die Familie R OCHOLL ist überwiegend evangelisch. Nur zwei Zweige sind infolge Heirat seit 1830 katholisch. Das heißt, die Familie gehörte ursprünglich, soweit sie in Radevormwald zu verfolgen ist, zur reformierten Kirche, und sie verblieb bei ihr auch nach Abwandlung in anderen Gegenden. Fanden „Mischehen“ statt (wie man auch Heiraten zwischen Reformierten und Lutherischen damals nannte) , so wurden Söhne nach dem Vater, Töchter nach der Mutter getauft (den Höhepunkt aber stellte es dar, dass 1791 von einem Soester Zwillingspärchen R OCHOLL der Knabe nach dem Vater ref. getauft wurde, das Mädchen aber nach der Mutter luth.) , und Sonntags ging man auch so getrennt zur Kirche. Dieser getrennte Kirchgang bestand in Radevormwald auch noch 1938. Zu späterer Zeit wechselten einzelne Familien außerhalb Radevormwalds dort, wo trotz der Union die Trennung zwischen reformierter und lutherischer Kirche noch besteht, zur lutherischen Richtung hinüber. Quellen 6. F ORSCHUNG UND Q UELLEN Die Grundlage für die neuere Forschung bildet die von Louis R OCHOLL überkommene Stammtafel mit ihrem sehr lehrreichen Vorwort. Hierin sagt der Verfasser über die Entstehung seiner Arbeit: „Die Angaben beruhen, soweit sie die älteren Generationen, namentlich den Stammvater Gottschalk und seine näheren Deszendenten betreffen, auf verschiedenen, zum Teil noch aus dem 19. Jahrhundert herrührenden genealogischen Aufzeichnungen in Hausbibeln und Familienbüchern oder tabellarischen Zusammenstellungen, welche, im Besitz der nachstehenden unter 27b, 40a, 40d, 54a, 41e, 70a verzeichneten Familienglieder befindlich, das unverdächtige Merkmal des Alters an sich tragen und, indem sie in formeller Verschiedenheit sowie auch in kleineren, an betreffender Stelle bemerkten Abweichungen sich als selbständige Notizen kennzeichnen, wiederum in ihrer allgemeinen Übereinstimmung keinen Zweifel an der Richtigkeit lassen. Die neueren Generationen sind dagegen, soweit nicht ein anderes besonders bemerkt, aus fortgeführten Verzeichnissen, aus Kirchenbüchern und Zivilstandsregistern sowie brieflichen Mitteilungen der betreffenden Familienzweige entnommen, deshalb wohl nicht minder beglaubigt.“ Im Vorwort wurde bereits einer weiteren Hinterlassenschaft von Louis ROCHOLL Erwähnung getan, und zwar von Mitteilungen „Vor der Stammtafel“ in Gestalt von Briefen an seinen Bruder Wilhelm ROCHOLL . Es sind außerordentlich anschaulich geschriebene und reizvoll zu lesende Betrachtungen über zahlreiche Glieder der Familie Gottschalk R OCHOLL an. Diese Aufzeichnungen bilden gleichsam die so notwendige Ergänzung zur Stammtafel, deren Liste in der Hauptsache nur Namen und Daten enthält. Weitere Nachrichten irgendwelcher Art von Louis ROCHOLL – wie etwa Belege für Feststellungen oder über deren Herkunft – sind nicht überliefert. Er muss sicherlich Quellen gehabt haben, die heute unbekannt sind, denn von den oben unter den 6 alten Stammtafelnummern erwähnten Zusammenstellungen fanden sich nur noch die von 40a (vgl. den Aufsatz „Der Lippstädter Fund“ von Richard ROCHOLL im NaBl 23 ) und 54a ( vgl. Anh. 03. ) vor. Infolgedessen erscheint einzelnes aus seiner Stammtafel unbelegt, wie z.B. die Wissenschaft über die beiden Kinder Johann und Maria des Gottschalk ROCHOLL , sowie die Angabe über die Herkunft der Frau des Altvaters Bernhard R OCHOLL , Margarethe BAUENDAHL aus Lennep. Bei der großen Gewissenhaftigkeit Louis R OCHOLL s kann es nicht zweifelhaft sein, dass er bestimmt Anhaltspunkte für seine Angabe