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- Frühgeschichte | Rader Rocholl
Seitenanfang Basis-Stammtafel Radevormwald Vater d. Ur-Peter Der Ur-Peter Kinder d. Ur-Peters Peter (Sohn) Gottschalk Adolph Friedrich u. Hermann 02 0010 03 Friedrich 02 0010 05 Hermann Kinder von Peter (Sohn) Gottschalks Kinder Rochol(l)sberg Frühgeschichte 1 Frühgeschichte 2 F RÜHGESCHICHTE DER F AMILIE R OCHOLL Anm. HR zur Frühgeschichte der Familie R OCHOL L : Um irgendwelchen Unsicherheiten vorzubeugen, wird darauf hingewiesen, dass sich der nachfolgende Text sowie die Basis-Stammtafel der im Jahr 2019 getätigte Abschrift des Kapitels "Frühgeschichte" aus dem Buch von 1938 entstammt. Sofern n euere und zu korrigierende Forschungserkenntnisse bekannt werden, werden diese entsprechend eingearbeitet und – falls erforderlich – vermerkt. Basis-Stammtafel DIE BASIS -STAMMTAFEL – Zeichnung von R ichard R OCHOLL – Um einen festen Bau ausführen zu können müssen, müssen seine Grundpfeiler genau geprüft werden. – Die ersten Nachrichten der Familie ROCHOLL stammen nicht aus Kirchenbüchern, sondern aus anderen sehr mannigfaltigen Quellen, deren Ergebnisse verschiedentlich ineinander greifen. Ihre Behandlung im Rahmen der eigentlichen Stammfolge, in der das Datengerippe erscheint, würde verwirrend und unübersichtlich gewirkt haben und war daher nicht angängig. Zur klaren Einführung in die ersten Geschehnisse der Familie erfolgt diese Vorbetrachtung, in der die ältesten Urkunden untersucht und auch Orts- und Zeitgeschehen gestreift werden. Diese Vorbetrachtung beschränkt sich auf die ersten zwei bis drei Geschlechterreihen nach dem UR -PETER , abgesehen von kleinen Abweichungen wo es geboten schien, noch weiter zu gehen. – Im Anschluss hieran folgt wegen der Namensähnlichkeit mit ROCHOLSBERG eine kurze Besprechung dieser Familie. RADEVORMWALD Radevormwald Das heutige (2019) RADEVORMWALD mit seinen verschiedenen Ortsteilen, u.a. "R OCHOLLSBERG " © Morty - CC BY-SA 3.0 RADEVORMWALD ( siehe auch eine gute Geschichtsab-handlung in Wikipedia ) Der Name leitet sich von "Rodung vor dem Walde" ab. Ende des 16. Jahrhunderts war der Ort ein kleines, abseits der großen Verkehrsstraße gelegenes Landstädtchen mit gewerblichem Einschlag. Es hatte rund 3.000 Einwohner, davon etwa ein Drittel bis zwei Fünftel innerhalb der Stadtgemeinde einschließlich der Stadt-pfähle. Neben den ursprünglichen Handwerksberufen, deren Entstehung ein städtisches Gemeinwesen mit anliegender Landwirtschaft mit sich bringt, waren die Herstellung und das Färben von Tuchen bemerkens-wert. Im Jahre 1591 hatte der Pfarrer Adolph SUNDERMANN die Reformation (nach Calvin) in RADEVORMWALD eingeführt. Mit Ausbruch des 30-jährigen Krieges (1618) begann für die Stadt eine sehr harte Zeit ( vgl. die ergreifenden Schilderungen über die Vorgänge in RADEVORMWALD bis zur Beendigung des 30-jährigen Krieges in „Geschichte der ev. ref. Gemeinde zu RADEVORMWALD . Zur Feier ihrer vor 300 Jahren erfolgten Stiftung“ von Pastor Paul KIND , gedruckt von F.W. Försterin, RADEVORMWALD , 1891) . In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass sich die