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508 resultados encontrados com uma busca vazia

  • 11 0250 00 Hildegard Zenker g. R'l | Rader Rocholl

    Sth Hildegard Z ENKE R geb. R OCHOL , Tochter des Otto August R OCHOL [ 1 0 051 0 00 ] und seiner Gattin Aurelie R OCHOL . EP Hans Z ENKER , Oberzollsekretär a.D. zu Pirna , und seiner Gattin Anna Frieda R IEDEL . Sohn ZENKER zu (_ ) geboren: ○ 1 1 023 0 01 N.N. , ★ 07.03.1937, † (_ ) 08.03.1937. . . . . . . NEXT BACK W@D IVZ W@B

  • 12 0080 00 Wilhelmine Deinet g. R'll | Rader Rocholl

    . . . . . Sth ☞Wilhelmine Elise Johanne D EINET geb. R OCHOLL , Tochter des Hermann R OCHOLL [ 1 1 057 0 00 ] und seiner Gattin Johanne R OCHOLL , geb. R EINERS . EP Adolf D EINET , Professor zu Oberlahnstein , Sohn des Philipp Anton D EINET , ★ Diez 17.08.1806, † Diez 24.02. 1892, Bäckermeister zu Diez ; ⚭ Diez 05.01.1840 mit Katharina Louise E RLER , ★ Diez 23.11.1823, † Diez 25.01.1891. Kinder DEINET , zu Oberlahnstein geboren, ev.: ○ 1 2 008 0 01 ☞ Alfred Hermann , ★ 09.03.1897, † (_,_ ); seit 1937 Pfarrer zu Hofheim am Taunus, vordem zu Graz , danach zu Bromskirchen im Sauerland; ⚭ Salzburg 0 7. 07.1928 mit Reinhilde B REIN L , luth., ★ Villach in Kärnten 27.04.1907, Tochter des Hans B REIN L , Eisenbahn-Ober baurat zu Liebenau bei Graz , und seiner Gattin Ada H ARMAN N . – 4 Kinder. ○ 1 2 008 0 02 ☞Martha Elisabeth , ★ 23.11.1899, † (_,_ ); ⚭ Oberlahnstein 26.09.1929 mit Karl W ILISC H , luth., Feldafing am Starnberger See 05.08.1887, Dr. Ing. zu Feldafing , Sohn des Paul W ILISCH , Lederfabrikant zu Feldafing , und seiner Gattin Luise H OP P . – Kinderlos. ○ 1 2 008 0 03 Erich Walther , ★ 19.06.1903 , † Oberlahnstein 11.03.1904. NEXT BACK W@D IVZ W@B

  • 09 0100 00 Heinrich R'll | Rader Rocholl

    Sth ☞Heinrich Albert Moritz Theodor R OCHOLL , Sohn des Wilhelm R OCHOLL [ 0 8 010 0 00 ] u.s. Gattin Caroline gb. W ILLE . Heinrich besuchte das Gymna-sium zu Hamm und studierte Chemie zu Berlin. Danach war er Chemiker zu London und zu Widness (Grafschaft Lancashire ), später dauernde Anstellung als Leiter und Chemiker des Labo-ratoriums von "B ELL B ROTHERS Ltd." zu Middlesbrough , ging leitend nach Funchal , wo er we-nige Tage nach seiner Ankunft verstarb. Heinrich Rocholl (1842– 1885) [0 9 010 0 00] EP Mary Ann R OCHOLL , geb. S AVELL , Tochter des Thomas S AVELL , Geschäftsreisender zu London , und seiner Gattin Ann e geb. K ENDAL L . Kinder [01] - [03] zu Haverton Hill , County Durham, [04] - [07] zu Middlesbrough in England geb. engl. Kirche: ● 0 9 010 0 01 Elise , ★ 30.12.1872, † London 16.05.1901, ledig zu London . Button Button ● 0 9 010 0 0 2 ☞William Henry , ★ 17.02.1874 , † (_ ), William war Kaufmann zu La Paz , Hauptstadt von Niederkalifornien in Mexico, ab 1924 zu Bournemouth in England. – Er besuchte die Schule zu Middles brough und nach dem Tode seines Vaters in Deutschland, kaumännische Lehrzeit im Hause " Herm. U PMANN & Co. ." zu Bremen , Anstellung 1894 in London und 1896 in Montevideo , unternahm 1899 verschiedene Reisen durch Südamerika, danach Anstellung in Paris , Dezember 1899 Geschäftsführer der " The Magara Exploration Com. Lt d." zu London gehörenden Perlenfischerei zu La Paz , 1902 Direktor dieser Gesellschaft zu La Paz bis 1912. Während dieser Zeit gründete die Sohllederfabrik " R OCHOLL , R UFFO & Co ." zu La Paz , 1912 unter Weiterbeteiligung Rücktritt von der Leitung dieses Unternehmens. Danach nahm er seinen Wohnsitz in Los Angeles und kehrte 1924 nach England zurück, wo er sich der Erziehung der Töchter seines verstorbenen Bruders Pau l widmete. – ⚭ Los Angeles 14.06.1904 mit Helen R OT H , kath., ★ San Franzisko 02.10.1868, Tochter des Adolf R OT H , Kaufmann zu Los Angeles , und seiner Gattin Delfine S AVI N . – Kinderlos. ● 0 9 010 0 03► 1 0 018 0 00 ☞Paul Carl Peter , ★ 03.12.1875 , † Parkstone, Dorset 26.04.24. ● 0 9 010 0 04 ☞ Louise Antonia , ★ 29.10.1877, † (_ ), ledig zu Parkstone, Dorset . ● 0 9 010 0 05 ☞ Albert Gerhard , ★ 13.01.1880 , † Middlesbrough 27.02.1880. ● 0 9 010 0 06 ☞ Karoline Ann Jda , ★ 12.12.1880 , † Middlesbrough 17.02.1881. ● 0 9 010 0 07 ☞ Heinrich Albert , ★ 13.05.1885 , † Middlesbrough 15.08.1885 . William Rocholl (1874 – ? ) [0 9 010 0 02] 09010002 William R'll NEXT BACK W@D IVZ W@B

  • 09 0140 00 Karl R'll | Rader Rocholl

    Button Button Button Button Sth ☞Karl Wilhelm Louis Theodor R OCHOLL , Sohn des Wilhel m R OCHOL L [ 0 8 013 0 00 ] und seiner Gattin Louise R OCHOLL . Kar l war Landge-richtsrat zu Bonn . Bis zur Reife-prüfung besuchte er das Gym-nasium zu Essen . Es folgte eine einjährige Dienstzeit beim Fuß-Art.-Rgt. 10 zu Straßburg im Elsass (1883 Lieutenant, 1892 Lieutenant der Res.). Danach studierte er Rechtswissenschaft zu Freiburg im Brg., Straßburg im Elsass und Berlin . 1884 Refe- rendarprüfung, 1888 Assessor und Anstellungen bei verschiedenen Gerichten Westfalens , Ende der 1880er Jahre Assessor am Amtsgericht zu Cochem an der Mosel, 1896 Landrichter zu Elberfeld , 1903 Landgerichtsrat zu Bonn, 1913 wegen Krankheit in den Ruhestand. EP Marie Eberhardine ☞Cornelie R OCHOLL , geb. B AUER – deren Vorfahren vgl. AhLi 31 . Kinder zu Cond bei Cochem geboren ev.: ○ 0 9 014 0 01 Ilse , ★ 02.01.1891, † Cond bei Cochem 22.09.1893. ○ 0 9 014 0 02► 1 0 023 0 00 ☞Wilhelm Hermann , ★ Datum , † (_ ). ○ 0 9 014 0 03► 1 0 024 0 00 ☞ Luise , ★ 25.07.1895 , † (_ ) . Karl Rocholl (1858– 1914) [0 9 014 0 00] W@D NEXT BACK IVZ W@B

  • 14 0140 00 Ulrike R'll | Rader Rocholl

    . Sth Ulrike Charlotte R OCHOLL , Tochter des Dr. rer. nat. ☞ Martin Gottfried R OCHOLL [ 1 3 012 0 00 ] und seiner Gattin Dr. med. Ilse R OCHOLL , geb. T ESCH . Ulrike ist in Heidelberg aufgewachsen und hat dort auf dem althumanistischen Kurfürst-Friedrich-Gymnasium ihr Abitur gemacht. Danach Violinstudium zu Detmold . Nach dem Studium und einer verkürzten industriekaufmännischen Ausbildung hat sie bei der BAYER-AG in Leverkusen "für die Butter aufs Brot" (O-Ton Ulrike) im Büro gearbeitet und im großen Werksorchester " BAYER-Philharmoniker " die 2. Violinen angeführt.Nach 20 Jahren Bürotätigkeit baute sie ihre freiberufliche Musikertätigkeit so weit auf und aus, dass sie das Büro verlassen konnte. Sie war nun in erster Linie als Violinpädagogin, aber auch als Dirigentin eines Amateurorchesters tätig und gründete mit Musikerkolleginnen und -kollegen das "Immanuel-Streichquartett". Im Sommer 2018 hat sie sich aus dem turbulenten Rheinland zurückgezogen und lebt nun in Ostthüringen an der oberen Saale in einem idyllischen Dorf, wo sie sich in der Kirchengemeinde engagiert und neue Musikkontakte aufbaut. Ulrike Rocholl ( ★ 1964) [1 4 014 0 00] W@D NEXT BACK IVZ W@B