gehabt hat, und darum wurden solche unbedenklich übernommen. Die neuzeitliche Forschung wurde in der von Louis R OCHOLL gehandhabten Art und Weise fortgesetzt und in Ihrer Durchführung im Vorwort bereits gestreift. Zur gerechteren Beurteilung der Bearbeitung einzelner Zusammenhänge der älteren Geschlechterreihen müssen die besonderen und außerordentlichen Schwierigkeiten der Forschungsmöglichkeiten in Radevormwald erwähnt werden. Radevormwald war und blieb die Hauptstätte, in der die älteren Familienbeziehungen zu klären versucht werden mussten, wenn sich auch (Wechsel von Namensträgern nach anderen Gegenden) vielerorts neue Forschungsgebiete gebildet hatten. In Radevormwald beginnen die Kirchenbücher der reformierten Gemeinde (nur diese kommen für die Familie in Betracht) erst 1770. Die älteren sind durch den Stadtbrand im Jahre 1802 vernichtet worden. Als Ersatzquellen für die vorhergehende Zeit kommen in der Hauptsache die Kirchen- und die Armenrechtsbücher der reformierten Gemeinde, beginnend im 17. Jahrhundert, in Frage. Sie waren ursprünglich gar nicht für die Feststellung eines Familienstandes bestimmt, auch waren sie in der Vorkriegszeit bereits durchsucht worden, vorzugsweise jedoch nur auf solche Vorgänge hin, die Namensträger R OCHOLL betrafen. So mussten diese Bücher mit ihrer ebenso beredten Sprache, wie dürftigen Beweiskraft 1935 alle erneut herhalten, um zu weiterer Aufhellung der älteren, noch lückenhaften Zusammenhänge beizutragen. Hierbei war es notwendig, den Gesichtskreis auf die Radevormwalder Verhältnisse im weiteren Sinne auszudehnen, das heißt, Familien heranzuziehen, die nachweisbar in verwandtschaftlichen Beziehungen mit der Familie ROCHOLL gestanden hatten (vgl. den Aufsatz „Zur Stammtafel“ von Richard ROCHOLL im NaBl 20 ) . Die neugewonnenen Ergebnisse wurden planmäßig geordnet und sorgfältig abgewogen. Sie waren im Zusammenhang mit dem in der Vorkriegszeit gesammelten zahlreichen Meldungen dieser oder anderer Herkunft und nach den Erfahrungen in der Bewertung solcher Meldungen aus Rechnungsbüchern nur so zu werten, wie es geschehen ist. Das Gesagte bezieht sich hauptsächlich auf die Festlegung des UR -P ETER s als Vater seiner 5 Söhne, ferner auf die Gestaltung des kleineren Hauptastes von Adolph R OCHOLL und die Bildung verschiedener Zweige von Töchternachkommen, schließlich auf die Feststellung einzelner Ahnen. Sind also in einzelnen vorerwähnten Fällen trotz großer Wahrscheinlichkeit mehr oder minder leise Zweifel an der Zuverlässigkeit der Ergebnisse denkbar, so steht doch die gesamte Nachkommenschaft des Gottschalk R OCHOLL in jeder Beziehung einwandfrei fest. Dasselbe gilt innerhalb ihres Gefüges auch für die Zweige I bis IV, von denen I bis III unter Adolph eingegliedert sind und im Anh. 01 untergebracht ist. Töchternachkommen 7. T ÖCHTERNACHKOMMEN IN DER F AMILIE R OCHOLL Die Frage nach der vollständigen oder teilweisen Wiedergabe oder aber Fortlassung der Töchternachkommen war vor Abfassung des Buches der R ADER R OCHOLL von 1938 Gegenstand gründlicher und schwieriger Erwägungen. Im Vorwort wurde ihre ungefähre Zahl mit etwa 8.000 bereits angegeben. Das macht ungefähr den sechsfachen Personenkreis der hier behandelten Namensträger aus. Ferner wurde im Vorwort gesagt, dass Töchternachkommen blutmäßig denselben Anspruch auf Zugehörigkeit zur Familie haben wie die Namensträger und dass ihre Anhänglichkeit gerade in der Familie ROCHOLL häufig zutage trat. Bei aller Anerkennung für die bewiesene Treue