lutherische Gemeinde erst 1707 in R ADEVORMWALD bildete, die alt-lutherische in neuerer Zeit. SUNDERMANN sowie sein Amtsbruder Arnold POLLICH weigerten sich, ihr Bekenntnis zu widerrufen, wurden nacheinander (vgl. POLLICH 1626, SUNDERMANN 1629) verschleppt und mussten einen qualvollen Märtyrertod erleiden. Das gleiche Schicksal ist auch einem Kirchmeister widerfahren. Die Kirche wurde den Reformierten, obwohl sie in RADEVORMWALD die Überhand hatten, abgenommen und erst drei Jahre nach Beendigung des Krieges, am Palmsonntag 1651, wieder zurückgegeben. Im Westfälischen Frieden vom 24.10.1648 war vereinbart worden, dass diejenigen, welche die Kirche 1624 innegehabt hatten, sie behalten sollten. Das waren in RADEVORMWALD die Reformierten gewesen, wie durch beeidetes Zeugnis von angesehenen und vertrauensvollen RADEVORMWALDER Bürgern, die die Wirrsale des Krieges erlebt hatten, bekundet wurde. Unter den Vernommenen befanden sich auch die drei Brüder Peter (Sohn), Gottschalk und Adolph ROCHOLL ( vgl. Anh. 15 und Anh. 16 ) beeidetes Zeugnis von angesehenen und vertrauensvollen RADEVORMWALDER Bürgern, die die Wirrsale des Krieges erlebt hatten, bekundet wurde. R ADEVORMWALD vor dem Brande A: ref. Kirche, B: luth. Kirche, C: kath. Kirche, D: Schwelmer Tor, E: Frankfurter Tor, F: 2 Lindenbäume in dem Hof des Pfarrers E NGELS , wo dieser in den Flammen umkam. R ADEVORMWALD nach dem Brande 1802 A: die Ruinen der ref. Kirche, B: der luth. Kirche, C: die stehengebliebene kath. Kirche, D: einige hoch über die Stadtmauer hervorragende Schornsteine und Mauern. Die kleinen Ruinen können wg. der Stadtmauern nicht gesehen werden. (vgl. Anh. 36a ) Reformierte Kirche und Friedhof zu R ADEVORMWALD vor dem Brande – vgl.– Anh. 35b Kirche RvW DER VATER DES U R- P ETER [ 0 1 001 0 00 ] Die älteste Nachricht über einen ROCHOLL in Radevormwald stammt aus den Jahren 1590 und 1591 (vgl. Anh. 4 .) und betrifft den U R -P ETER und nicht seinen Vater. Erst eine spätere Meldung von 1599 (vgl. die Basis-Stammtafel am Anfang dieses Artikels sowie Anh. 6 ) gibt nachstehenden Hinweis über den Vater „ Muller vor der Brugge zu Bienb. “ (= Beyenburg ): Ob der Vater des U R -PETER s bereits ROCHOLL hieß, ist mindestens zweifelhaft; der Sohn ( UR -PETER ) führte den Namen als Familiennamen jedenfalls sicher. Die Familiennamen kamen in jener Zeit erst auf und bildeten sich aus verschiedensten Ursachen (vgl. Kapitel „ Allgemeines “ dort unter "2. Namen“ ) . Die Bezeichnung „ Muller vor der Brugge “ deutet in erster Linie darauf hin, dass der Vater Müller vor der Brücke zu Beyenburg war. In der Urkundensammlung der Familie ROCHOLL befindet sich Briefwechsel und Auszüge über die Feststellungen der Beyenburger Mühlen und ihrer Besitzer, aus denen sich aber bislang keine festen Ergebnisse ableiten ließen. Der Vater könnte nach seinem Beruf auch Müller geheißen haben, doch lässt sich darüber nichts Sicheres sagen, da über ihn sonst nichts bekannt geworden ist. Jedenfalls ist er – leider ohne überlieferten Vornamen – als Stammvater der Familie unter der Bezeichnung „ MULLER VOR DER BRUGGE ZU BIENB . “ anzusehen. Nach der