  • Anh 01-35d | Rader Rocholl

    A NHÄNGE N R. 01 BIS 35 C AUS DEM B UCH VON 1938 – – N R. 36 BIS 50 SIEHE HIE R . Die einzelnen Anhänge sind mit den laufenden Nummern als "An h 01 " bis "An h 50 " bezeichnet und unter diesen in der Stammfolge herangezogen und verlinkt. Die Reihenfolge der Vorgänge ab Anh 04 bis Anh 50 entspricht der zeitlichen Folge der Ereignisse. Anhang 01a A NHANG N R. 01 – Namensträger aus R ADEVORMWALD , die in die dargestellte Stammfolge nicht einzugliedern waren. A NHANG 01a. Einzelmeldungen oder mehr oder weniger bündige Zusammenhänge – aus den Rechnungsbüchern der reformierten Gemeinde zu Radevormwald – Männliche Namensträger Anh 1a Nr. 55-65 Anh. 1a Nr. 76-87 Weibliche Namensträger A NHANG N R. 01b.: Stammfolge des Adam R OCHOLL zu Radevormwald (der frühere Nebenzweig 04 [IV]) Anhang 01b St-tafel Joh. Adam R'll A NH. N R. 02 – Weitere Namensträger R OCHOLSBERG zu RvW (mit denen der Übersicht "Stammfolge R OCHOLSBERG " nicht zu verbinden) Anhang 02 A NHANG N R. 03 – Die Aufzeichnung einer alten Bibel und die alte Stammtafelzeichnung von Karl R OCHOLL [ 0 8 005 0 00 ] 5 Anfang des 20. Jahrhunderts, kurz nach Gründung des Familienverbandes, wurde diesem eine in Bremen bei einem Hausabbruch gefundene Kiste mit alten ROCHOLL schen Urkunden für 100Mk zum Kauf angeboten. Der Familienverband übernahm den kostbaren Schatz. Dieser bestand aus wichtigen familienkundlichen Papieren. Darunter war das bedeutendste Stück eine alte Bibel mit zahlreichen Eintragungen von Familiendaten. Sodann enthielt die Kiste ein Stammtafelzeichnung der Familie ROCHOLL , beginnend mit Berthold VON ROCKHOLL , Ritter auf Schloß ROCHHOLz , 1380 – 1440, außerdem eine Menge mehr oder weniger wichtiger Schriftstücke. Dieser außerordentliche Fund stammte zweifellos ursprünglich Kassel und kam durch den zu Kassel geborenen, späteren Bremer Kaufmann Karl ROCHOLL [ 0 8 00 5 00 ] nach Bremen. Von ihm gelangte er an seinen Sohn August ROCHOLL . Dieser starb kinderlos zu Bremen. Seitdem muss die Kiste , durch ein glückliches Geschick vor Vernichtung bewahrt, irgendwo ein stilles Dasein geführt haben. Fundstelle und weitere Umstände waren nicht festzustellen. Die oben erwähnte Zeichnung ist 110 x 55 cm groß und "stammbaum"artig dargestellt. Sie setzt sich, von dem Ritter ausgehend, mit einigen Zwischengliedern erstmals bis Gottschalk ROCHOLL [ 0 3 00 2 00 ] fort; zeigt weiterhin nur noch den KasselerZweig. In der höchsten Krone des Baumes Schwebt Karl ROCHOLL [ 0 8 00 5 00 ] mit seinen 7 Kindern. Im Zusammenhang mit den anderen Papieren kann mit Sicherheit geschlossen werden, dass sie von Karls Hand stammt. Er hat offenbar nicht nur regen Familiensinn gehabt, sondern sich auch forschend betätigt. Die Zeichnung, die alle Vorteile, aber auch Nachteile einer solchen Darstellungsweise aufweist, bring Wahrheit und Dichtung (die ritterliche Herkunft) mit sich.Wegen ihrer Größe und verblaßten Schrift eignet sie sich nicht zu verkleinerten Wiedergabe. Von dem unteren Teil (Ritter bis Gottschalk) befindet sich ein inhaltlich genauer Abdruck in der Stammtafel von Louis ROCHOLL . – Die Wichtigkeit und die sachliche Bedeutung des Familienschatzes verlangt eine genauere Darstellung des Hauptstückes: DIE BIBEL – Um den Beg riff "Bibel" in diesem Zusammenhang besser einzuordnen, siehe Weiteres unter "bibel.com " – Sie selbst ist anscheinend nicht mehr vorhanden, dagegen sind die wertvollen Aufzeichnungen mit einem Titelbild in der Urkundensammlung der Familie R OCHOLL verwahrt. Blattgröße 37½ x 24½ cm – vgl. " Stammtafel 1866 ". Die 1. Seite. Auf ihr hat sich der Erstere der Bibel, Adolph Wilhelm R OCHOLL [ 0 5 00 3 00 ] mit seinem Namen und folgenden Eintragungen verewigt: "1727: Diese biebel Kostet mit dem bandt 3 ... (unleserlich) forschet in der s chrift dan Sie ists, die Von mir Zeuget. " – Darunter folgt die Zahl 1740 und der Name Bernhardus R OCHOLL und schließlich als Abschluss der 1. Seite, die etwas beschädigt ist, anscheinend ein Spruch. Die Zahl 1740 wird das Jahr der Übernahme der Bibel durch den Sohn Bernhard sein, nachdem seine Mutter 1739 gestorben war. Eine spätere Hand, augenscheinlich die desselben Bernhard, nahm oben über dem Namen Adolph Wilhelm folgende Eintragungen vor: " Bernhard Rocholl mein seliger Groß Vatter [ 0 4 00 8 00 ] ist geboren 1645 im HERRR entschlafen 1708 alt 63 Jahr ruhet zu Radevormwald " und neben dem Namen Adolph Wilhelm: " Mein lieber Vatter Seel. erblickte das Licht dieser Welt 1680 den 20. Okt. starb sanft und selig 1737 den 10. July. Brachte also seine kurze Lebenszeit auf 57 Jahr und ruhet in Gott zu Lorbach. Ist verheiratet gewesen mit Christina Bruderin ao 1711. Mit eines lutherischen Predigers Tochter aus Elsa bärtig. Meine liebe Seel. Mutter starb 1724. " Die 2. Seite . Hier beginnt derselbe Bernhard, die Abstammung ab Gottschalk planmäßig darzustellen. Erfolgt die Wiedergabe der Eintragungen der oberen Seitenhälfte. Offensichtlich haben hier in jüngerer Zeit vereinzelt Ergänzungen stattgefunden, die der Schrift nach vermutlich von Bernhards Enkel Karl R OCHOLL [ 0 8 00 5 00 ] stammen. Sie lauten: Godschalck R OCHOL L Mein Uhr Groß Vatter Seel. Nachtrag: Tuchfabrikant in Radevormwald. ✶ 1591. † 1665. Bernhard R OCHOL L Mein Seel. Groß Vatter alt 63 Jahr starb 1708 sanft und Seel. und hinterließ Nachtrag: (zu Groß Vatter) in Radevormwald geb. 1645, (ferner) aus erster Ehe mit Margaretha B AUENDAH L †1693 (nämlich hinterlassen) Adolph Wilhelm R OCHOL L . Mein Seel. starb 1737 in Lorbach alters 57 Jahr. Nachtrag: Kaufmann in Lorbach geb. 1680 den 20. Oct. Bernhard R OCHOL L mein Oheim Prediger der Reformirten Gemeine zu Sagten verstarb seel. 1731 seines Alters 47 Jahr. Nachtrag: geb. 14. Apr. 1683 verehelicht mit Anna Catharina J ORRISSE N geb. 1692. Johannes R OCHOL L mein Schwieger Vatter starb 7.. Mertz 1760 ist gebohren 1689 den 9. Apr. Nachtrag: Bürgermeister. (hinter dem ✶ Datum) in Radevormwald. Anna Maria R OCHOLSBER G meine Schwieger Mutter ist gebohren 1693 28. Mertz. Peter R OCHOL L mein Oheim ist gebohren 1692 ist Seel. verstorben in Soest. Nachtrag: ✶ 1742 (was aber nicht stimmt, sondern 1754) verehelicht mit A NDERNACH (trifft ebenfalls nicht genau zu, sondern I. mit K ELLE R , II. deren Schwester verwitwete A NDERNACH ). Godschalck R OCHOL L mein Oheim ist Seel. verstorben zu Corbach. Nachtrag: geb. 1676, in Dänischen Diensten. Die untere Hälfte der 2. Seite ist wegen der erwähnten Beschädigung des Blattes überklebt. Die hier gemachten Eintragungen sind weniger wichtig, weil sie nicht von Bernhard [ 0 6 00 6 00 ], sondern von seinem Enkel Karl [ 0 8 00 5 00 ], also aus neuerer Zeit stammen. Auf den nächsten etwa 4½ Seiten (der Bibel) folgt der Kasseler Zweig, beginnend mit Bernhard und seinen Kindern. Anhang 03 A NHANG N R . 04 – Streit zwischen dem U R -P ETER [ 0 2 001 0 00 ] und Claß im G ARTENHAUS – vermutlich aus den Beyenburger Gerichtsakten – Anhang 04 Im heutigen Deutsch (1938) lautet die Urkunde etwa folgendermaßen: Peter R OCHOLL hat einen Hausplatz neben R OCHOLBERG s Haus von dem Witwer Peter S CHMITT und dessen Kinder gekauft. Nach Errichtung seines Neubaus machen Claß (= Nikolas) IM G ARTENHAUS und seine Miterben Rechte an dem Grundstück geltend und lassen es sperren. Peter R OCHOLL droht mit Rücktritt (Verzicht) vom Kauf und mit Schadensersatzansprüchen. Am 19.02.1590 wurde den Parteien eine Frist von 8 Tagen gestellt, wobei sich Peter S CHMITT gegen alle Koste und jeden Schaden verwahrt. Ob es zu der Aussprache gekommen ist, läßt sich nicht ersehen. Jedenfalls bestand der Streit noch am 17.06.1591. Hier bat Peter R OCHOLL um gerichtlichen Ausspruch seines ungestörten Eigentums, gestützt auf ein Abkommen des Rentmeisters. Dieses hatte ihm beim Erwerb vorgelegen. Nach Aufgebot dritter Berechtigter widersprach Claß IM G ARTEN HAUS . Seine Partei werde alsbald Geltendmachung ihrer Rechte aufgeben bei Androhung des Verlustes, im Falle dies nicht geschehe. A NHANG N R . 05 – Hausverkauf von S UNDERMANN an M UMHAGEN – siehe auch unter [ 0 3 002 0 91 ] – Archiv der evangelischen Gemeinde zu Düsseldorf – Urkunde Radevormwald A NHANG N R . 06 – Streit zwischen dem U R -P ETER [ 0 2 001 0 00 ] und Claiß K ÜPER – Lippisches Landesarchiv, Detmold. Nr. 172 – Brüchten des Ampts Bienburg Anhang 05+06 A NHANG N R . 08 – Verpachtung einer Wiese an Gottschalk M OLL – [ 0 3 002 0 91 ] – Archiv der reformierten Gemeinde zu Radevormwald – Anhang 07+08 A NHANG N R . 07 – Gottschalk M OLL – erwähnt unter [ 0 3 002 0 91 ] – Brüchtenprotokoll des Amtes Beyenburg – A NHANG N R . 09 – Erbvertrag M OLL [ 0 3 002 0 91 ] – aus dem Archiv der ref. Gem. zu Radevormwald – (vgl. hierzu " Frühgeschichte U R -P ETER ") Anhang 09 Im Deutsch von 1938 lautet die Urkunde etwa wie folgt: Nach dem Ableben von Hans M OLL hat dessen Witwe Margarethe sich geweigert, Zinsen und Unterhalt der Schwiegermutter Christine zu geben, zumal sie ja dazu nicht imstande, und dann mache sie geltend, daß sie ihre eingebrachte Mitgift, wie auch ihres seligen Mannes Brautschatz und Leibzucht aus den hinterlassenen Erbgütern zurückfordere. Hiergegen hat die Schwiegermutter Christine eingewendet, daß die Güter bei bestehender Ehe ihres Sohnes und Margarethes sich im Werte gesteigert, daß daher im Vergleich hierzu die genannte Forderung ihrer Schwiegertochter zurückgeblieben sei. Wenn man hierbei berücksichtigt, daß die Streitigkeiten beiderseits undenklich, auch nicht christlich billig sind, deshalb sei hiermit zu wissen, daß bewußte Christine und Margarethe sich dergestalt als Mutter und nach allen Wirrsalen vergleichen und nachfolgendermaßen vertragen, und zwar so, daß angezogene Margarethe das "Riggenhuß" halb mit hinterliegendem Garten und den dazu gehörigen Gerechtigkeit erblich haben und behalten soll.Ferner soll mit beider Einverständnis durch gute Leute festgesetzt werden, wie solches füglichsten geteilt werden möchte und danach soll das Los darum gezogen werden. Was sonsten die andere Halbscheit am besagten Hause und an allen übrigenErbgütern anbelangt, diese sollen besagter Christine von jetzt an wieder zum Eigentum eingehändigt werden mit der Maßgabe, daß sie darauf 750 Tlr., womit die Güter belastet gewesen, an nachfolgende Pensionen, als nämlich an Andreas L ÜNING s Erben 224 Tlr., ferner an Jorgen P ANTZER zu Lennep 53 Tlr., ferner an ihren Schwiegersohn Gottschalk R OCHOLL 85 Gulden abtragen und bezahlen soll. Wenn dann für Christine noch bleibt 58 Tlr. wegen ihrer Leibzucht, so hat solches seine Richtigkeit. Was sonst weiter ihre Schulden anbetrifft, die in bestehender Ehe mit Hans Moll gemacht sind, soll die Margarethe abstatten und bezahlen und hinfort keiner weiteren Handlung noch Forderung sich anmaßen. Weiter wurde abgeredet und vergleichen, das besagte Margarethe das Nachjahr mit Besamung des Mistes soll vorbehalten sein. Diese Punkte geloben beide Teile also stetig und fest bei 20Guldenpfennig Strafe zu halten und nachzukommen, alles ohne Einwendungen und Arglist. Zu Urkunde hierbei sind gewesen die ehrenwerten und ernsthaften A NH. N R . 10 - Schenkung von Gottschalk R OCHOLL [ 0 3 002 0 00 ] Archiv der ref. Gemeinde zu Radevormwald. Rechnungsbuch 1637/40 Anhang 10 Bernhardt Borstmann Hinrich Stutzberg Peter Ueminghauß Johannes Sudermann Jaspar Herminghuß Gottschalk Rocholl Gangolf von der Heide A NH. N R. 11 – H ERMANN -S TIFTUNG [ 02 001 05 ] u. [ 03 001 00 ] – Archiv der reformierten Gemeinde zu Radevormwald – Anhang 11 Und zum ferneren Zeugnis ist dieser Kontrakt zwei eines Inhalts durch den vorerwähnten Ueminghaus geschrieben und neben den anwesenden Herren und Freunden unterschrieben, so geschehen im Jahr 1632 den 6. Februar. Peter Ueminghauß Johannes Sundermann Jaspar Herminghuß Bernhardt Borstmann Gottschalk Rocholl Anhang 12 A NH. NR. 12 - C LAß-VON- D AHLHAUSEN- S TIFTUNG [ 03 0030 00 ] – Archiv der reformierten Gemeinde zu Radevormwald – A NHANG N R. 13 – P ACHTZAHLUNG FÜR EIN S TÜCK L AND AN DER H OHEN F AHR GELEGEN [vgl. Übersicht "R OCHOLSBERG "] – Archiv der reformierten Gemeinde zu Radevormwald – Anhang 13 Abschrift der Anmerkung zur Stammtafelübersicht " R OCHOLSBERG ": Christoph R OCHOLSBERG (04) zahlte 1643, 1651, 1664, 1669, 1683,1687 Pacht für ein Kirchenland" an der hohen Fahr". Nach seinem Tode (1688) setzte sein Sohn Petrus R OCHOLSBERG (05 02) die Zahlung fort und nach dessen Ableben der Bürgermeister Johannes R OCHOLL [ 05 006 00 ] - siehe oben. Er zahlte unter stets gleichbleibendem Titel und Betrag noch jahrzehntelang weiter. Hieraus ergab sich, dass Anne Maria R OCHOLSBERG [ 07 007 00 ] eine Tochter von Petrus R OCHOLSBERG war. Anhang 15 A NHANG N R. 14 – V OLLMACHT FÜR DEN P FARRER UND R ICHTER P ETER R OCHOLL (S OHN ) [ 0 3 001 0 00 ] ALS A BGEORDNETER DER G EMEINDE ZUR S YNODE S OLINGEN – Archiv der reformierten Gemeinde zu Radevormwald – Anhang 16 Anhang 17 A NH. N R. 17-20: J ÜL. B ERG- R v W, G ERICHTSBUCH N R. 1 A NHANG N R. 17 A NHANG N R. 16 – V ERHÖR VON a) G OTTSCHALK R OCHOLL [ 0 3 002 0 00 ] und b ) A DOLPH R OCHOLL DEM Ä LTEREN [ 0 3 003 0 00 ] – Archiv der lutherischen Gemeinde zu Radevormwald – Anhang 14 A NH. N R. 15 – V ERHÖR VON P ETER R OCHOLL (S OHN ) [ 0 3 001 0 00 ] – Staatsarchiv Düsseldorf – Anhang 18+19 A NHANG N R. 18 A NHANG N R . 