kann das Lob nur mit einer gewisser Einschränkung gelten. Es bezieht sich vollgültig in zahlreichen Fällen auf Kinder und Enkelkinder der Gegenwart. Die Anhänglichkeit wird bei Nachkommen 3. und 4. Grades schon erheblich geringer und sie gehört in noch entfernteren Abstammungsverhältnissen zu großen Seltenheiten. Es bestehen in der Familie R OCHOLL Töchternachkommen-Tafeln mit 6 und 7 und gar mehr Geschlechterreihen. Bei nüchterner Betrachtung kann füglich in solchen Fällen kaum noch ein Zugehörigkeitsgefühl oder eine Betätigung in einem Familienverband, geschweige eine Beteiligung an der Abnahme von Familiengeschichten erwartet werden. Die Erfassung der Töchternachkommen stellt eine vieljährige, ungeheure Arbeit dar. Ihre Veröffentlichung im Rahmen der Geschichte der Familie R OCHOLL wäre vielleicht ein Ereignis auf dem Gebiet der Familienkunde geworden, da es wenige Familien geben wird, die eine derartige Anzahl Nachkommen eines einzigen Stammelternpaares aufweisen können. Ganz auf sie zu verzichten erschien hiernach widersinnig. Eine Zeitlang bestand auch die Absicht eines vollständigen Abdrucks, und es mangelte nicht an verschiedenen Lösungsvorschlägen. Entscheidend für einen Mittelweg war zuletzt die Kosten und Absatzfrage, die in der 1938er Print-Ausgabe zu folgendem Ergebnis führte: "Die R OCHOLL -Töchter erscheinen gleich den Söhnen – wenn sie Kinder haben – unter neuen Ziffern sowohl in der Übersicht wie in der Liste, in letzter auch ihre Kinder und zwar mit allen Daten und den sonst üblichen Angaben. Weitere Nachkommen wurden nicht aufgeführt. Dagegen erfolgten kurze Hinweise auf die weitere Familienbildung, die karteimäßig im Archiv der Familie R OCHOLL festliegt." In Fortführung der anstehenden Aufbereitung der 1938er Familiengeschichte in dieser Webseite wird das Thema der "Töchternachkommen" weiterhin, wie zuvor beschrieben, behandelt. Sollten sich im Laufe der weiteren Familienforschung zweck- und sinnvolle Änderungen ergeben, werden diese zu gegebenen Zeit bekanntgegeben. Rocholl-Töchter F RÜHGESCHICHTE .
- 11 0400 00 Mathilde Christ gb. R'll | Rader Rocholl
. . . . . Sth Mathilde C HRIST , geb. R OCHOLL , Tochter des Ott o R OCHOLL [ 1 0 087 0 00 ] u.s.G. Elisabeth C HRIST , gb. K EIL . EP Justu s (jun.) C HRIST , Kaufmann zu Jena , zuvor Kapitänleutnant, Sohn des Justu s (sen.) C HRIST , Forst-meister zu Neumünster , und seiner Gattin Anna T IETZE . Kinder CHRIST zu Jena geb. ev.: ○ 1 1 040 0 01 Gertrud , ★ 17.01.1921. ○ 1 1 040 0 02 Justus , ★ 18.05.1922 . ○ 1 1 040 0 03 Joachim , ★ 16.07.1925 . NEXT BACK W@D IVZ W@B
- 11 0490 00 Johanna Schmidt g. R'll | Rader Rocholl
. . . . . Sth ☞Johanna Wilhelmine S CHMID T , geb. R' LL , Tochter des Wilhelm R OCHOLL [ 1 0 102 0 00 ] und dessen Gattin Wilhelmine R OCHOLL , geb. S CHAUB . EP Ernst Wilhelm S CHMID T , Bauführer zu Barmen . – Sohn des (_). Kinder SCHMIDT , zu Barmen geboren, kath.: ○ 1 1 049 0 01 ☞ Wilhelmine Maria, ★ 27.02.1904, † (_,_ ); Kontoristin zu New York , ledig . ○ 1 1 049 0 02 ☞ Wilhelm Ernst , ★ 25.08.1906 , † (_,_ ); Wingkammergehilfe zu Barmen . (Anm. HR: Der in der RaRo 1938 verwendete Begriff "Wingkammer" ist unbe-kannt; es mag aber sein, dass ein "Schwinghammer" gemeint ist - ein mit beiden Händen geführter Hammer von etwa 1½ Meter Länge und einem biegsamen Stiel welcher im Bergbau verwendet wurde – näheres siehe unter Wikipedia ). ○ 1 1 049 0 03 Walter , ★ 15.11.1907 , † (_,_ ); Schreiner zu Barmen . ○ 1 1 049 0 04 ☞ Else Karoline , ★ 01.07.1910 , † Barmen 16.07.1915. NEXT BACK W@D IVZ W@B