Urkunde hat er offenbar 1599 noch gelebt, und er könnte, wenn man 1565 als Geburtsjahr des U R -P ETER ansetzt, um 1535 geboren sein. Vater d. Ur-Peter Der Ur-Peter DER U R- P ETER [ 0 2 001 0 00 ] Nach dem Vorangegangenen dürfte seine Wiege nicht in Radevormwald gestanden haben, sondern in Beyenburg Er siedelte sich in Radevormwald an und ist der erste bekannt gewordene Träger des Familiennamens R OCHOLL überhaupt. Bei den bereits erwähnten beiden ersten Vorgängen vom 19.2.1590 und 17.6.1591 handelt es sich um einen Rechtsstreit über ein Grundstück des UR -PETER , wobei sich sein Widersacher „ CLAS IM GARTERHAUß “ erweist (Abschrift über diesen Streit siehe nachstehend) . Ob Clas damals schon sein Schwager war oder es erst später wurde, ist allerdings fraglich. Aus den Urkunden geht zum mindesten hervor, dass der U R -P ETER neben einem Grundeigentümer mit Namen ROCHOLSBERG ein Haus baute. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird hiermit – zumal auch nach den Geburten seiner Kinder zu urteilen – die Gründung eines eigenen Hausstandes, das heißt sein Eintritt in den Ehestand, verbunden gewesen sein, so dass sein Geburtsjahr um 1565 gelegen haben könnte. Weiterhin ist ein Gerichtsurteil aus dem Jahre 1599 (nochmals hier der Verweis auf den nachstehend wiedergegebenen "Streit zw. dem UR -PETER und Claiß KUEPER “ - auch dargestellt in Anh. 6 ) erwähnenswert, das für die Beweisführung hinsichtlich des Vaters des Ur-Peter auch bereits angezogen wurde. Hiernach war es U R -PETER s Gattin eine mit Vornamen unbekannt gebliebene Schwester des Claiß KUEPER verheirateten Drude (Gertrud) MEUTERS ( Munters ). Beide Schwäger geraten erneut, und zwar diesmal als Erben nach dem Ableben ihres Schwiegervaters Sibell M EUTERS ( Munters ), Schuhmacher zu Radevormwald, über ein Haus in Meinungsverschiedenheiten. Beide Teile, das heißt der UR -PETER und Claiß mit seiner Frau, werden wegen Ungebühr in eine Ordnungsstrafe von 3 Gulden genommen. Ein anderer Vorgang, gleichfalls von 1599 (vgl. Anh. 5 , „Hausverkauf von SUNDERMANN an MUMHAGEN “) , gibt Kunde vom Verkauf eines Hauses „ Das Newenhauß “ genannt und zwischen den Grundstücken der vorgenannten feindlichen Schwäger gelegen. Verkäufer ist der damalige Pfarrer Adolph SUNDERMANN , Ersteher sind die Eheleute Wilhelm und Wilhelmine MUMHAGEN . Diese Nachricht besagt mehr als es den Anschein hat. Das zeitweise Nebeneinanderwohnen von SUNDERMANN und dem U R -PETER scheint die Ursache einer engen Freundschaft gewesen zu sein. Sie äußerte sich später dadurch, dass der U R -P ETER langjähriger und tatkräftiger Kirchmeister unter SUNDERMANN wurde. Wahrscheinlich erlitt er dasselbe Schicksal wie jener, wie noch im Folgenden näher ausgeführt werden wird. Urschrift über den Streit zw. dem UR- PETER und Claiß KUEPER Abschrift nebenstehender Urkunde über den Streit Text: Lippisches Landesarchiv, Detmold Nr. 172 Brüchten des Ampts Bienburgh Die Erbgenamen weilandt Sibylle Schuhmachers zu Radt, der Mullersche Sohn vor der Burgen eins, und Drude Meuters (Munter) sampt ihren Zuständern anderenteils, haben allerhand Tathandlung mit vermeintlichem