19 Anhang 20+21 A NHANG N R. 20 A NHANG N R. 21 – B ESITZTUM VON P ETER AUF DEM BERG [ 0 4 002 0 00 ] – Archiv der reformierten Gemeinde zu Radevormwald – Anhang 22 A NHANG N R. 22 – B ESITZTUM VON A DOLPH R OCHOLL DEM J ÜNGEREN [ 0 4 009 0 00 ] – Archiv der reformierten Gemeinde zu Radevormwald – Anhang 23 A NHANG N R. 23 – K OPFSTEUERLISTEN VON R ADEVORMWALD VOM 22.01.1663 UND 30.09.1673 – Bergische Landstände V/34 im Staatsarchiv zu Düsseldorf – Die nachfolgenden Angaben stellen einen Auszug dar, soweit die Vorgänge für die Familiengeschichte ROCHOLL von Belang sind. Die zusätzlichen Bemerkungen in der rechten Spalte sind Erläuterungen. Nach diesen Listen wurden die Familien einschließlich deren Dienstboten nach Ihrer Kopfzahl besteuert, und zwar 1663 der Mann als Haushaltsvorstand mit 1 Rtlr., Frauen und Kinder mit je ½ Rtlr., Dienstboten zu einem geringeren Betrage; 1673 dagegen der Mann mit 3 Rtlr., eine selbständige Witwe mit 2 Rtlr., die anderen mit Bruchteilen eines Rtlrs. Für 1663 heißt es ausdrücklich, dass nur über 15 Jahre alte Personen erfasst werden. Für 1673 wird keine Altersbegrenzung genannt, jedoch scheint die selbe wie für 1663 angewandt worden sein. – Die für Radevormwald geltenden Listen von 1663 und 1673 sind von ein und derselben Hand geschrieben. Bl. (Blatt) bezeichnet die Seite des Buches, in welchem noch eine größere Anzahl Bergischer Städte mit ihren Kopfsteuern aufgeführt sind. A NHANG N R. 24 – E RBTEILUNG VOM H ÖLTERHOF 1677 – vgl. Stammfolge [ 0 4 005 0 00 ] (Bruchstück) Anhang 24 Anhang 25 A NHANG N R. 25 – P ETER (E NKEL ) [ 0 4 006 0 00 ] – B RUDER VON B ERNHARD R 'LL [ 0 4 008 0 00 ] UND W ILHELM Ü MINGHAUS [ 0 4 007 0 91 ] BEIDER S CHWAGER – Archiv der reformierten Gemeinde zu Radevormwald – Anhang 26 Anhang 27 A NHANG N R. 27 – B ERNHARD R OCHOLL [ 0 4 008 0 00 ] GEGEN P FARRER H OFIUS – Gemeindeprozessakten 1680/93 der ref. Gem. zu Radevormwald – A NH. N R. 26 – P ETER R OCHOLL (E NKEL ) [ 0 4 006 0 00 ] GEGEN DIE L UTHERISCHEN – aus einer Bittschrift an den Landesherrn. 1681 – Archiv der reformierten Gemeinde zu Radevormwald – A NH. N R. 28 – D REI B RIEFE DES B ERNHARD R OCHOLL [ 0 4 008 0 00 ] AN SOHN GOTTSCHALK [ 0 4 008 0 02 ] AUS DEN J AHREN 1705/6 – Gemeindeprozessakten 1680/93 der ref. Gem. zu Radevormwald – Anhang 28 Eine Ablichtung des Originalbriefes Nr. 3 befindet sich im Menü "Stammfolge" unter [ 0 4 00 8 00 ] Bernhard ROCHOLL A NH. N R. 29 – B RIEF DES SPÄTEREN P FARRERS B ERNHARD [ 0 5 00 4 00 ] AN SEINEN B RUDER GOTTSCHALK [ 0 4 008 0 02 ] – Gemeindeprozessakten 1680/93 der ref. Gem. zu Radevormwald – A NHANG N R. 32 – J USTIZBÜRGERMEISTER A DOLF W ILHELM R OCHOLL [ 0 6 007 0 00 ], ★ 1728 hat – nicht zuletzt dank seiner auch von Friedrich dem Großen anerkannten Leistungen – eine ungewöhnlich erfolgreiche Laufbahn hinter sich gebracht. Am 23.09.1802 wurde sein 50-jähriges Amtsjubelfest in einer weit über das sonstige Maß hinausgehende Weise in Stadt und Land gefeiert. Am 01.09.1812 konnte er 84-jährig im Kreise von 45 Kindern und Kindeskindern seine Goldene Hochzeit feier, und zwar – wie sein Schwiegersohn Konsistorialrat Karl BUSCH in seiner Rede hervorhob – "in bewundernswerter Fülle eines seltenen Berufs- und Tätigkeittstriebes , in ungewöhnlicher Körperkraft und bei heiterem und hellem Geiste". – In seinen nachgelassenen Aufzeichnungen befinden sich zahlreiche familiengeschichtliche Betrachtungen, die dem Bearbeiter der ersten Stammtafel, seinem Enkel dem Gerichtsrat Louis ROCHOLL zu Hagen, große Dienste leisteten. Dieser huldigt im Vorwort zu seiner Stammtafel seinem Großvater anläßlich der Wiedergabe der Lebensbeschreibung, "welche der würdige Greis in seinem 85. Lebensjahre über sich niedergeschrieben hat. In dem kindlich unbefangenen Rückblick au eine lange arbeitsvolle, mit Erfolg gekrönte Laufbahn gibt sich eine Rechtschaffenheit und Willenskraft, eine Strebsamkeit, eine Beruftreue, eine Frömmigkeit des Gemüts, in allem ein Charakter kund, zu dem wir Enkel als auf ein edles Vorbild in Verehrung emporblicken mögen." – Vergleiche auch die Aufsätze über ihn und über "Familiendruck-schriften" im Nachrichtenblatt Nr. 2 und 11. Hinweis Anhang 29+30 A NHANG N R. 30 – S TIFTUNG VON T AFELTÜCHERN – Archiv der reformierten Gemeinde zu Radevormwald – Über ihn sind aus Duisburg nur noch einige gelehrte Abhand-lungen (Dissertate) aus den Jahren 1733/34 bekannt-geworden. – Der Justizbürgermeister Adolph Wilhelm ROCHOLL , sein Zeitge-nosse, berichtet über ihn – wiedergegeben im Vorwort der Stamm-tafel von Louis ROCHOLL – wie folgt: " Der Peter ROCHOLL hinterließ 2 Söhne, Johann und Peter, welche beide auf der Universität Duisburg Prediger an der Hauptkirche daselbst wurden. Einer seiner (Johannes) Söhne studierte ebenfalls Theologie, er hatte aber fatalité, dass er bei seiner ersten Probepredigt stecken blieb, und er war nicht zu bewegen, die Kanzel wieder zu besteigen, ob es ihm gleich an gründlicher Wissenschaft in Sprachen und Theologie nicht fehlte. Er entfernte sich aber nach Leipzig zu sein em Oncle, welcher als ein reicher Mann ihn unterstützte und ihm Gelegenheit gab, nach Preußen zu reisen, wo er endlich zu Wilna Professor wurde." Der hier geschilderte und zunächst verunglückte Theologe war Petrus Christianus und der erwähnte Onkel der Bruder seiner Mutter, der 1742 verstorbene Kaufmann Johann Friedrich Ackermann zu Leipzig, der Petrus Christianus zu seinem Testamentsvollstrecker einsetzte und ihm und seinen Geschwistern eine reiche Erbschaft hinterließ. Von Leipzig ging Petrus Christianus 1742 nach Litauen. – Vgl. "Immanuel Kant, der Mann und sein Werk" von Karl Vorländer, Verlag von Felix Meiner, Leipzig, 1. Band, Seite 67: " Unserem Kant war als Lehrer der beiden älteren Söhne (des reformierten Pfarrers Andersch im litauischen Dorf Judtschen) schon ein cand. theol. ROCHHOLZ (?R OCHOLL ) vorausgegangen, dessen ausgezeichneten Unterricht der 2., 1732 geborene, Sohn in seiner Vita gerühmt hat. " – Hier handelt es sich ebenfalls um Petrus Christianus. Über sein Verbleib von 1747 - 1753 ist nichts bekanntgeworden. Anmerkung aus der RaRo 1938: Dafür, dass Peter Christian bis 1747 in Judtschen blieb, folgt die Fortsetzung des vorerwähnten Auszuges , welche lautete: "Da beide (nämlich Söhne) erst im Juli 1747, aus Rocholz' Unterricht entlassen, in das Joachimsthalsche Gymnasium zu Berlin aufgenommen wurden, so kann Kant frühestens im Sommer 1747 die Stelle in Judtschen angetreten haben und nur als Lehrer der drei jüngeren Söhne, die damals im Alter von 12, 11 und 8 Jahren standen, in Betracht kommen. Vergleiche schließlich "Geschichte der Reformierten in Altpreußen" von WACHHOLZ , wonach Petrus Christianus von 1763 bis zu seinem Tode Prediger von Gumbinnen war. Hier wurde er am 07.05.1763 dem französischen, reformierten Prediger ANDONG adjustiert. Nach der selben Quelle ist er von seiner Amtstätigkeit in Gumbinnen 10 Jahre polnischer Prediger zu Wilna gewesen. A NHANG N R. 31 P ETRUS C HRISTIANUS R OCHOLL [ 0 6 003 0 00 ] ★ 1713 Anhang 31 Anhang 32 A NHANG N R. 33 T ODESANZEIGE DES P ETER R OCHOLL [ 0 5 007 0 00 ] A NHANG N R. 34 – B RIEF DES L EHRERS J OHANN R OCHOLL [ 0 7 054 0 00 ] AN DAS K ONSISTORIUM ZU G EMARKE 1782 – Akten Mettmann (A I IVb 21) im Rheinischen Provinzial-Kirchen-Archiv zu Koblenz – Anhang 33 Anhang 34 A NHANG N R. 35a – H EIRATSURKUNDE DES P ETER R OCHOLL [ 0 7 054 0 00 ] – Kirchenbuch der ref. Gemeinde zu Neuenrade – *Anna Katharina Elisabeth hieß eigentlich Katharina Maria, denn so war sie urkundlich getauft worden. Sie wird sich die drei in der Urkunde genannten Vornamen wahrscheinlich nach ihrer Mutter, die so hieß, später zugelegt haben. – Auch bei ihrer 2. und 3. Eheschließung sowie in ihrer Sterbeurkunde wurde sie Anna Katharina Elisabeth bezeichnet. Anhang 35b Anhang 35a A NHANG N R. 35b – D I E REFORMIERTE K IRCHE ZU R ADE-VORMWALD NEBST F RIEDHOF VOR DEM B RANDE VON 1802 – Am Ende dieses Textes ein Verzeichnis der Prediger der Gemeinde – Der nebenstehende Plan ( mit Klick vergrößern – siehe auch unter " Frühgeschichte " ) zeigt den Grundriss der alten Kirche und die einzelnen Grabstellen innerhalb der Umfriedungsmauern des Kirchengrundstückes. Das Baujahr der Kirche ist unbekannt. In den letzten Jahren vor 1591, dem Gründungsjahr der refor-mierten Gemeinde, wechselte die Kirche (es gab damals nur eine) durch Übertritt des Hauptteils der Stadtbevölkerung zum Protestan- Ref. Kirche und Friedhof zu R ADEVORMWALD vor dem Brande von 1802 tismus fast kampflos zu den Reformierten hinüber. Im 30jährigen Kriege wurde sie ihnen 1628 wieder abge-nommen und erst 1651 zurückgegeben (vgl. " Frühgeschichte " unter " Radevormwald "). Am 24.08.1802 brannte sie zusammen mit der Stadt ab. Die in den ersten Jahren nach dem Brande wieder entstandene Kirche steht auf dem gleichen Platze, jedoch um Turmesbreite vom Markt abge-rückt. Turm und Markt liegen auf derselben Seite wie das Stadthaus. Die alten Kirchbücher der reformierten Gemeinde (die der lutherischen Gemeinde sind erhalten geblieben) fielen dem Brande zum Opfer, aber zahlreiche sonstige wichtige Urkunden blieben unversehrt, so auch eine Aufstellung (Rolle) der Grabstellen, nach der das nachfolgende Verzeichnis der Eigentümer entstanden ist. Die Linien-Nummern stehen oben und unten in der Zeichnung ( bitte auf das Bild zum V ergrößern klicken ) auf der Umfriedungsmauer, während die senkrechten Zahlenreihen die Grabbezeich-nungen der verschiedenen Linien darstellen.Es ist anzunehmen, dass die erwähnte Aufstellung auf dem laufenden gehalten wurde, und dass der Stand der Eigentumsverhältnisse für die Grabstellen vor dem Brande so war, wie ihn die nachfolgende Grabliste wiedergibt. In Bezug auf die Namensträger ROCHOLL ist folgendes zu sagen: Der Richter Johann Adolph R OCHOLL erscheint viermal, und zwar unter Linie 4 Nr. 5–6, Linie 8 Nr. 5–6, Linie 42 Nr. 13–14, Linie 44 Nr. 5–7. Er ist ein Vorvater des heutigen (1938) Remscheider Zweiges, in der Stammfolge Nr. [ 0 7 028 0 00 ] (alte Stammtafel Nr. 17a). Er war vom Hauptstamm nach Gottschalk in jener Zeit derjenige, welcher allein noch in Radevormwald wohnen geblieben war. Seine Kinder verstreuten sich dann auch gleich den übrigen Namensträgern in andere Gegenden. Die Wiederkehr seines Namens an vier Stellen dürfte vielleicht damit zusammenhängen, dass er die Gräber seiner verschiedenen Vorväter betreute. Es lebte jedoch noch ein weiterer Nachkomme von Gottschalk in Radevormwald, nämlich Bernhard [ 0 7 033 0 00 ] (alte Stammtafel 20f), ein Vorvater des heute (1938) noch in Radevormwald lebenden Fabrikantenzweiges. Er war indessen erst 1786 zugezogen (vgl. Anh. Nr. 36) und stammte aus Westhofen, wohin sein Vater Bernhard [ 0 6 015 0 00 ] (alte Stammtafel Nr. 8i), ausgewandert war, und wo dieser auch begraben wurde. Von den übrigen in dem Verzeichnis vorkommenden Namenst rägern ROCHOLL gehören zwei zu denen (Nr. 9 und 19), die nicht anzuschließen waren, die restlichen zu den früheren Nebenstämmen I und III. – (in Klammern die alten Stammtafel-Nummern aus 1866). 8. Linie Nr. 2 Johann Heinrich ROCHOLL an der Eich Stf. [ 0 8 071 0 00 ] (11ᴵᴵ b) 9. Linie Nr. 5–6 Johannes ROCHOLL von Elberfeld, vgl. Anh.-Nr. 1a lfd. Nr. 76–87 19. Linie Nr. 20–22 Arnold Wilhelm ROCHOLL , vgl. Anh.-Nr. 1a lfd. Nr. 55–65 21. Linie Nr. 3–5 Johann Peter ROCHOLL , Hulverscheid, Stf. [ 0 7 057 0 00 ] (4ᴵᴵ a) 42. Linie Nr. 18 Johann Peter ROCHOLL , Hulverscheid, Stf. [ 0 8 074 0 00 ] (11ᴵᴵ a) - oder umgekehrt 43. Linie Nr. 7–8 Johann Hinrich ROCHOLL , Hulverscheid, Stf. [ 0 7 059 0 00 ] (4ᴵᴵᴵ a). In dem nachfolgenden Verzeichnis der Grabstellen erscheinen im ganzen 132 – zum Teil häufig wiederkehrende – Namen von Familien, von denen viele mit der Familie ROCHOLL versippt waren. Anhang 35c 35c – V ERZEICHNIS DER E IGENTÜMER DER G RABSTELLEN VON R ADEVORMWALD VOR DEM B RANDE IM J AHRE 1802 A NHANG 35d – V ERZEICHNIS DER P REDIGER DER G EMEINDE VON 1591 – 1902 Anhang 35d F ORTSETZUNG DER A NHÄNGE