- 12 0090 00 Ernst R'll | Rader Rocholl
. . . . . . . Sth ☞ Ernst Friedrich Wilhelm R'll, Städtischer Garteninspekt. zu Uer-din gen a. Rh., Sohn d. Hermann R' LL [ 1 1 057 0 00 ] u.s. Gattin aus II. Ehe, Emilie R OCHOLL , geb. VON E LTE N . – Ernst F. besuchte das Realgymnasium zu Ober- lahnstein bis zum Einjährigen, 22.04.1892 Antritt der Gärtner- lehrzeit zu Boppard am Rhein, ab 05. 03.1894 Besuch der Gärt-nerlehranstalt zu Geisenheim am Rhein), 01.04.1896 Einjährig-Frei- williger im Inf.-Rgt. 68 zu Koblenz , 1897 – 1901 verschiedene Anstel- lungen, 01.11.1901 Stadtgärtner Ernst Rocholl (1875 – 1932) [1 2 009 0 00] zu Uerdingen , 04.05.1903 Diplomprüfung zu Gei senheim , 28.02.1913 Ernennung zum Städtischen Garten- inspektor zu Uerdingen . Verdienst-Krz. für Kriegshilfe. EP Hermine R OCHOLL , geb. T IMMER , Tochter des Wilhelm T IMMER , Beamter in einer Glasfabrik zu Obernkirchen in Schaumburg, und seiner Gattin Friederike K OENIG . Kinder zu Uerdingen geboren, ev.: ● 1 2 009 0 01 ☞ Hermann Ernst Wilhelm , ★ 21.03.1908, † (_,_ ); Gärtner zu Uerdingen . – Besuchte die Volksschule zu Uerdin- gen und erlernte die Gärtnerei, ledig. ● 1 2 009 0 02 ☞ Hildegard Emilie Friederike , ★ 25.11.1909 , † (_,_ ); Sie besuchte die höhere Töchterschule zu Uerdingen und zu Godesberg a. Rhein bis zur Untersekunda. Es folgte die Gärtnerlehrzeit zu Uerdingen und Kaiserswerth , am 01.04.1930 die Gärtnerinnenprüfung, Anstellungen zu Aachen und Sürth bei Köln, danach Rückkehr ins Elternhaus, ledig. ● 1 2 00 9 0 03 ☞ Ernst Georg Richard, ★ 17.10.1911 , † (_,_ ), Gartenbautechniker zu Stettin . – Er besuchte die Realschule zu Uerdingen bis zur Untertertia und erlernte die Gärtnerei zu Uerdingen , nach Ablegung der Gehilfenprüfung Anstellung bei einer Bauschule zu Soest , 1932 zur staatlichen Lehranstalt Geisenheim a. Rhein, Februar 1935 Prüfung als Gartenbautechniker ein halbes Jahr Assistent zu Geisenheim , ab Herbst 1935 in gleicher Stellung Stettin, 1938 Prüfung als Dipl. Garteninspektor zu Geisenheim , danach Anstellung beim Gartenamt der Stadt Leipzig, ledig. ● 1 2 00 9 0 04 ☞ Werner Helmut, ★ 15.02.1915 , † (_,_ ), – Er besuchte das Realgymnasium zu Uerdingen bis zur Reifeprüfung 1935, nach halbjährigem freiwilligen Arbeitsdienst 02.01.1936 Antritt der Lehrzeit in der "I.G. Farbenindustrie AG" zu Uerdingen , ledig. NEXT BACK W@D IVZ W@B
- 11 0530 00 Karl R'll | Rader Rocholl
. . . . Sth Karl R OCHOLL , Leiter der technischen Buchhaltung bei der I.G. Farbenindustrie AG zu Elberfeld , Sohn des Loui s R OCHOLL [ 1 0 103 0 00 ] und seiner Gattin Emmy R OCHOLL , geb. Z WEIGARD . EP Helene R OCHOLL , geb. E NGELBERTH , Tochter des Karl E NGELBERTH , Bauunternehmer zu Elberfeld , und seiner Gattin Luise M ERTENS . Tochter zu Elberfeld geboren, ref.: ● 1 1 053 0 01 Edit h, ★ 20.03.1920, † Elberfeld 05.01.1925. NEXT BACK W@D IVZ W@B
- 15 0120 00 Margarete R'll | Rader Rocholl
. Sth Margarete R OCHOLL , (Beruf, Ausbildungs- und Berufsweg, Hobbies ); Margarete ist die Tochter des Rolf Alexander R OCHOLL [ 1 4 011 0 00 ] und dessen Gattin Dagmar R OCHOLL , geb. C HRISTIANSEN . EP Komeil M ORADI , (Beruf, Ausbildungs- und Berufsweg, Hobbies ); Komeil ist der Sohn des (_) und seiner Gattin (_). Tochter Margarete Rocholl ( ★ 1985 ) [1 5 012 0 00] Komeil Moradi ( ★ 1984 ) [1 5 012 0 91] . . NEXT BACK W@D IVZ W@B Vorentwurf – noch nicht veröffentlicht – Bitte um zügige Kontaktaufnahme! Siehe hi er - eMail oder Telefon.