Opprorhenderen der Possession, des hinterlassenen Hauses allda begangen, also daß daraus groß Wappengeschrei und Ärgernis in der Nachbarschaft entstanden. Peter Muller vor der Burgen zu Biene. (Beyenburg) 3 ggl. Rockholl zu Radt Drude Meuters (Munters) und Claiß Kueper 3 ggl. J edoch hat die angeführte Nachricht noch eine andere Bedeutung: Mit „ Newenhauß “ ist zweifellos einem bestimmten Gebäude der Name „neues Haus“ verliehen worden, ein Name, der nach 33 Jahren in einem Erbteilungsvertrag (vgl. Anh. 9, „Erbvertrag M OL L “ ) in sehr ähnlicher Form, nämlich „ Riggenhuß “, wiederkehrt. – Nach der angezogenen Urkunde setzt sich die Witwe Christine M OLL , anlässlich des Ablebens ihres Sohnes Hans, mit dessen Witwe, also dessen Schwiegertochter Maragrete M OL L auseinander. Ihr Schwiegersohn Gottschalk R OCHOLL , Ehegatte ihrer Tochter Maragrete , wird in dem Vertrag als Gläubiger gleichfalls erwähnt. Christine war mit Gottschalk M OLL verheiratet gewesen, was aus einem Pachtvertrag vom 10.4.1615 hervorgeht. Bei der Auseinandersetzung teilen sich die beiden Witwen in ein „ Riggenhuß “, offenbar das von dem Ehepaar M UMHAGEN einstmals (1599) erworbene „ Newenhauß “. Macht man diese Annahme, so ergeben sich die weiteren Folgen zwangsläufig. Die Christine war eine Tochter des Ehepaares M UM-HAGEN , verheiratete sich mit Gottschalk M OLL , und beide wurden Mit-bewohner und Erben des „ Newenhauß “, auch „ Riggenhuß “ genannt. Dieses lag aber bekanntlich zwischen den Häusern des U R -P ETER und seines Schwagers Claiß K UEPER . Es wohnten also der U R– P ETE R und Gott schalk M OLL Haus an Haus. Wenn wir nun finden, dass die Tochter des Gottschalk M OLL einen Gottschalk R OCHOLL zum Manne hatte, ist der Schluss nicht fernliegend, dass er der Sohn des U R– P ETER gewesen ist. Margarete M OLL und Gottschalk R OCHOLL waren nebeneinander aufgewachsen und ein Paar geworden. Ja, Gottschalk M OLL wird bei der Taufe des Sohnes Gottschalk seines Freundes und Nachbarn Peter R OCHOLL Gevatter gestanden haben. Der erwähnte Rechtsvertrag (vgl. Anh. 8 : „Verpachtung einer Wiese an Gottschalk M OLL “) lässt auch deutlich erkennen, dass Gottschalk M OLL seinen Färberberuf auf seinen Schwiegersohn Gottschalk R OCHOLL übertragen hat; sein Patenkind wird also wohl bei ihm in der Lehre gewesen sein. Auch andere Gründe machen es beinahe zur Gewissheit, dass Gottschalk R OCHOLL der Sohn des U R -P ETER s war. Zunächst ist neben dem U R -P ETER kein anderer Träger des Namens R OCHOLL vorhanden, der als Vater in Frage käme. Da der U R -P ETER ja von auswärts zugezogen war, kann das nicht Wunder nehmen. Dann nennt Gottschalk seinen ältesten Sohn PETER , was durchaus auf einen Großvater PETER schließen lässt. Weiterhin macht Gottschalk Ansprüche geltend an die Nachkommen des Pfarrers POLLICH , die auf Darlehen in der Verfolgungszeit zurückgehen. Darlehen hat aber wohl nur der Kirchmeister PETER R OCHOL L (der U R -P ETER ) dem bedrängten Geistlichen oder seiner Familie und nicht der junge Gottschalk gegeben, der nur die Ansprüche – doch von seinem Vater – geerbt haben wird. So treten eine ganze Reihe von