  • NaBl 31-40 | Rader Rocholl

    Historisches Nachrichtenblatt der Familie R OCHOLL Nummer 31 | Pfingsten 1941 Gesamtinhaltsverzeichnis Originalgetreuer Text des historischen Nachrichtenblattes der Familie R OCHOL L Nummer 32 | Weihnachten 1941 Gesamtinhaltsverzeichnis Siehe Hinweis bzgl. der Darstellung dieses NaBl in den News 003 Nicht fort, sondern hinauf sollt ihr Euch pflanzen. Nietzsche Im Auftrag des Reichsschrifttumskammer habe ich folgendes (in vorgeschriebenem Text) mit erster Gelegenheit bekannt zu geben: "Die Kriegswirtschaft erfordert die stärkste Zusammenfassung aller Kräfte. Diese Konzentration macht es erforderlich, daß mit dem heutigen Tage das Nachrichtenblatt der Familie Rocholl sein Erscheinen bis auf weiteres einstellt, um Menschen und Material für kriegswichtige Zwecke frei zu machen." Um die Verbindung innerhalb der Familie wenigstens in bescheidenen Grenzen aufrecht zu erhalten, werden künftig gelegentliche Mitteilungen an die Familienmitglieder erfolgen. Diese bis zum Wiedererscheinen unseres Blattes kommenden Nachrichten sollen später gesammelt gedruckt werden, um die unterbrochene Blattfolge zu vervollständigen. Die vermehrten Kosten wird der Familienverband auf sich nehmen. Jedenfalls liegt keine Veranlassung vor, die bisherigen Zahlungen einzuschränken oder gar einzustellen. Richard Rocholl Gefallen in Rußland Nun hat der Krieg im Osten auch aus unserer Familie zwei wertvolle Opfer gefordert. Die eingegangenen Anzeigen lauten: Mein geliebter Mann, unser lieber Pappi, Rechtsanwalt Dr. jur. Frank ROCHOL L , Leutnant in einem Inf.-Rgt. ist am 2. Juli im Alter von 32 Jahren bei einem Spähtruppenunternehmen für sein Vaterland gefallen. In tiefer Trauer: Lieselotte R OCHOL L geb. Wellmann, Dieter und Barbara ROCHOL L . Kassel Wilh., den 14.07.1941, Schloßteichstraße 15. Mein einziger Sohn Gottschalk Ludwig R OCHOLL , Abiturient, Kriegsfreiwilliger, Gefreiter und Truppführer in dem Kradschützen-Btl, der Vorausabteilung einer schnellen Panzer-Div., eingegeben zum E.K.II, ist am 05.10.1941 im eben vollendeten 20. Lebensjahre bei Tschebuschi, westl. Wjasma, gefallen. Begeistert und von hohen Idealen erfüllt, folgte er dem Befehl des Führers zum Kampfe gegen den Bolschewismus für des Vaterlandes Ehre und Freiheit. Sein besonderer Stolz war es, einer seit Kriegsbeginn höchst bewährten Division, die den Ehrennamen Gespensterdivision trug, anzugehören. Vorgesetzte und Kameraden schildern ihn als unerschrockenen, schneidigen Kameraden, mit ausgezeichneten soldatischen Eigenschaften. Bei dem unaufhaltsamen frontalen Vorgehen gegen ein Waldstück, nach erfolgtem Durchbruch im Rücken des Feindes, traf ihn und zwei seiner Kameraden aus nächster Nähe das tödliche Geschoß aus einem hervorragend getarnten Widerstandsnest. Er fan die letzte Ruhe an der Straße im Dorf Tschebuschi zwischen Jelna und Wjasma gelegen. In tiefer stolzer Trauer: Erich Rocholl, Major, z.Zt. Radevormwald, im November 1941. Die große Familie der RADER ROCHOL L ist stolz auf ihre beiden Helden, dankt ihnen für ihr tapferes Einsetzen im Kampf um Deutschlands Freiheit, wofür sie ihr Leben ließen, und wird ihnen ein treues Andenken bewahren. Andere Träger des Namens R OCHOL L von Richard R OCHOLL 3. Fortsetzung Stamm 4: R OCHOL L aus Freienohl, kath. Freienohl, östlich Arnsberg i. W., bildet die Heimat eines größeren selständigen Stammes R OCHOL L , der mit anderen der gleichen Gegend nicht zu verbinden war. Die anliegende Übersicht, die ich rechtzeitig habe herstellen lassen können, veranschaulicht in der Ausgangstafeldie Urfamilie R OCHOL L und in der Anschlußtafel die spätere Familie Rocholl. Die ersten Reihen der Ausgangstafel sind zum Teil auf Vermutungen aufgebaut, die dem Wunsch entsprachen, ein Bild darzustellen, wie sich die Urfamilie entwickelt haben könnte. Nach den bescheidenen Eergebnissen der zum Teil lückenhaften Kirchenbücher war es nicht anders zu malen. Die Anmerkungen zur Ausgangstafel erläutern etwas die gezogenen Schlüsse. Von der Anschlußtafel steht lediglich der kleine Zweig HUMPER T genannt R OCHOL L in einem Verwandtschaftsverhältnis zur Urfamilie, und zwar durch Abstammung von der 1. Gattin des Stammvaters Michael SCHÄFFE R , einer geborenen R OCHOL L . Die Hauptfamilie dieser Tafel dagegen stammt aus 2. Ehe S CHÄFFE R mit einer HEINE N , ist mithin mit der Urfamilie überhaupt nicht blutsverwandt, trägt daher – wenigstens nach heutigen Begriffen – den Namen R OCHOL L zu unrecht und müßte eigentlich S CHÄFFE R heißen.Es liegt also hier ein sehr ähnlicher Fall vor, wie in Müschede, wo die ganze Familie R OCHOL L heute BLUM E genannt werden müßte. Kein Anlaß ist spürbar für den Namenswechsel in Freienohl. Allein die Tatsache, daß Michael S CHÄFFE R in 1. Ehe mit einer R OCHOL L verheiratet war, scheint die Veranlassung gewesen zu sein, daß S CHÄFFE R den Namen R OCHOL L annahm oder von seinen Zeitgenossen so genannt wurde. Die Familie wohnt heute hauptsächlich in Freienohl. In der 2. Hälfte des vorigen Jahrhunderts und auch in neuerer Zeit fanden einige Abwanderungen in nördlichere Industriegegenden Westfalens statt. – Zum Schluß sein noch erwähnt, daß unser bewährter Mitarbeiter Landesrat Karl FIX in Münster i.W. dankenswerterweise einige Funde über Rocholl dortiger Gegend in den Steuerbüchern des alten Herzogtums Westfahlen im Stadtarchiv Arnsberg machte. so wird 1685 in Freienohl in der 3. Klse ein ROCHOLL ohne Vornamen zu 18 Gr. Steuer herangezogen, "dessen Fraw" zu 9 Gr., und zugleich wird in der untersten Klasse (der Armen, dar von nichts zu bekommen") ein Peter ROCHOL L angeführt. Das erstgenannte Ehepaar könnte IIc gewesen sein, während der Peter nicht zu vermuten war, weil in den Kirchenblättern kein R OCHOL L mit diesem Vornamen vorkommt. Und viele andere werden noch folgen. Urlaub aus Afrika Nach 7 Monaten Einsatzes in Afrika habe ich für ein paar Wochen Erholungsurlaub nach Deutschland. Heimat! Was bedeutet dieses Wort nicht alles für uns "Afrikaner"! Fluren und Wälder, Flüsse und Seen, Städte und rauchende Schlote, deutsche Menschen und all die Errungenschaften der Zivilisation, die wir so lange entbehren mußten. Schnell versinken die Dinge, die noch wenige Tage vorher dem Leben ihre Stempel aufdrückten: die sengende Hitze des Tages, die empfindliche Kälte der Nacht, der unerbittlliche Sandsturm, der Wassermangel, nicht zuletzt die Eintönigkeit der Landschaft. – Manchmal , wenn man auf Urlaub im Rundfunk die wohlbekannte Ansage hört: "... mit Richtstrahler nach Afrika", gehen die Gedanken zurück und voraus zu den Kameraden mit ihren Zelten und Panzern dort unten in der ewig weiten Wüste. Ich werde oft gefragt: "Was war eigentlich das Größte, was Du dort unten erlebt hast?" – Es gibt da nur eine Antwort: "Die Panzerschlacht bei Sollum!" – Damals waren wir in einer mondhellen Juninacht alarmiert worden, um den Tommy, der uns bis weit hinter Tobruk vertreiben wollte, im Gegenangriff zurückzuschlagen. – Spät nachts erreichten wir mit unseren Panzern den Bereitstellungsraum. Schlaf wurde, wie so oft, klein geschrieben, denn schon im Morgengrauen traten wir an, um die englischen Panzergeschwader, die in der Flanke der im Raum Sollum stehenden deutschenund italienischenTruppen gemeldet waren, zurück zu werfen. – Bald trafen wir auf den Feind. In harten, mehrmaligen Stößen wurden die zahlenmäßig überlegenden englischen Panzer zurückgeworfen. An diesem Tage stehhen Hunderte von Panzern im Kampf. Der Einbruch der Dunkelheit zwingt zur Unterbrechung des Gefechts, doch mit dem ersten Büchsenlicht geht es weiter. Wieder wird der Gegner hart angepackt. Langsam beginnt er zu weichen. Schon am Vormittag ist sein linker Flügel geschlagen.Dieser Tag war einer der heißesten, die wir in Afrika erlebten. Gegen Mittag ist es kaum noch in den Panzern auszuhalten. In der letzten Nacht hatte die Feldküche nicht vorgekonnt, so daß wir nichts zu trinken bekommen hatten. Wir waren daher gezwungen, unseren Durst mit dem lauwarmen, salzigen Wasser aus den Kanistern zu stillen. – Die Luft flimmert vor Hitze, über 600 Meter verschwimmt alles vor unseren Augen. – Nachmittags treten wir nochmals an. Bald haben wir den Halfaya-Pass und damit die von den Engländern eingeschlossenen deutschen Truppen erreicht. Noch hält sich ein Teil der Engländer. Mit seinen stärksten Panzern versucht er es zum letzten Mal. Und wieder greifen wir an. Fast alle Tommys bleiben im Feuer unserer Waffen liegen. Am nächsten Tag wir dem Gegner bei der Verfolgung manche Schlappe beigebracht. Am Abend dieses Tages kehren wir überglücklich, wenn auch totmüde, hungrig und drecküberkrustet, im Vollgefühl des Sieges mit unseren Panzern heim. – Der Abteilung, der ich angehörte, hatte keinen Panzer verloren, dagegen 36 feindliche zur Strecke gebracht. – Trotz aller Strapazen: es waren für mich die größten Tage in Afrika! Im November 1941 Nachtrag. Der Urlaub endete in der Heimat am 19. November 1941 und sollte mit einem fünftägigen Aufenthalt in Rom seinen Abschluß finden. Aber es kam anders. Bei Ankunft in Rom waren die neuen Kampfhandlungen ausgebrochen, da rief die Pflicht und hieß es schnellstens zurück zur Truppe. Es ging ohne Aufenthalt nach Brindisi, mit Flugzeug am Sonntag, den 23. November nach Athen und noch am gleichen Tage weiter nach Derna. gez. Rolf ROCHOLL Oberleutnant in einem Panzer-Regiment Richard ROCHOLL Stand der anderen Träger des Namen ROCHOLL nach Nachrichtenblatt 31 hierzu die Freienohler Familie mit zusammen: 448 211 659 Familiennachrichten 111 h Herr Ernst R OCHOL , Apotheker, Oelde i.W., und Frau Katharina geb. W ITTHU T am 03.11.1941 ein Sohn Hans Eberhard (Stammhalter) Eheschließungen: 120 b Herr Erich R OCHOLL , Fabrikant, Radevormwald, und Fräulein Dorothea Brösel aus Radevormwald am 16.10.1941 187 𝖨a Herr Wilhelm R, Verwaltungsinspektor, Berlin, und Fräulein Liselotte Weißmam 31.05.1941 57 c Frau Clara Rocholl geb. v. LANGENSCHWARZ, Wwe. des Landesgerichtsdirektord Otto Rocholl, am 29.05.1941 in Köln, 75 Jahre alt. 112 a Frau Helene MOOREN geb. Rochol am 28.04.1941 in Bochum, 77 Jahre alt. 116 f Herr WilliRourney, Fabrikant zu Barmen, Gatte der Elisabeth g. Rocholl, am 06.09.1941, 66 Jahre alt. 140 c Herr Rechtsanwalt Dr. jur. Frank Rocholl aus Kassel, Leutnant in einem Inf.-Rgt., gefallen in Rußland am 02.07.1941, 32 Jahre alt. 169 c Herr Gottschalk Rocholl aus Radevormwald, Gefreiter in einem Kradschützen-Btl., gefallen in Wjasma am 05.10.1941, 20 Jahre alt. 161 𝖨a Herr Regierungsdirektor i.R. Dr. jur. Arnold Rocholl, Berlin-Lankwitz, am 15.05.1941, 73 Jahre alt. Todesfälle: Geburten: Mitteilungen Es wir an die Zahlung des Mitgliedbeitrages für 1942 erinnert. RM 5,– bzw. RM 2,–. Zu diesen Nachrichten gehört eine Stammtafel Freienohl und eine Bildbeilage. NaBl 32 NaBl 33 Historisches Nachrichtenblatt der Familie R OCHOLL Nummer 33 | Pfingsten 1942 Gesamtinhaltsverzeichnis Historisches Nachrichtenblatt der Familie R OCHOLL Nummer 34 | Weihnachten 1942 Gesamtinhaltsverzeichnis NaBl 34 NaBl 35 Historisches Nachrichtenblatt der Familie R OCHOLL Nummer 35 | Pfingsten 1943 Gesamtinhaltsverzeichnis Historisches Nachrichtenblatt der Familie R OCHOLL Nummer 36 | Weihnachten 1943 Gesamtinhaltsverzeichnis Hinweis HR: Bei der Bildbeilage handelt es sich zum einen um eine Fotographie des Enkels des Oberregierungsrates Hermann R OCHOL L , Martin Bunge ( ★1923, X 1943) der in Charkow 20-jährig gefallen ist (Fam.-Gesch. [09 088 01] und zum anderen um div. Fotos über Rolf R OCHOL L Sohn von Richard R OCHOL L (Fam.-Gesch. [12 011 03]. Fotos siehe jeweils dort. NaBl 36 Historisches Nachrichtenblatt der Familie R OCHOLL Nummer 37 | Pfingsten 1944 Gesamtinhaltsverzeichnis NaBl 37 NaBl 38 Historisches Nachrichtenblatt der Familie R OCHOLL Nummer 38 | Weihnachten 1944 Gesamtinhaltsverzeichnis NaBl 39 Historisches Nachrichtenblatt der Familie R OCHOLL Nummer 39 | Weihnachten 1946 Gesamtinhaltsverzeichnis NaBl 40 Historisches Nachrichtenblatt der Familie R OCHOLL Nummer 40 | Weihnachten 1947 Gesamtinhaltsverzeichnis

  • 12 0180 00 Erwin R'll | Rader Rocholl

    . . . . . Sth Erwin R OCHOL L , Chauffeur zu Innsbruck , Sohn des Friedrich R OCHOL L [ 1 1 061 0 00 ] und seiner Gattin Bernhardine R OCHOL L , geb. D EHN . EP Anna R OCHOL L , geb. A PPENBÜHLE R . – weitere Daten über sie wurden nicht bekannt – Töchter [0 1, 0 2, 0 4] zu Innsbruck , [03] zu Mühlau gb. kath.: ● 1 2 018 0 01 Gertrude , ★ 18.02.1922 . ● 1 2 018 0 02 Gerlinde , ★ 21.02.1923 . ● 1 2 018 0 03 Elvera , ★ 17.07.1924 . ● 1 2 018 0 04 Charlotte , ★ 09.07.1925 , † Mühlau 16.03.1926. NEXT BACK W@D IVZ W@B