- 09 0780 00 Karl R'll | Rader Rocholl
. . . . Sth Johann ☞Karl Arnold R OCHOLL , Zigarrensortierer zu Kassel, Sohn des Arnold Gottfried Theodor Bernhard R OCHOLL [ 0 8 054 0 00 ] und seiner Gattin Meta Maria R OCHOLL geb. L ANGE . EP Louise R OCHOL L , geb. B ECKE R . – keine weiteren Daten übermittelt . Kinder zu Kassel geboren: • 0 9 078 0 01 Johanna , ★ 17.02.1867, † (_ ) . • 0 9 078 0 02 Arnold Theodor , ★ 24.10.1869, † Kassel 29.09.1870. NEXT BACK W@D IVZ W@B
- 09 0840 00 Friedrich R'll | Rader Rocholl
Sth Peter Heinrich Florenz ☞Friedrich R OCHOLL , Oberst a.D. zu Dresde. Er besuchte die Schulen zu Jülich , Kolberg und Posen , ab 1862 die Kadettenhäuser zu Culm, Bensberg und Berlin. Seine weitere Miltärslaufbahn [vgl. Anh. Nr. 58 ] endete 1907 mit dem Eintritt in den Ruhestand zu Oppeln . Ab 1911 lebte er in Dresden . Der Ruhestand wurde durch den (1. ) Weltkrieg unterbrochen. Friedrich war der Sohn des Anton Heinrich ☞Friedrich R' LL . . . . [ 0 8 058 0 00 ] u.d.G. Johann a geb. B ÖDDECKER . EP Anna ☞Maria Louise R OCHOLL , geb. A VENARIUS. Deren Vorfahren vgl, AhLi 40 . Kinde r, [01 - 04] zu Breslau , [05] zu Oppeln geboren, ev.: • 0 9 084 0 01 ☞ Elsa Anna Maria , ★ 17.04.1885 , † (_ ); ⚭ Dresden 03.04.1924 mit Willibald ☞ Arno G RO ß MAN N , luth., ★ Dresden 24.05.1869, Kaufmann zu Dresden , Sohn des Theodor Emil G RO ß MAN N , Lokomotivführer zu , und seiner Gattin Bertha Karoline TROS T . – Kinderlos. Friedrich Rocholl (1851 – 1935) [0 9 084 0 00] Friedrich Rocholl (1890-1915) [ 03] • 0 9 084 0 02 ☞Ewald Ferdinad Kurt , ★ 06.04.1887 , † Berlin 30.09.1914 ( an seiner schweren Ver wundung), Leutnant im Inf.-Rgt. 62 zu Cosel-Ratibor . – Besuchte die Kadettenhaus zu Wahlstatt und die Hauptkadettenanstalt zu Groß-Lichterfelde , Fähnrich im Inf.-Rgt. 62, 28.01.1908 Leutnant zu Groß-Lichterfelde . Im Weltkriege Adj. im Res.-Inf.-Rgt. 11 , am 22.08.1914 bei der Einahme von Longwy schwer verwundet, ledig. • 0 9 084 0 03 ☞ Friedrich Hans Georg , ★ 25.01.1890 , X Nogent l'Abesse bei Reims 02. 03. 1915, Leutnant und Adj. im Inf.-Rgt. 62 zu Cosel-Ratibor . – Besuchte das Kadettenhaus zu Wahlstatt und die Hauptkadettenanstalt zu Groß-Lichterfelde , als Fähnrich zum Inf.-Rgt. 62, 19.08.1909 Leutnant zu (_ ), später Adj. des III. Btl., ledig. • 0 9 084 0 04 Hans Günther , ★ 15.04.1894 , † Kriegslazarett zu Péronne 31.01.1916 (an seiner schweren Verwundung), Leutnant im Füs.-Rgt. 38 zu Glatz . – Nach dem Besuch des Kadetten-korps als Fähnrich zum Füs.-Rgt. 38, Leutnant zu Glatz . Im Weltkrieg zunächst zum russischen Grenzschutz, dann an die Westfront, 16.01.1915 bei Pé ronne schwer verwundet, ledig. • 0 9 084 0 05► 1 0 099 0 00 ☞Erich Georg Walter , ★ 10.10.1901 , † (_ ). Ewald Rocholl (1887-1914) [ 02] Hans G. Rocholl (1894-1916) [ 04] IVZ W@D NEXT BACK W@B