Umständen zusammen, die in ihrer Häufung die Abkunft des Gottschalk vom U R -P ETER zur Gewissheit machen und damit auch die mehrerer anderer gleichzeitig mit ihm lebender Namensträger. Diese werden ausschließlich als Brüder (vgl. Anh. 11 , „Hermann-Stiftung“ ) bezeichnet, wie P ETER und Hermann , oder sie werden durch gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb, wie Gottschalk und Adolph , oder durch Spuren von familiären Beziehungen, wie P ETER und Gottschalk , als Brüder ausgewiesen. Die Familienüberlieferung spricht ausdrücklich von Brüdern Gottschalk s, wenn sie auch an anderen Orten gelebt haben sollen. Der U R -P ETER heiratete, wie bereits erwähnt, um 1590/91. Es wurden geboren (errechnet nach den Verhören – vgl. Anh. 15 , „Verhör von Peter ROCHOL L Sohn“ und Anh. 16 , „Verhör von Gottschalk und Adolph ROCHOLL dem Älteren “ ) : 1592 P ETER ( Sohn ), 1593 Gottschalk und 1600 Adolph. P ETER (Sohn) nennt seinen mutmaßlichen einzigen Sohn P ETER (der spätere „ auf dem Berg “), und in der Adolph-Linie spielt der Name Peter (als Peter Bäcker der Ältere und Jüngere ) eine große Rolle. Dass P ETER (Sohn) (vgl. Anh. 15 – wie vor) , Gottschalk und Adolph (vgl. Anh. 16 – wie vor) nach dem Dreißigjährigen Kriege eidlich über die kirchlichen Zustände in Radevormwald werden, mag wohl damit zusammenhängen, dass sie als Söhne des Kirchmeisters jener Tage am besten Aussagen konnten. – Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass zu den genannten Brüdern aus ähnlichen Erwägungen ohne Zweifel noch ein Friedrich gehörte, von dem noch gesprochen werden wird. Die vorgebrachten Gründe stellen keine zwingenden, untrüglichen Beweise dar, machen aber die Sachlage in einem Maße wahrscheinlich, dass sie der Darstellung zugrunde gelegt werden können. Über das berufliche Wirken des U R -P ETER lässt sich aus den kurzen, den Rechnungsbüchern der reformierten Gemeinde entnommenen Meldungen sagen, dass er Handelsmann im weiteren Sinne war und dabei auch seine Gemeindemitglieder unter anderem mit Schuhwerk versorgte. Dieses Handwerk wird er von seinem Schwiegervater Sibell MEUTERS ( Munters ), der als Schumacher bezeichnet wird, übernommen haben. Kirchmeister war er 1605/06 und 1619, oberster Kirchmeister vermutlich 1612-1617, bestimmt jedoch 1614/15. In diesen Jahren heißt es: „1615 item Peter R OCHOLL seiner Arbeit zu gedenken 10 Thaler.“ – So hat sich der U R -P ETER wohl wegen seiner Tüchtigkeit und seines einsatzbereiten Mutes eine angesehene Stellung in der Gemeinde verschafft und sich und seinen Nachkommen den Eintritt in die Kreise der Ratsverwandten ermöglicht, das heißt zu den Familien, die in einem gewissen Kreislauf die städtischen und kirchlichen Ehrenämter, wie Bürgermeister, Richter, Schöffe, Kirchmeister, Provisor usw. verwalteten und zur Oberschicht der Bevölkerung zählten. Der U R -P ETER bestätigte sich als Kirchmeister, Peter (Sohn) mehrfach als Bürgermeister, Richter und Ältester, Gottschalk und Adolph als Provisor, Peter (Enkel) wiederholt als Bürgermeister und so fort. Ob der U R -P ETER der mit den beiden Pfarrern verschleppte und gleichfalls getötete