  • Frühgeschichte | Rader Rocholl

    Seitenanfang Basis-Stammtafel Radevormwald Vater d. Ur-Peter Der Ur-Peter Kinder d. Ur-Peters Peter (Sohn) Gottschalk Adolph Friedrich u. Hermann 02 0010 03 Friedrich 02 0010 05 Hermann Kinder von Peter (Sohn) Gottschalks Kinder Rochol(l)sberg Frühgeschichte 1 Frühgeschichte 2 F RÜHGESCHICHTE DER F AMILIE R OCHOLL Anm. HR zur Frühgeschichte der Familie R OCHOL L : Um irgendwelchen Unsicherheiten vorzubeugen, wird darauf hingewiesen, dass sich der nachfolgende Text sowie die Basis-Stammtafel der im Jahr 2019 getätigte Abschrift des Kapitels "Frühgeschichte" aus dem Buch von 1938 entstammt. Sofern n euere und zu korrigierende Forschungserkenntnisse bekannt werden, werden diese entsprechend eingearbeitet und – falls erforderlich – vermerkt. Basis-Stammtafel DIE BASIS -STAMMTAFEL – Zeichnung von R ichard R OCHOLL – Um einen festen Bau ausführen zu können müssen, müssen seine Grundpfeiler genau geprüft werden. – Die ersten Nachrichten der Familie ROCHOLL stammen nicht aus Kirchenbüchern, sondern aus anderen sehr mannigfaltigen Quellen, deren Ergebnisse verschiedentlich ineinander greifen. Ihre Behandlung im Rahmen der eigentlichen Stammfolge, in der das Datengerippe erscheint, würde verwirrend und unübersichtlich gewirkt haben und war daher nicht angängig. Zur klaren Einführung in die ersten Geschehnisse der Familie erfolgt diese Vorbetrachtung, in der die ältesten Urkunden untersucht und auch Orts- und Zeitgeschehen gestreift werden. Diese Vorbetrachtung beschränkt sich auf die ersten zwei bis drei Geschlechterreihen nach dem UR -PETER , abgesehen von kleinen Abweichungen wo es geboten schien, noch weiter zu gehen. – Im Anschluss hieran folgt wegen der Namensähnlichkeit mit ROCHOLSBERG eine kurze Besprechung dieser Familie. RADEVORMWALD Radevormwald Das heutige (2019) RADEVORMWALD mit seinen verschiedenen Ortsteilen, u.a. "R OCHOLLSBERG " © Morty - CC BY-SA 3.0 RADEVORMWALD ( siehe auch eine gute Geschichtsab-handlung in Wikipedia ) Der Name leitet sich von "Rodung vor dem Walde" ab. Ende des 16. Jahrhunderts war der Ort ein kleines, abseits der großen Verkehrsstraße gelegenes Landstädtchen mit gewerblichem Einschlag. Es hatte rund 3.000 Einwohner, davon etwa ein Drittel bis zwei Fünftel innerhalb der Stadtgemeinde einschließlich der Stadt-pfähle. Neben den ursprünglichen Handwerksberufen, deren Entstehung ein städtisches Gemeinwesen mit anliegender Landwirtschaft mit sich bringt, waren die Herstellung und das Färben von Tuchen bemerkens-wert. Im Jahre 1591 hatte der Pfarrer Adolph SUNDERMANN die Reformation (nach Calvin) in RADEVORMWALD eingeführt. Mit Ausbruch des 30-jährigen Krieges (1618) begann für die Stadt eine sehr harte Zeit ( vgl. die ergreifenden Schilderungen über die Vorgänge in RADEVORMWALD bis zur Beendigung des 30-jährigen Krieges in „Geschichte der ev. ref. Gemeinde zu RADEVORMWALD . Zur Feier ihrer vor 300 Jahren erfolgten Stiftung“ von Pastor Paul KIND , gedruckt von F.W. Försterin, RADEVORMWALD , 1891) . In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass sich die lutherische Gemeinde erst 1707 in R ADEVORMWALD bildete, die alt-lutherische in neuerer Zeit. SUNDERMANN sowie sein Amtsbruder Arnold POLLICH weigerten sich, ihr Bekenntnis zu widerrufen, wurden nacheinander (vgl. POLLICH 1626, SUNDERMANN 1629) verschleppt und mussten einen qualvollen Märtyrertod erleiden. Das gleiche Schicksal ist auch einem Kirchmeister widerfahren. Die Kirche wurde den Reformierten, obwohl sie in RADEVORMWALD die Überhand hatten, abgenommen und erst drei Jahre nach Beendigung des Krieges, am Palmsonntag 1651, wieder zurückgegeben. Im Westfälischen Frieden vom 24.10.1648 war vereinbart worden, dass diejenigen, welche die Kirche 1624 innegehabt hatten, sie behalten sollten. Das waren in RADEVORMWALD die Reformierten gewesen, wie durch beeidetes Zeugnis von angesehenen und vertrauensvollen RADEVORMWALDER Bürgern, die die Wirrsale des Krieges erlebt hatten, bekundet wurde. Unter den Vernommenen befanden sich auch die drei Brüder Peter (Sohn), Gottschalk und Adolph ROCHOLL ( vgl. Anh. 15 und Anh. 16 ) beeidetes Zeugnis von angesehenen und vertrauensvollen RADEVORMWALDER Bürgern, die die Wirrsale des Krieges erlebt hatten, bekundet wurde. R ADEVORMWALD vor dem Brande A: ref. Kirche, B: luth. Kirche, C: kath. Kirche, D: Schwelmer Tor, E: Frankfurter Tor, F: 2 Lindenbäume in dem Hof des Pfarrers E NGELS , wo dieser in den Flammen umkam. R ADEVORMWALD nach dem Brande 1802 A: die Ruinen der ref. Kirche, B: der luth. Kirche, C: die stehengebliebene kath. Kirche, D: einige hoch über die Stadtmauer hervorragende Schornsteine und Mauern. Die kleinen Ruinen können wg. der Stadtmauern nicht gesehen werden. (vgl. Anh. 36a ) Reformierte Kirche und Friedhof zu R ADEVORMWALD vor dem Brande – vgl.– Anh. 35b Kirche RvW DER VATER DES U R- P ETER [ 0 1 001 0 00 ] Die älteste Nachricht über einen ROCHOLL in Radevormwald stammt aus den Jahren 1590 und 1591 (vgl. Anh. 4 .) und betrifft den U R -P ETER und nicht seinen Vater. Erst eine spätere Meldung von 1599 (vgl. die Basis-Stammtafel am Anfang dieses Artikels sowie Anh. 6 ) gibt nachstehenden Hinweis über den Vater „ Muller vor der Brugge zu Bienb. “ (= Beyenburg ): Ob der Vater des U R -PETER s bereits ROCHOLL hieß, ist mindestens zweifelhaft; der Sohn ( UR -PETER ) führte den Namen als Familiennamen jedenfalls sicher. Die Familiennamen kamen in jener Zeit erst auf und bildeten sich aus verschiedensten Ursachen (vgl. Kapitel „ Allgemeines “ dort unter "2. Namen“ ) . Die Bezeichnung „ Muller vor der Brugge “ deutet in erster Linie darauf hin, dass der Vater Müller vor der Brücke zu Beyenburg war. In der Urkundensammlung der Familie ROCHOLL befindet sich Briefwechsel und Auszüge über die Feststellungen der Beyenburger Mühlen und ihrer Besitzer, aus denen sich aber bislang keine festen Ergebnisse ableiten ließen. Der Vater könnte nach seinem Beruf auch Müller geheißen haben, doch lässt sich darüber nichts Sicheres sagen, da über ihn sonst nichts bekannt geworden ist. Jedenfalls ist er – leider ohne überlieferten Vornamen – als Stammvater der Familie unter der Bezeichnung „ MULLER VOR DER BRUGGE ZU BIENB . “ anzusehen. Nach der Urkunde hat er offenbar 1599 noch gelebt, und er könnte, wenn man 1565 als Geburtsjahr des U R -P ETER ansetzt, um 1535 geboren sein. Vater d. Ur-Peter Der Ur-Peter DER U R- P ETER [ 0 2 001 0 00 ] Nach dem Vorangegangenen dürfte seine Wiege nicht in Radevormwald gestanden haben, sondern in Beyenburg Er siedelte sich in Radevormwald an und ist der erste bekannt gewordene Träger des Familiennamens R OCHOLL überhaupt. Bei den bereits erwähnten beiden ersten Vorgängen vom 19.2.1590 und 17.6.1591 handelt es sich um einen Rechtsstreit über ein Grundstück des UR -PETER , wobei sich sein Widersacher „ CLAS IM GARTERHAUß “ erweist (Abschrift über diesen Streit siehe nachstehend) . Ob Clas damals schon sein Schwager war oder es erst später wurde, ist allerdings fraglich. Aus den Urkunden geht zum mindesten hervor, dass der U R -P ETER neben einem Grundeigentümer mit Namen ROCHOLSBERG ein Haus baute. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird hiermit – zumal auch nach den Geburten seiner Kinder zu urteilen – die Gründung eines eigenen Hausstandes, das heißt sein Eintritt in den Ehestand, verbunden gewesen sein, so dass sein Geburtsjahr um 1565 gelegen haben könnte. Weiterhin ist ein Gerichtsurteil aus dem Jahre 1599 (nochmals hier der Verweis auf den nachstehend wiedergegebenen "Streit zw. dem UR -PETER und Claiß KUEPER “ - auch dargestellt in Anh. 6 ) erwähnenswert, das für die Beweisführung hinsichtlich des Vaters des Ur-Peter auch bereits angezogen wurde. Hiernach war es U R -PETER s Gattin eine mit Vornamen unbekannt gebliebene Schwester des Claiß KUEPER verheirateten Drude (Gertrud) MEUTERS ( Munters ). Beide Schwäger geraten erneut, und zwar diesmal als Erben nach dem Ableben ihres Schwiegervaters Sibell M EUTERS ( Munters ), Schuhmacher zu Radevormwald, über ein Haus in Meinungsverschiedenheiten. Beide Teile, das heißt der UR -PETER und Claiß mit seiner Frau, werden wegen Ungebühr in eine Ordnungsstrafe von 3 Gulden genommen. Ein anderer Vorgang, gleichfalls von 1599 (vgl. Anh. 5 , „Hausverkauf von SUNDERMANN an MUMHAGEN “) , gibt Kunde vom Verkauf eines Hauses „ Das Newenhauß “ genannt und zwischen den Grundstücken der vorgenannten feindlichen Schwäger gelegen. Verkäufer ist der damalige Pfarrer Adolph SUNDERMANN , Ersteher sind die Eheleute Wilhelm und Wilhelmine MUMHAGEN . Diese Nachricht besagt mehr als es den Anschein hat. Das zeitweise Nebeneinanderwohnen von SUNDERMANN und dem U R -PETER scheint die Ursache einer engen Freundschaft gewesen zu sein. Sie äußerte sich später dadurch, dass der U R -P ETER langjähriger und tatkräftiger Kirchmeister unter SUNDERMANN wurde. Wahrscheinlich erlitt er dasselbe Schicksal wie jener, wie noch im Folgenden näher ausgeführt werden wird. Urschrift über den Streit zw. dem UR- PETER und Claiß KUEPER Abschrift nebenstehender Urkunde über den Streit Text: Lippisches Landesarchiv, Detmold Nr. 172 Brüchten des Ampts Bienburgh Die Erbgenamen weilandt Sibylle Schuhmachers zu Radt, der Mullersche Sohn vor der Burgen eins, und Drude Meuters (Munter) sampt ihren Zuständern anderenteils, haben allerhand Tathandlung mit vermeintlichem Opprorhenderen der Possession, des hinterlassenen Hauses allda begangen, also daß daraus groß Wappengeschrei und Ärgernis in der Nachbarschaft entstanden. Peter Muller vor der Burgen zu Biene. (Beyenburg) 3 ggl. Rockholl zu Radt Drude Meuters (Munters) und Claiß Kueper 3 ggl. J edoch hat die angeführte Nachricht noch eine andere Bedeutung: Mit „ Newenhauß “ ist zweifellos einem bestimmten Gebäude der Name „neues Haus“ verliehen worden, ein Name, der nach 33 Jahren in einem Erbteilungsvertrag (vgl. Anh. 9, „Erbvertrag M OL L “ ) in sehr ähnlicher Form, nämlich „ Riggenhuß “, wiederkehrt. – Nach der angezogenen Urkunde setzt sich die Witwe Christine M OLL , anlässlich des Ablebens ihres Sohnes Hans, mit dessen Witwe, also dessen Schwiegertochter Maragrete M OL L auseinander. Ihr Schwiegersohn Gottschalk R OCHOLL , Ehegatte ihrer Tochter Maragrete , wird in dem Vertrag als Gläubiger gleichfalls erwähnt. Christine war mit Gottschalk M OLL verheiratet gewesen, was aus einem Pachtvertrag vom 10.4.1615 hervorgeht. Bei der Auseinandersetzung teilen sich die beiden Witwen in ein „ Riggenhuß “, offenbar das von dem Ehepaar M UMHAGEN einstmals (1599) erworbene „ Newenhauß “. Macht man diese Annahme, so ergeben sich die weiteren Folgen zwangsläufig. Die Christine war eine Tochter des Ehepaares M UM-HAGEN , verheiratete sich mit Gottschalk M OLL , und beide wurden Mit-bewohner und Erben des „ Newenhauß “, auch „ Riggenhuß “ genannt. Dieses lag aber bekanntlich zwischen den Häusern des U R -P ETER und seines Schwagers Claiß K UEPER . Es wohnten also der U R– P ETE R und Gott schalk M OLL Haus an Haus. Wenn wir nun finden, dass die Tochter des Gottschalk M OLL einen Gottschalk R OCHOLL zum Manne hatte, ist der Schluss nicht fernliegend, dass er der Sohn des U R– P ETER gewesen ist. Margarete M OLL und Gottschalk R OCHOLL waren nebeneinander aufgewachsen und ein Paar geworden. Ja, Gottschalk M OLL wird bei der Taufe des Sohnes Gottschalk seines Freundes und Nachbarn Peter R OCHOLL Gevatter gestanden haben. Der erwähnte Rechtsvertrag (vgl. Anh. 8 : „Verpachtung einer Wiese an Gottschalk M OLL “) lässt auch deutlich erkennen, dass Gottschalk M OLL seinen Färberberuf auf seinen Schwiegersohn Gottschalk R OCHOLL übertragen hat; sein Patenkind wird also wohl bei ihm in der Lehre gewesen sein. Auch andere Gründe machen es beinahe zur Gewissheit, dass Gottschalk R OCHOLL der Sohn des U R -P ETER s war. Zunächst ist neben dem U R -P ETER kein anderer Träger des Namens R OCHOLL vorhanden, der als Vater in Frage käme. Da der U R -P ETER ja von auswärts zugezogen war, kann das nicht Wunder nehmen. Dann nennt Gottschalk seinen ältesten Sohn PETER , was durchaus auf einen Großvater PETER schließen lässt. Weiterhin macht Gottschalk Ansprüche geltend an die Nachkommen des Pfarrers POLLICH , die auf Darlehen in der Verfolgungszeit zurückgehen. Darlehen hat aber wohl nur der Kirchmeister PETER R OCHOL L (der U R -P ETER ) dem bedrängten Geistlichen oder seiner Familie und nicht der junge Gottschalk gegeben, der nur die Ansprüche – doch von seinem Vater – geerbt haben wird. So treten eine ganze Reihe von Umständen zusammen, die in ihrer Häufung die Abkunft des Gottschalk vom U R -P ETER zur Gewissheit machen und damit auch die mehrerer anderer gleichzeitig mit ihm lebender Namensträger. Diese werden ausschließlich als Brüder (vgl. Anh. 11 , „Hermann-Stiftung“ ) bezeichnet, wie P ETER und Hermann , oder sie werden durch gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb, wie Gottschalk und Adolph , oder durch Spuren von familiären Beziehungen, wie P ETER und Gottschalk , als Brüder ausgewiesen. Die Familienüberlieferung spricht ausdrücklich von Brüdern Gottschalk s, wenn sie auch an anderen Orten gelebt haben sollen. Der U R -P ETER heiratete, wie bereits erwähnt, um 1590/91. Es wurden geboren (errechnet nach den Verhören – vgl. Anh. 15 , „Verhör von Peter ROCHOL L Sohn“ und Anh. 16 , „Verhör von Gottschalk und Adolph ROCHOLL dem Älteren “ ) : 1592 P ETER ( Sohn ), 1593 Gottschalk und 1600 Adolph. P ETER (Sohn) nennt seinen mutmaßlichen einzigen Sohn P ETER (der spätere „ auf dem Berg “), und in der Adolph-Linie spielt der Name Peter (als Peter Bäcker der Ältere und Jüngere ) eine große Rolle. Dass P ETER (Sohn) (vgl. Anh. 15 – wie vor) , Gottschalk und Adolph (vgl. Anh. 16 – wie vor) nach dem Dreißigjährigen Kriege eidlich über die kirchlichen Zustände in Radevormwald werden, mag wohl damit zusammenhängen, dass sie als Söhne des Kirchmeisters jener Tage am besten Aussagen konnten. – Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass zu den genannten Brüdern aus ähnlichen Erwägungen ohne Zweifel noch ein Friedrich gehörte, von dem noch gesprochen werden wird. Die vorgebrachten Gründe stellen keine zwingenden, untrüglichen Beweise dar, machen aber die Sachlage in einem Maße wahrscheinlich, dass sie der Darstellung zugrunde gelegt werden können. Über das berufliche Wirken des U R -P ETER lässt sich aus den kurzen, den Rechnungsbüchern der reformierten Gemeinde entnommenen Meldungen sagen, dass er Handelsmann im weiteren Sinne war und dabei auch seine Gemeindemitglieder unter anderem mit Schuhwerk versorgte. Dieses Handwerk wird er von seinem Schwiegervater Sibell MEUTERS ( Munters ), der als Schumacher bezeichnet wird, übernommen haben. Kirchmeister war er 1605/06 und 1619, oberster Kirchmeister vermutlich 1612-1617, bestimmt jedoch 1614/15. In diesen Jahren heißt es: „1615 item Peter R OCHOLL seiner Arbeit zu gedenken 10 Thaler.“ – So hat sich der U R -P ETER wohl wegen seiner Tüchtigkeit und seines einsatzbereiten Mutes eine angesehene Stellung in der Gemeinde verschafft und sich und seinen Nachkommen den Eintritt in die Kreise der Ratsverwandten ermöglicht, das heißt zu den Familien, die in einem gewissen Kreislauf die städtischen und kirchlichen Ehrenämter, wie Bürgermeister, Richter, Schöffe, Kirchmeister, Provisor usw. verwalteten und zur Oberschicht der Bevölkerung zählten. Der U R -P ETER bestätigte sich als Kirchmeister, Peter (Sohn) mehrfach als Bürgermeister, Richter und Ältester, Gottschalk und Adolph als Provisor, Peter (Enkel) wiederholt als Bürgermeister und so fort. Ob der U R -P ETER der mit den beiden Pfarrern verschleppte und gleichfalls getötete Kirchmeister war (wie es von einem Kirchmeister behauptet wird), ist nicht erwiesen, aber sehr wahrscheinlich. Als Kirchmeister, Freund und Helfer von SUNDERMANN , war er den Gegnern der Reformierten in Radevormwald zu mindestens stark verdächtig. Den Ausschlag für seine Festnahme wird vielleicht die Tatsache ergeben haben, dass er ein Abwehrschreiben vom 04.03.1626 neben verschiedenen Einzelunterzeichnern nicht nur für sich, sondern auch für zwei andere, die wahrscheinlich des Schreibens unkundig waren, unterschrieben hat. In diesem Schreiben verwahrten sich die Reformierten dagegen, dass sie die Veranlassung gegeben hätten zu Schlägereien zwischen Soldaten und katholischen Bürgern einerseits und den Reformierten anderseits wegen des gemeinsamen Gebrauchs der Kirche und den Besitz des Kirchenschlüssels. Die letzten Unterschriften lauten wörtlich: „ Claß KUEPER (wiederum sein Schwager), Peter R OCHOLL so auch geschriewen, Gangolf von der Heide, Joh. Graffweg . Ich Peter R OCHOLL vor die beiden unterschriewen. “ – Hiernach hatte man ihn wohl als den geistigen Urheber der Eingabe angenommen. DIE K INDER DES U R- P ETERs Vor näherem Eingehen auf die Nachkommenschaft des UR -PETER wird auf die Kopfsteuerlisten mit Erläuterungen (vgl. Anh. 23 , „Kopfsteuerlisten von Radevormwald vom 22.01.1663 und 30.09.1673" ) besonders hingewiesen. Sie geben ein aufschlussreiches Bild über die Familienverhältnisse und manches andere. Da sie erst in neuster Zeit (bezogen auf 1938) bekannt wurden, waren sie nachträglich eine willkommene Ergänzung und Bestätigung für gefällte Entscheidungen. Kinder d. Ur-Peters Peter (Sohn) P ETER (SOHN) [ 0 3 001 0 00 ] Trotz der wenigen Nachrichten über ihn tritt er doch als scharf ausgeprägte Persönlichkeit hervor. Seine besten Mannesjahre und zugleich sein ganzes Wirken fielen in die Wirrnisse des Dreißigjährigen Krieges , in dem es sicher nicht einfach gewesen ist, Ämter wie das des Bürgermeisters, des Richters und des Gemeindeältesten zu verwalten. Die „Hermann-Stiftung“ (vgl. Anh. 11) aus der sich sein Bruderverhältnis zu Hermann erklärt, zeugt aber auch von seinem Brudersinn und seiner Mildtätigkeit. Sie bestimmt als die Zeit seines Ablebens das Jahr 1652. Aus anderer Ursache wird auf sie noch zurückgekommen. – Sein mannhaftes Eintreten für seine Vaterstadt erwarb ihm das volle Vertrauen seiner Mitbürger. Er wurde neben dem Pfarrer der reformierten Gemeinde zu dem schweren Gang zur Synode in Solingen am 16.4.1646 (vgl. Anh. 14 : „Vollmacht für den Pfarrer und den Richter Peter ROCHOL L Sohn, als Abgeordnete der Gemeinde zur Synode Solingen“) ausersehen und am 04.04.1648 als bester Sprecher zum Verhör über die Religionsverhältnisse in Radevormwald um 1624 ( vgl. Anh. 15 : „Verhör von Peter ROCHOL L Sohn“) nach Solingen abgeordnet. Über Namen und Daten seiner Gattin ist nichts bekannt geworden. Nach der Eheschließung seiner Tochter Margaretha im Jahre 1652 zu urteilen, wird er vor 1625 geheiratet haben. G OTTSCHALK [ 0 3 002 0 00 ] Er galt früher nach der alten Stammtafel von Louis R OCHOLL als Stammvater der Familie. Noch jetzt (Anm. HR: 1938) bildet seine Nachkommenschaft den weitaus größeren Hauptast neben den kleineren seines jüngeren Bruders Adolph . Die über ihn, Gottschalk , bekannt gewordenen Nachrichten lassen ihn klar hervortreten. Er war hauptsächlich Geschäftsmann, Tuchmacher und Färber. Diesen Beruf hatte er, wie bereits erwähnt, von seinem Schwiegervater Gottschalk MOL L übernommen ( vgl. Anh. 8 : „ Verpachtung einer Wiese an Gottschalk MOLL “) . Von seinem Opfersinn zeugt eine Schenkungsurkunde ( vgl. Anh. 10 : „Schenkung von Gottschalk ROCHOLL “) . Wenn er auch nachweisbar 1638 Provisor der reformierten Gemeinde war und 1651 als Zeuge über die Religionsverhältnisse in Radevormwald um 1624 verhört wurde (vgl. Anh. 16a Nr.6: „Verhör von Gottschalk und Adolph ROCHOLL dem Älteren – Godtschalk ROCKOLT “) , so tritt er sonst im öffentlichen Leben weniger hervor, als beispielsweise sein älterer Bruder Peter (Sohn) . Es lassen sich nur Vermutungen anstellen wann Gottschalk seine Ehe mit Margaretha MOLL schloss. 1632 war er jedenfalls verheiratet (vgl. Anh. 9 : „Erbvertrag MOLL “) . Zu dieser Zeit stand er im 39. Lebensjahr. Bei der zeitlichen Schätzung seiner Eheschließung ergeben sich unter Berücksichtigung des Heiratsalters seiner Frau, ihrer dem Alter nach begrenzten Zeugungsfähigkeit und der Tatsache, dass der jüngste Sohn Bernhard erst 1645 geboren wurde, die Jahre 1620 bis 1622. Andererseits kommt als späteste Zeit das Jahr 1624 in Betracht, und zwar nach der mutmaßlichen Geburt seines ältesten Kindes Christine , wie im Nachfolgenden noch näher ausgeführt werden wird. Nach allem wird eine lose Festlegung auf 1620 bis 1624 der Wahrscheinlichkeit nahekommen. Gottschalk A DOLPH [ 0 3 003 0 00 ] Adolph Im Verhör von 1651 (vgl. Anh. 16b , Nr. 7: „Verhör von Gottschalk und Adolph ROCHOLL dem Älteren – Adolff ROCKHOL sagt ...“) bezeugt Adolph eingangs, dass er 1600 geboren wurde und 1625 geheiratet hat. Um die Weiterentwicklung nach ihm darzulegen, bedarf es, abweichend von vorangegangenen Fällen, einer gleichzeitigen Betrachtung von Adolph, seinem Sohn und seinem Enkel, zumal diese auffallend schnell hintereinander folgen. Hierzu wird auf die Kopfsteuerlisten (vgl. Anh. 23 , Bl. 92, 95 und 236) und die „ Claß VON DAHLHAUSEN –Stiftung " (vgl. Anh. 12) hingewiesen. Diese Quellen ergeben zwangsläufig folgendes Datenbild, denn diesem liegt die Tatsache zugrunde, dass der Enkel Peter (Bäcker) 1663 mindestens 15 Jahre alt gewesen sein muss ( vgl. Anh. 23 , Bl. 95) : Adolph der Ältere , ★ 1600, † vor 22.1.1663; ⚭1625 mit Entgen (? VON DAHLHAUSEN ), ★ (_), † nach 22.1.1663. D eren Sohn: Adolph der Jüngere , um ★ 1626, † zwischen 1673 und 1678, um ⚭1646 mit Margarethe ★ (_), † um 1682. Deren Sohn wiederum: Peter (später genannt Peter Bäcker ), ★ um 1647, †19.1.1695, ⚭ vor 1673 mit Margarethe ★ (_), † 29.01.1697 (Diese Nachricht ergibt sich aus einer anderen Quelle – Anm. HR: Quelle unbekannt ) . Für die ehemals von Claß VON DAHLHAUSEN eingeführte Stiftung tritt nach seinem Tode zunächst Adolph der Ältere in seiner Eigenschaft als Schwiegersohn im Jahre 1638 ein. Als solcher ist er nach den allgemeinen Erfahrungen in der Auslegung solcher Vorgänge (nämlich Fortsetzung der Zahlung) mit großer Wahrscheinlichkeit anzusehen. Er zahlt nachweisbar alljährlich bis 1660/61 weiter und vermutlich noch bis zu seinem vor dem 22.01.1963 erfolgten Tode. Ab 1660/61 fehlen die Rechnungsbücher bis 1678. Von diesem Zeitpunkt setzt Adolphs Witwe die Zahlung der Stiftung fort. Die Frage welche Witwe weiter zahlt, Entgen ( des Älteren ) oder Margarethe ( des Jüngeren ), ist ungelöst, aber auch nicht so wichtig. Da Peter (Bäcker) als Enkel die Stiftung 1682 übernimmt, ist mit einiger Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass sie nach dem Ableben von Adolph dem Älteren der Jüngeren fortsetzte und nach ihm 1678 seine und nicht des Älteren Witwe. Entscheidend jedenfalls dafür, dass sich die Auszahlung der Stiftung vom Vater wahrscheinlich auf den Sohn, bestimmt aber auf den Enkel forterbte, ist ihr immer gleicher Wortlaut und gleicher Betrag auch in späterer Zeit, in der dieselbe Stiftung immer wieder eine Rolle spielt. Auch die übrigen vorliegenden Meldungen lassen keine Trennung in der Behandlung von Vater, Sohn und Enkel zu. Die erste besagt, dass Adolph der Ältere und der Jüngere mehrere Male aus den „Burger-Zwanckmullen“ Erträgnisse entnehmen, und zwar der Ältere am 11.01. Weizen, am 08.02. Hafer und Breimehl, am 16.08. Korn, am 05.09. Hafer, am 14.11. Breimehl, und der Jüngere am 13.06. Korn und Malz und am 19.09. ebenfalls Korn und Malz. Hiernach hat es den Anschein, dass Vater und Sohn – vielleicht gemeinsam – Bäckerei betrieben. Adolph der Ältere lieferte sogar am 05.03.1643 auf Kosten der Gemeinde für 4 Gulden, 14 Albus Brot an die Armen. Der Jüngere nahm vielleicht – wegen des Malzbezuges – Branntweinbrennerei hinzu. Das ist umso wahrscheinlicher, als dessen Sohn, Peter (Bäcker) als Branntweinkrämer in den Kopfsteuerlisten (vgl. Anh. 23 , Bl. 236) bezeichnet wird. Bäckerei und Branntweinkrämer waren in jener Zeit häufig verbunden. Die weiteren Nachrichten lassen nicht recht erkennen, ob darin Adolph Vater oder Sohn gemeint ist. Neben einigen Erbangelegenheiten, die Forderungen und Zahlungen betreffen, handelt es sich am 12.06.1662 um die Teilnahme eines Adolphs am Sendgericht zu Radevormwald und am 15.11.1662 um die betrübliche Tatsache, dass ihm von einer Frau „Kappes“ (= Weißkohl) gestohlen wurde. Dieser Vorgang hat zwar keine familienkundliche Bedeutung, doch wäre der Zeitpunkt dann bemerkenswert, wenn der Leidtragende der am 22.01.1663 als bereits verstorben erkannte Adolph Vater gewesen sein sollte. In diesem Zusammenhang ist noch die weitere Entwicklung nach Adolph dem Jüngeren zu verfolgen. Er hatte außer dem bereits behandelten Sohn Peter (Bäcker) wahrscheinlich noch 2 Kinder: Eine Nachricht besagt: „Am 13.10.1666 erscheint Adolph R OCHOLL im Namen seiner Tochter vor dem Stadtgericht: “Der Vorname dieser Tochter ist nicht bekannt geworden. Sie war vermutlich mit Arnold ROCHOLSBERG verheiratet, was aus der „ Claß VON DAHLHAUSEN– Stiftung “ geschlossen wurde. Diese setzte, wie bereits erwähnt, nach Adolph dem Jüngeren seine Witwe bis 1682 fort, danach ihr Sohn Adolph Peter (Bäcker) bis zu seinem Ableben 1695, dann (1697 – 1699) dessen Kinder und 1700 Arnold ROCHOLSBERG bis zu seinem Tode 1717. Der Wechsel von 1700 ist nur so zu erklären, dass die Kinder von Peter (Bäcker) die Weiterzahlung – vielleicht aus wirtschaftlichen Gründen – einstellen mussten und ihr besser gestellter Onkel, der Bürgermeister und Richter Arnold ROCHOLSBERG , sich veranlasst sah, diese Familienüberlieferung aufrechtzuerhalten, dass heißt im vorliegendem Fall, hier einzuspringen. Aus diesen Vorgängen wurde wenigstens die erwähnte Eheschließung gefolgert. Da die Hochzeit bereits am 17.05.1679 stattfand, so kann Arnold R OCHOLSBERG nur Schwager, keinesfalls Schwiegersohn von Peter (Bäcker) gewesen sein. Als 3. Kind von Adolph dem Jüngeren wurde Adolph eingeordnet. Seiner Eingliederung an dieser Stelle liegen allein sein Vorname und seine als Sohn von Adolph dem Jüngeren passenden Lebensdaten zugrunde. Er war Landmann auf Hulverscheid bei Radevormwald, entleiht am 30.11.1715 das große Leichentuch und stirbt am 17.11.1721. Am 16.10.1730 zahlen seine nachgelassenen Kinder für das große Leichentuch einen Betrag, segnet also auch seine sonst unbekannte Witwe das Zeitliche. Weiteres ist von ihm nicht bekannt geworden. Er ist jedenfalls als Stammvater der späteren Hulverscheider ROCHOLL s anzusehen ( vgl. Anmerkung unter Sth [ 0 5 011 0 00 ] : „ Adolph, LANDMANN zu Hulverscheid“) . Die Kinder von Peter (Bäcker) ergeben sich wiederum aus folgenden Nachrichten: Am 03.12.1709 beteiligt sich ein Peter ROCHOLL (Bäcker) als Junggeselle bei der Stiftung von neuen Tafeltüchern für die reformierte Kirche (vgl. Anh. 30 : „Stiftung von Tafeltüchern“) und am 26.04.1710 werden auf der Hochzeit von Peter ROCHOLL (Bäcker) 20½ Stüber für die lieben Armen gesammelt. Unzweifelhaft handelt es sich hier um den Sohn von Peter (Bäcker) dem Älteren (†1695). – Andererseits vereinnahmt Johannes Christoph ROCHOLL als Provisor der reformierten Gemeinde am 19.12.1707 von „seinem Bruder“ Peter, nachdem dieser eine Reise vollendet hatte, einen Gottesheller und entleiht Peter „wegen seines Bruders Adolph“ (Ableben) am 02.03.1728 das große Leichentuch. – Hernach sind Adolph, Johannes Christoph und Peter als Brüder und folglich auch als Söhne des älteren Peter (Bäcker) erwiesen. Bis zu einem gewissen Grade wird diese Tatsache noch erhärtet durch die Wahl der Vornamen des jüngeren Peter (Bäcker) für seine Kinder, nämlich Johann Christoph Peter und Johann Peter (vgl. Stammhalter [0 7 055 0 00 ] und [0 7 056 0 00 ] ) . Schließlich ist über die Gleichsetzung von Peter (Bäcker) dem Jüngeren mit Peter ROCHOLL , dem Stammvater des früheren Zweiges I, noch einiges zu sagen. – Ein Peter Rocholl zahlt 1714, 1722, 1726 Beträge für Entleihung von Leichentüchern, war 1717 Provisor und bezieht 1729, 1733, 1734 und 1737 Kalk von der reformierten Gemeinde. Danach verschwindet er aus Radevormwald, zumindest erscheint er nicht mehr in den Rechnungsbüchern der reformierten Gemeinde. Er wird Radevormwald verlassen haben – vielleicht weil er Witwer war – und nach Gemarke bei Barmen verzogen sein, wo sein älterer Sohn Johann Christoph Peter Anstellung als Lehrer gefunden hatte. Dort stirbt er auch am 07.01.1761 „80 Jahre und 6 Monate minus 7 Tage alt“. Die ganzen Nachrichten und Daten über Peter ( Bäcker ) den Jüngere n, Peter ROCHOLL 1714 – 1737 in Radevormwald und den Stammvater des früheren Zweiges I, Peter R OCHOLL , passen so auffallend zusammen, dass an der Gleichsetzung der 3 Genannten nicht gezweifelt werden kann. Friedrich u. Hermann F RIEDRICH [ 0 2 001 0 03 ] UND H ERMANN [ 0 2 001 0 05 ] 02 0010 03 Friedrich Die Nachrichten über diese beiden Söhne des U R -P ETER sind recht mager. Friedrich [ 0 2 001 0 03 ] verkaufte der reformierten Gemeinde 1629 ½ Pfund Wachs, war also Kaufmann, und seine Witwe zahlt 01.05.1653 eine Gartenpacht. Damit sind die unmittelbaren Nachrichten erschöpft. Eine Margit ROCHOLTZ (Raucholz) verkauft sehr ähnliche Artikel, und zwar am 06.08.1644 ½ Pfund Kerzen, zum Christfest 1645 ein Pfund Kerzen und am 05.01.1646 "1 Ort" Tran an die Kirche. Aus diesen Angaben wurde gefolgert, dass es sich hier um Friedric hs Gattin handelt, er selbst vor 1644 gestorben ist, und seine Frau sein Geschäft fortführte. – Für seine Geburt lag keine Angabe vor. Es liegt nahe, Friedrich zwischen Gottschalk und Adolph einzureihen. – Kinder wurden nicht ermittelt, wären aber durchaus möglich ( vgl. Anh. Nr 1a , „Namensträger Rocholl aus Rade-vormwald, die in die dargestellte Stammfolge nicht einzugliedern waren“, dort unter a . „Einzelmeldungen oder mehr oder weniger bündige Zusammenhänge“) . Hermann [ 0 2 001 0 05 ]… Sein Name erscheint lediglich in der sogenannten „ Hermann-Stiftung “ (vgl. Anh. 11 ) , wonach er um 1637/38 – vermutlich ledig – gestorben ist. Sonst ist über ihn nichts bekannt geworden. Vielleicht war er der jüngste Sohn des U R -P ETER s und der Lieblingsbruder von Peter (Sohn) , der deshalb Hermanns Verpflichtungen übernahm. 02 0010 05 Hermann K INDER VON P ETER (S OHN ) Kinder von Peter (Sohn) Als solche sind Margarethe und Christine erwiesen und gelten Peter (auf dem Berge) und Gertrud mit größter und geringerer Wahrscheinlichkeit. Mit Peter (auf dem Berge) starb der Zweig des Peter (Sohn) in der Manneslinie vermutlich aus. Dagegen fließt noch heute in den Nachkommen seiner Tochter Margarethe , und zwar in großen Teilen bekannter Elberfelder Familien, wie WICHELHAU S , WÜLFIN G , KEETMA N , GREEF F , SCHOELE R und anderen mehr, sein Blut. Margarethe : Ihretwegen sei erneut auf die „ Hermann-Stiftung “ (vgl. Anhang Nr. 11 ) hingewiesen. Hiernach gestalten sich die Fortsetzungen der Zahlungen wie folgt: Von 1638 bis 1651/52 Peter (Sohn) , von 1652/53 seine Erben und ab 1655 bis 1657 dieselben mit dem ausdrücklichen Zusatz „jetzt und Nikolas VOLKMANN “. Auch diese setzt Nikolaus VOLKMANN fort. Da nun laut Kirchenbuch der reformierten Gemeinde zu Kettwig im September 1652 „ Nikolas VOLKMANN und Margaretha RAUCHOL aus Rad vorm Wald“ heirateten, ist erwiesen, dass Nikolaus V OLKMANN in seiner Eigenschaft als Schwiegersohn die Zahlung fortsetzte, und das Margarethe tatsächlich die Tochter von Peter (Sohn) war. Christine heiratete Anfang August 1662 Christoph VON MARSCHEID (vgl. Anh. 17 , „07. und 08.08.1662. Christoph VON MARSCHEID wird, weil bei seiner mit Christine ROCHOL s ( 0 4 004 0 00 ) gefeierten Hochzeit über die Gesetze gehopt*, in Strafe genommen“. – *ursprüngliche Anm.: „Veranstaltung zu großer Hochzeitsfeier, wobei die jungen Leute zu viel gesoffen, sich über die Straße spielen lassen.“) , der aus den beiden Nachrichten vom 29.11.1662 (vgl. Anh. 18 ) als Schwiegersohn von Peter (Sohn) klar hervorgeht. Infolgedessen steht also auch Christine als seine Tochter fest. Peter (auf dem Berge) als seinen Sohn zu erweisen, stellt sich schwieriger. Mit der Bezeichnung „ auf dem Berge “, die ihm zweifellos zum Unterschiede von mehreren Namensvettern zugelegt worden war, wurde offenbar eine Hauslage gemeint. – Die Gegend der heutigen Lindenstraße in Radevormwald soll früher „ auf dem Berge “ geheißen haben. – Die erste Nachricht über ihn stammt aus den Kopfsteuerlisten (vgl. Anh. 23 , Bl. 98) . Hiernach war er 1663 bereits verheiratet, und zwar mit Agneta, geb. (nicht bekannt). Die zweite Nachricht vom 06.10.1666 (vgl. Anh. 20 ) gibt Kunde von einem Vergleich nach einem Streit, bei dem sein Widersacher Christoph VON MARSCHEID war. Anscheinend handelt es sich hier wieder um die Schlichtung einer Meinungsverschiedenheit zwischen zwei Schwägern. Nach der gesamten Beweisführung sieht es jedenfalls so aus. –Schließlich gibt Peter (auf dem Berge) 1671 eine beachtliche Vermögenserklärung über fünf ihm gehörende Grundstücke ab (vgl. Anh. 22 : „Besitztum von Peter auf dem Berg “) . Keines derselben deutet auf eine Verbindung mit einer Wohngegend „ auf dem Berge “ hin, und doch müssen Beziehungen der Familie Peter (Sohn) hierzu bestanden haben (vgl. Anh. 18 , 1. Meldung) . Auffallend ist es, dass nach dem Ableben von Peter (Sohn) der Schwiegersohn VOLKMANN die „ Hermann-Stiftung “ fortsetzt und nicht der vermeintliche Sohn Peter (auf dem Berge) . Vielleicht war er 1655 noch nicht mündig, oder seine Mittel waren damals noch schwächer. Bei den nachfolgenden Betrachtungen handelt es sich um einen Peter ROCHOLL ohne den Zusatz „ auf dem Berge “, der aber dem ersten vermutlich gleichzusetzen ist. Am 10. 3.1666, also zeitlich ein halbes Jahr vor dem Streit zwischen Peter (auf dem Berge) und Christoph VON MARSCHEID , treibt ein Peter zu Fastnacht Unwesen (vgl. Anh. 19 ) . Dieses lässt den Schluss zu, dass es sich um ein und dieselbe Person gehandelt hat. – Unter dem 21.04.1687 wird ein Peter als Pate bei einer Taufhandlung in der lutherischen Gemeinde Remlingrade erwähnt, und ebenda heiraten am 14. Sonntag nach Trinitatis 1690 „ Henrich HÄNSE und Elisabeth ROCHOL , Selig Peter ROCHO L s Bürger zu Radevormwald eheliche Tochter“. Elisabeth ROCHOLL war in derselben Gemeinde bereits am 1. Sonntag nach Trinitatis „a parentibus reformatis prima vice communiziert“ worden (Anm. HR nach Rücksprache mit einem befreundeten Hamburger Pastoren kann dies wie folgt gedeutet werden: "Elisabeth ist von ihren reformierten Eltern am 1. Sonntag nach Trinitatis zum ersten Mal "kommuniziert" [bzw. in die Gemeinde eingeführt oder zur Kommunion gebracht] worden) . Mithin starb dieser Peter zwischen 1687 und 1690. Er ist keinesfalls mit seinen Zeitgenossen Peter (Enkel) und Peter (Bäcker) , die nachweislich später starben, zu verwechseln. Gertrud : Die Beweisführung für diese als Tochter von Peter (Sohn) ist schwach, aber immerhin erwähnenswert. Ihre Abstammung wurde daraus gefolgert, dass das Ehepaar Hermann MEININGHAUS und Gertrud ROCHOLL laut einer längeren Schenkungsurkunde vom 11.03.1711 den Armen der reformierten und lutherischen Gemeinde großherzigerweise ein Stück Land vermacht. – „ Unser Garten an der Hohestraßen´, wie er daselbst in seinen Bänken und Pfaelen an der Scheffen Johannen BAUENDAH L s Campe lieget, an des Herrn DR . ALHAUSEN s Garten anschließet. “ – Die Beschreibung dieses Gartens weist große Ähnlichkeit auf mit dem an letzter Stelle verzeichneten Grundstück in der Vermögenserklärung von 1671 des Peter (auf dem Berge) (vgl. Anh. 21 , „Besitztum von Peter R OCHOLL auf dem Berg “) . Es besteht also die Möglichkeit, dass Gertrud ihren Bruder beerbt hat. Als Tochter kommt sie für ihn nicht in Frage, da Gertrud 1663 (vgl. Anh. 23 , Bl. 99) bereits verheiratet war. Aus der Schenkung könnte gefolgert werden, dass diese anlässlich der Feier der goldenen Hochzeit geschah, in welchem Fall die Trauung auf den 11.03.1661 zu setzen wäre. Der Reihenfolge der vier Kinder von Peter (Sohn) in der Ausgangsübersicht liegen ihre Heiratsdaten zugrunde, wenngleich dieser Maßstab nicht immer zuverlässig ist. Margarethe heiratete 1652, Gertrud 1661, Christine 1662 und Peter war 1663 verehelicht. Da das Heiratsalter bei Söhnen im allgemeinen höher liegt, wurde Peter (auf dem Berge) vor Gertrud und Christine eingereiht. Gottschalks Kinder G OTTSCHALK s K INDER Der Justizbürgermeister Adolph Wilhelm ROCHOLL bemerkt in seinen hinterlassenen Schriften über Gottschalk , dessen Kinder und Enkelkinder (wiedergegeben in der Stammtafel von Louis ROCHOLL ): „Er ( Gottschalk ) zeugte daselbst (Radevormwald) zwei Söhne Peter und Bernhard, welch letzterer 1645 geboren wurde. – Der Peter hinterließ zwei Söhne Johann und Peter ROCHOLL , welche beide auf der Universität Duisburg Prediger in der Hauptkirche daselbst wurden.“ Die Mitteilung der weiteren dort wiedergegebenen Nachrichten erübrigt sich, da diese anderwärts belegt sind. Adolph Wilhelm wurde zwar mit neun Jahren Waise, aber drei Brüder seines Vaters, d.h. Enkel Gottschal ks, lebten noch viele Jahre mit ihm. Da er in jungen Jahren ein außerordentlich geweckter Mann war und im hohen Alter noch so klar und lebendig seine lange wechselvolle Lebensbahn aufzeichnen konnte, ist an Genauigkeit seiner Mitteilungen nicht zu zweifeln. Diese entsprechen, was die Abstammung von Peter (Enkel) und Bernhard als Söhne von Gottschalk anbelangt, aber auch den Kopfsteuerlisten (vgl. Anh. 23 , Bl. 91) . Bernhard ist außerdem noch zweimal als Sohn von Gottschalk beglaubigt, und zwar durch die Aufzeichnung der alten Bibel (vgl. Anh. 3 , „Die Aufzeichnung einer alten Bibel und ......“) und durch untrügliche alte Stammtafelzeichnung, welche von Pfarrer Theodor Karl KLOSE ([ 0 9 074 0 91 ] – siehe Zeichnung etwas weiter unten) eingereicht wurde. Schließlich bezeichnet der Provisor Bernhard ROCHOLL 1678 unter den Einnahmen in den Rechnungsbüchern der reformierten Gemeinde den Bürgermeister Peter ROCHOLL ausdrücklich als seinen Bruder (vgl. Anh. 25 : „ Peter Enkel [ 0 4 006 0 00 ], Bruder von Bernhard [ 0 4 008 0 00 ] und Wilhelm ÜMINGHAUS [ 0 4 007 0 00 ] beider Schwager“) . Nach allem sind beide als Gottschal ks Söhne gut ausgewiesen, ebenso ist ihr Lebensweg erkennbar. Zweifelslos war Peter (Enkel) älter als Bernhard , denn Peter nimmt bereits 1662 zusammen mit seinem Vater und seinem Onkel Adolph am Sendgericht teil, als Bernhard ( ★ 1645) erst 17 Jahre zählte. Da für die Teilnahme am Sendgericht ein gesetzteres Alter anzunehmen ist, kann Peter (Enkel) etwa 1630 bis 1635 geboren sein. Beide Brüder waren 1663, als sie noch bei den Eltern wohnten (vgl. Anh. 23 , Bl. 91) , ledig, 1673 aber (vgl. Anh. 23, Bl. 232 und 237) verheiratet. Die Eheschließung von Peter (Enkel) muss zwischen 1664 und 1668 stattgefunden haben, da sein ältester Sohn Johann 1669 geboren wurde. Als Bernhar ds Heiratsantrag ist der 05.10.1672 überliefert. Unter den Nachrichten von Arnold Wilhelm ROCHOLL ist indessen am bemerkenswertesten die Feststellung, dass Peter (Enkel) zwei Söhne Johann und Peter hatte, die Prediger in Duisburg wurden. Wenn sich diese auch als Prediger aus zahlreichen Nachrichten klar herausstellen, so ist ihre Abstammung merkwürdigerweise sonst nirgends angegeben. In diesem Zusammenhang sei noch einer mit Vornamen unbekannten Tochter von Peter (Enkel) – „Richter ROCHOL L s Tochter“ – Erwähnung getan. Als solche beteiligte sie sich bei der Stiftung der Tafeltücher ( vgl. Anh. 30 : „Stiftung von Tafeltüchern“) . Als Richter ROCHOLL kommt nur Peter (Enkel) in Frage. Nach anderer hiervon unabhängiger Quelle war ein Johannes WÜLFING zu Radevormwald mit einer ROCHOLL , deren Vorname ebenfalls nicht bekannt geworden ist, verheiratet. Derselbe W ÜLFING stand am 23.02.1718 bei der Taufe eines Sohnes vom Prediger Johannes ROCHOLL in Duisburg Pate. Diese Tatsache, und dass der Patenonkel die Reise nach Duisburg nicht scheute, sprechen mit großer Wahrscheinlichkeit dafür, dass Johannes WÜLFING als Schwager des Duisburger Predigerpaares anzusehen ist, das heißt seine Gattin als Schwester der beiden Prediger und als Tochter von Peter (Enkel) . Ganz unklar hingegen erscheint die Stellung von Johann und Maria als Kinder Gottschalk. Louis ROCHOLL führt sie als solche auf; eine Beweisführung hierfür fehlt, und bei neuerer Forschung wurde nicht die geringste Spur von ihnen gefunden. Sie sind überlieferungsgemäß als Geschwister von Peter (Enkel) und Bernhard , und zwar zwischen beiden, weitergeführt worden. Neben den bisher behandelten vier Kindern, Peter (Enkel ), Johan n, Maria und Bernhard , wie sie die Stammtafel von Louis ROCHOLL nennt, lassen sich nach den neueren Forschungen noch zwei Töchter Christine und Margarethe klar erkennen. Christine war mit Bürgermeister Dietrich HÖLTERHOFF verheiratet, der um die Jahreswende 1676/77 gestorben sein muss. Es kommt 13.03.1677 zu einem ausführlichen Erbauseinandersetzungsvertrag über sehr umfangreiche Ländereien (vgl. Anh. 24 : „Erbteilung des HÖLTERHOFF 1677“) . Aus diesem Vertrag ergeben sich die Verwandtschaftsverhältnisse, im Besonderen die eindeutige Tatsache, dass Christine aus der Ehe Gottschalk ROCHOLL und Margarethe MOLL stammte. Ihr ältester Sohn Peter war 1673 (vgl. Anh. 23 , Bl. 235) bereits verheiratet und zu dieser Zeit schätzungsweise 25 Jahre alt. Wenn Christine mit etwa 22 Jahren heiratete, so ist als Jahr ihrer Geburt 1625 und ihre Eheschließung 1647 anzunehmen. Margarethe war mit dem Bürgermeister Dr. Wilhelm Ü MINGHAUS verheiratet, was auf eigenartige Weise offen-bar wurde . Ü MINGHAUS war zunächst als Schwager von Bern-hard bekannt (vgl. Anh. 25 , „ Peter (Enkel) – [0 4 00 6 00] – Bruder von Bernhard [ 0 4 008 0 00 ] und Wilhelm ÜMINGHAUS [ 0 4 007 0 00 ] beider Schwager“) . Dieser bezeich-nete ihn 1705 im zweiten seiner drei Briefe (vgl. Anh. 28 ) an seinen Sohn Gottschalk (den Kriegsmann) als dessen Onkel, nämlich „Dein Ohm Wilhelm ÜMINGHAUS ist Bürgermeister“. Es herrschte lange Zeit Unklarheit darüber, welcher Art die Verwandtschaft war, das heißt, ob Ü MINGHAUS eine ROCHOLL oder eine BAUENDAHL zur Frau hatte. Dieses Geheimnis lüftete sich eines Tages durch die bereits erwähnte alte Stammtafelzeichnung, die, sehr hübsch „stammbaumartig“ dargestellt, auch sonst sehr beachtenswert ist und wahrscheinlich von Melchior ROCHOLL in Soest stammt [siehe nebenstehend] . Sie veranschaulicht im Besonderen die Nachkommenschaft des jüngsten Sohnes, Petrus , aus der Ehe Bernhard , wie dieser von Gottschalk ausgehend, offenbart nun die Tochter „ Margaretha ROCHOL L , verheiratet mit Wilhelm ÜMINGHAUS “ ferner als deren Tochter „ Margaretha ÜMINGHAUS Ehefrau von Joh. BRA ß “. Das sind aber zugleich auch alle Nachrichten, die von diesem Töchternachkommenzweig überhaupt bekannt geworden sind. Margarethe war 1663 noch ledig, jedoch 1673 verheiratet (vgl. Anh. 23 , Bl. 91 und 238) und wird nach den vorangegangenen Betrachtungen über die Eheschließung von Gottschalk sicher älter als Bernhard ( ★ 1645) gewesen sein. Hölterhoff C. u. D. F AMILIE R OCHOLSBERG UND DIE O RTSCHAFT R OCHOLLSBERG – Siehe Ahnentafel „Rocholsberg“ sowie den Anh. 2 , „Weitere Namensträger Rocholsberg aus Radevormwald“ – Rochol(l)sberg Eine Behandlung der Familie ROCHOLSBERG ist aus zwei Gründen erforderlich, und zwar erstmals wegen der großen Namensähnlichkeit mit ROCHOLL und zweitens, weil ungefähr ein Drittel aller Träger des Namens ROCHOLL von einer ROCHOLSBERG -Tochter abstammt. Die Schwierigkeit einer Aufstellung einer Stammfolge wird dadurch noch erhöht, dass die Familie annähernd ein Jahrhundert früher in Radevormwald auftritt als die Familie ROCHOLL , trotzdem aber weit dürftigere Forschungsergebnisse über sie vorliegen. Es sind auch nicht annährend solche Hilfsmittel oder Überlieferungen vorhanden, wie sie die Familie ROCHOLL besitzt. Dieses erklärt sich aus dem Niedergang der R OCHOLSBERG gegen Ende des 18. Jahrhunderts und ihrem Aussterben in der Manneslinie im 19. Jahrhundert, zum mindesten in Radevormwald. Etwa 7 km nordöstlich von Radevormwald liegt heute noch die kleine Ortschaft R OCHOLLSBERG (mit zwei „L “), die offenbar der Familie den Namen (jedoch mit einem „L “), gegeben hat. Diese Ortschaft ist heute ein zu Radevormwald gehörender Ortsteil. Nach den vorliegenden Urkundenabschriften kommen in der Schreibweise des Namens zahlreiche Verschiedenheiten vor, so zum Beispiel als Vokal in der ersten Silbe au, o, oe, oi, ou und oy, in der zweiten Silbe o und e, als Konsonanten zwischen den beiden ersten Silben ch, ck und k, ferner die Schreibweise mit und ohne l, so- wie ß statt s und am Schluss no ch ein h, jedoch niemals mit zwei „L “. In alter Zeit überwog ROCHELSBERG und R OCKOLSBERG , spät- hin R OCHOLSBERG . Hiernach wäre die Entstehung des Namens so zu erklären, dass sich ein Mann mit Namen R OCHEL oder R OCKOL dort, wo heute die Ortschaft liegt, ansiedelte, und dass sein Hof, da er tatsächlich hochgelegen war, R OCHELS - oder R OCKOL SBERG genannt wurde. In welchem Zeitmaß sich der Hof zur Ortschaft entwickelte, ist unbekannt. Den Nachrichten zufolge hat er sich bald vergrößert. Auffallender Weise tritt nun aber die Familie R OCHOLL , deren Name in ältester Zeit (auch außerhalb von Radevormwald) ähnliche Verschiedenheiten aufwies, erst 1590 in Radevormwald in Erscheinung, während die ersten Nachrichten der Familie R OCHOLSBERG aus dem Jahre 1502 stammen. Läge die Entwicklung umgekehrt, wäre der Zusammenhang sofort klar, und es könnte eine Verwandtschaft oder Abzweigung der R OCHOLSBERG von der Familie R OCHOLL gefolgert werden. So aber wird die Häufigkeit der Namensform R OCHOLL , deren Vorkommen außerhalb von Radevormwald bereits erwähnt wurde, auch hier im Spiele entstehen und die Ursache für das völlig getrennte Auftreten beider Familien gewesen sein. In einem Teil der Nachrichten erscheinen Personen mit der Bezeichnung „zu“ oder „von“ vor ROCHOLSBERG . Diese Bezeich-nung ist dann ein Flurname. Mit den genannten Vorworten sollte für die betreffenden Personen eine engere oder losere Verbindung zum Hof ausgedrückt werden. Wahrscheinlich setzte „zu“ ein Wohnen im Ort voraus, während ein „von“ eine frühere Beziehung dazu bezeichnete. Die Nachrichten über beide Personenkreise verteilen sich auf rund 1½ Jahrhundert, reichen mithin etwa bis 1650. Sie sind zahlenmäßig und inhaltlich im Vergleich zu dem Zeitraum gering, so dass sie keinerlei Aufstellung in der Stammfolge gestatten. Anders sieht es dagegen bei der in Radevormwald eingesessenen Bürgerfamilie ROCHOLSBERG (ohne "von" oder "zu") aus, die seit ihrem Erscheinen zur Oberschicht, das heißt zu den Ratsverwandten gehörte. Bei ihr sind zweifellos ebenfalls Beziehungen zur gleichnamigen Ortschaft spürbar, hatte sich der Name ROCHOLSBERG bereits zum Eigennamen entwickelt. Hier ließ sich schon eher eine Stammfolge feststellen. Die Zusammenhänge verstärken sich im 17. Jahrhundert, werden in der nachfolgenden Zeit wieder schwächer und verschwinden schließlich in neuerer Zeit ganz. Die beiden ersten Nachrichten über die Bürgerfamilie R OCHOLSBERG lauten: 06.03.1563 T heyes ROYCKEL ß BERG und Fia (Sophia ) elunde (Eheleute). 01.03.1565 Wylhelm ROYCKEL ß BERG Scheffe zu Radevormwald Es konnte im Rahmen der Stammfolge der Familie ROCHOLL nicht die Aufgabe werden, eine ins einzelne gehende Stammtafel der Familie ROCHOLSBERG aufzustellen. Sie spielt hier, im Ganzen gesehen, nur eine Nebenrolle. Bedeutsam ist sie für die Familie ROCHOLL aber dadurch, dass sich zwischen beiden Familien zeitweise enge Beziehungen feststellen lassen, die schließlich ihren hervorragendsten Ausdruck fanden in dem erfreulichen Ehesegen des Bürgermeisters Johannes ROCHOLL [ 0 5 006 0 00 ] und seiner Gattin Anna Maria R OCHOLSBERG . Diese Frau schenkte ihrem Gatten nicht weniger als 21(!!) Kinder und wurde dadurch zur bedeutendsten Mutter in der Familie ROCHOLL . Die Übersicht „Stammfolge R OCHOLSBERG “ veranschaulicht die Bürgerfamilie wenigstens einigermaßen in ihrer Blütezeit. Infolge des Fehlens der Kirchenbücher der reformierten Gemeinde für die Zeit vor 1770 war eine Verbindung mit den weiteren in Radevormwald ermittelten Namensträgern (vgl. Anh. 2 ) unmöglich. Die dargestellte Entwicklung der Familie ist mit derjenigen der Familie ROCHOLL nicht vergleichbar. Diese wuchs fortschreitend schier ins Ungemessene, jene nahm ab und verschwand schließlich ganz. Und doch fließt, wie bereits bemerkt, in etwa einem Viertel aller Namensträger ROCHOLL auch R OCHOLSBER G sches Blut. – In der Darstellung wurden die Vorfahren der Anna Maria ROCHOLSBERG etwas eingehender behandelt. Die Stammfolge veranschaulicht auch die Mannigfaltigkeit der zu ziehenden Schlüsse, wenn nur unzulängliche Quellen zur Verfügung stehen. Aus diesem Grunde erfolgt die Veröffentlichung unter allem Vorbehalt.

  • 09 0550 00 Otto (sr.) R'll | Rader Rocholl

    Otto (sr) Rocholl (1848 – 1931) [0 9 055 0 00] Helene Rocholl (1863 – 1944 ) [1 0 026 0 00 und 0 9 055 0 91] Sth ☞Ott o (sr.) Ludwig R OCHOLL , Fabrikant zu Radevormwald , Sohn Sohn des Ludwig R OCHOL L [ 0 8 03 8 00 ] und seiner Gattin Wilhelmin e R OCHOL L geb. G OGARTEN . Otto besuchte die Grundschule und ab 1858 die Rektoratsschule zu Radevormwald . 1864 folgte eine dreijährige kaufmännische Lehrzeit zu Hagen-Eilpe , nebenher Vorbereitung zur Einjährigen-Prüfung, welche er 1866 ablegte. 1867 trat er in die väterliche Schlossfabrik " Ludwig R OCHOLL & C o." zu Radevormwald ein. Zunächst als Reisender – bis zum Ausscheiden (1878) seines Bruders Friedrich [ 0 9 050 0 00 ], gen. Frit z. Unter Otto s Firmenführung entwickelte sich das Unternehmen zum Großbetrieb dessen Belegschaft bis zu 400 Mitarbeiter anstieg. Sein Bruder Loui s [ 0 9 058 0 00 ] war von 1880 bis 1910 Teilhaber und Otto s Sohn Eric h [ 1 0 070 0 00 ] ab dem 01.01.1911 . Am 01.10.1920 trat sein Sohn Ott o (jr.) [ 1 0 071 0 00 ] in das Unternehmen ein und Ott o (sr.) ging in den Ruhestand. . . . . . . Weiteres zu ☞Otto Ludwig R OCHOLL siehe weiter unten. EP Henriette ☞Helene R OCHOLL , geb. R OCHOLL – vgl. auch [ 1 0 026 0 00 ] – , Tochter des Heinrich R O CHOLL [ 0 9 016 0 00 ] und seiner Gattin Marie Alwine Antonie R OCHOLL , geb. M AJERT . Kinder zu Radevormwald geboren, ref.: ● 0 9 055 0 01► 1 0 069 0 00 Antonie , ★ 02.04.1883, † (_ ). ● 0 9 055 0 02► 1 0 070 0 00 Erich , ★ 17.05.1885 , † (_ ). ● 0 9 055 0 03► 1 0 071 0 00 Otto (jr) , ★ 04.10.1889 , † (_ ). ● 0 9 055 0 04► 1 0 072 0 00 Helene , ★ 10.03.1891 , † (_ ). ● 0 9 055 0 05► 1 0 073 0 00 Hildegard , ★ 04.12.1892 , † (_ ). Anmerkung zum Verwandschaftsverhältnis der Eheleute Otto (Stammreihe 09) und Helene (Stammreihe 10): Sie waren als Neffe und Tante über ihren Ahnen Bernhard R OCHOLL [ 0 4 008 0 00 ] in 6 bzw. 7 Stammreihen miteinander verwandt. Hinweis: Der langjährige Pfarrer von Radevormwald, Herr Wolfgang Motte, hat im Jahr 2012 mit dem Sonderheft 3 des Bergischen Geschichtsvereins in beeindruckender Art und Weise die Geschichte der Schlossmacher–Fabrikanten R OCHOL L aus Radevormwald veröffentlicht. Die Firma Ludwig R OCHOLL & C O . erreichte unter Otto ihren Zenit. Eine Kopie des Sonderheftes ist an dieser Stelle auf dieser Website wiedergegeben. Otto R OCHOLL s Wohnhaus direkt am Fabrikgelände im Zentrum von Radevormwald. Heute beherbergt an dieser Stelle die Schlossmacher- Gallerie ein Einkaufszentrum (Stand 2020) Otto (sr.) und Helene R OCHOLL (sitzend) im Kreis ihrer Familie 1921 Otto (jr) R'll Alexander Böker Carl Rheinländer Erich R'll u. Fr. Bertha Arthur Richter u. Fr. Helene gb. R'll u. Fr. Toni gb. R'll geb. Richter u. Fr. Hilde gb. R'll – und 7 Enkelkinder – Als aufrechter Mann und angesehener Bürger seiner Vaterstadt, ausgestattet mit unermüdlicher Schaffenskraft, weitem Blick für alle Notwendigkeiten der Zeit, offenem Charakter und herzensfreundlichem Wesen, war seine Mitarbeit im Gemeinwesen von Radevormwald in den verschiedensten Ämtern eine Selbstverständlichkeit. 1882 bis 1919 Stadtverordneter 1889 bis 1891 und 1897 bis 1919 erster Beigeordneter, 1897 zwischenamtlich Bürgermeister 1888 bis 1920 Kreistagsabgeordneter, 1897 bis 1920 Kreisausschussmitglied 12 Jahre ehrenamtlicher Handelsrichter Ehrenmitglied der Handelskammer Repräsentant der größeren Gemeindevertretung der ref. Gemeinde 05.11.1928 Verleihung des Ehrenbürgerrechts von Radevormwald Rote-Adler-Orden IV. Kl. Verdienst-Kreuz für Kriegshilfe Begeisterter Anhänger des R OCHOLL schen Familienverbandes, dessen Mitbegründer, Förderer, langjähriger Kassenführer und häufiger Wohltäter er war. – Vgl. den Aufsatz "Zum Andenken an Otto R OCHOL L " von Richard R OCHOL L im NaBl 12 . Hieraus seien nachfolgend einige Verdienste um seine Vaterstadt hervorgehoben: Bau von Arbeiterwohnheimen Schenkung von Gelände für ein neues Stadtviertel Stiftungen zum Bau lebenswichtiger städtischer Gebäude, wie Schule und Krankenhaus Förderung neuzeitlicher Einrichtungen, wie Gas- und Wasserleitungen Anschluss an das Fernsprechnetz Erlangung des (überfälligen) Bahnanschlusses Stiftung des Kriegerdenkmals (vom I. Weltkrieg). NEXT BACK W@D IVZ W@B

  • 11 0520 00 Ernst R'll | Rader Rocholl

    . . . . Sth Ernst Hugo R OCHOLL , Buchhalter zu Elberfeld ; Sohn des Louis R OCHOLL [ 1 0 103 0 00 ] und seiner Gattin Emmy R OCHOLL , geb. Z WEIGARD . EP Therese R OCHOLL , geb. E RMEKEIL , Tochter des Peter E RMEKEIL , Agent zu Barmen , und seiner Gattin Elisabeth K LINGE . Soh n, zu Elberfeld , kath.: ● 1 1 052 0 01 Ernst , ★ 17.12.1921, † (_,_ ) . . . . NEXT BACK W@D IVZ W@B

  • 06 0200 00 Anna Erich R'll | Rader Rocholl

    Button Button Button Button Button Button Button Button Button Button Button Button Button Button Button Button Button Button Button Button Button Button Button Button Button Button Siehe zu dieser Stammhalterin den Hinweis unter [06 0190 00]. Die nebenstehende Tabelle ist unten auf der vorherigen Seite bereits zu finden. Ferner sind dort auch weitere Lebensdaten dieses "doppelten Eheverhältnisses" als auch die 13 Kinder wiedergegeben. Button Button W@B W@D NEXT BACK IVZ

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