Kirchmeister war (wie es von einem Kirchmeister behauptet wird), ist nicht erwiesen, aber sehr wahrscheinlich. Als Kirchmeister, Freund und Helfer von SUNDERMANN , war er den Gegnern der Reformierten in Radevormwald zu mindestens stark verdächtig. Den Ausschlag für seine Festnahme wird vielleicht die Tatsache ergeben haben, dass er ein Abwehrschreiben vom 04.03.1626 neben verschiedenen Einzelunterzeichnern nicht nur für sich, sondern auch für zwei andere, die wahrscheinlich des Schreibens unkundig waren, unterschrieben hat. In diesem Schreiben verwahrten sich die Reformierten dagegen, dass sie die Veranlassung gegeben hätten zu Schlägereien zwischen Soldaten und katholischen Bürgern einerseits und den Reformierten anderseits wegen des gemeinsamen Gebrauchs der Kirche und den Besitz des Kirchenschlüssels. Die letzten Unterschriften lauten wörtlich: „ Claß KUEPER (wiederum sein Schwager), Peter R OCHOLL so auch geschriewen, Gangolf von der Heide, Joh. Graffweg . Ich Peter R OCHOLL vor die beiden unterschriewen. “ – Hiernach hatte man ihn wohl als den geistigen Urheber der Eingabe angenommen. DIE K INDER DES U R- P ETERs Vor näherem Eingehen auf die Nachkommenschaft des UR -PETER wird auf die Kopfsteuerlisten mit Erläuterungen (vgl. Anh. 23 , „Kopfsteuerlisten von Radevormwald vom 22.01.1663 und 30.09.1673" ) besonders hingewiesen. Sie geben ein aufschlussreiches Bild über die Familienverhältnisse und manches andere. Da sie erst in neuster Zeit (bezogen auf 1938) bekannt wurden, waren sie nachträglich eine willkommene Ergänzung und Bestätigung für gefällte Entscheidungen. Kinder d. Ur-Peters Peter (Sohn) P ETER (SOHN) [ 0 3 001 0 00 ] Trotz der wenigen Nachrichten über ihn tritt er doch als scharf ausgeprägte Persönlichkeit hervor. Seine besten Mannesjahre und zugleich sein ganzes Wirken fielen in die Wirrnisse des Dreißigjährigen Krieges , in dem es sicher nicht einfach gewesen ist, Ämter wie das des Bürgermeisters, des Richters und des Gemeindeältesten zu verwalten. Die „Hermann-Stiftung“ (vgl. Anh. 11) aus der sich sein Bruderverhältnis zu Hermann erklärt, zeugt aber auch von seinem Brudersinn und seiner Mildtätigkeit. Sie bestimmt als die Zeit seines Ablebens das Jahr 1652. Aus anderer Ursache wird auf sie noch zurückgekommen. – Sein mannhaftes Eintreten für seine Vaterstadt erwarb ihm das volle Vertrauen seiner Mitbürger. Er wurde neben dem Pfarrer der reformierten Gemeinde zu dem schweren Gang zur Synode in Solingen am 16.4.1646 (vgl. Anh. 14 : „Vollmacht für den Pfarrer und den Richter Peter ROCHOL L Sohn, als Abgeordnete der Gemeinde zur Synode Solingen“) ausersehen und am 04.04.1648 als bester Sprecher zum Verhör über die Religionsverhältnisse in Radevormwald um 1624 ( vgl. Anh. 15 : „Verhör von Peter ROCHOL L Sohn“) nach Solingen abgeordnet. Über Namen und Daten seiner Gattin ist nichts bekannt geworden. Nach der Eheschließung seiner Tochter Margaretha im Jahre 1652 zu urteilen, wird er vor 1625 geheiratet haben. G OTTSCHALK [ 0 3 002 0 00 ] Er galt früher nach der alten Stammtafel von Louis R OCHOLL als Stammvater der Familie. Noch jetzt (Anm. HR: 1938) bildet seine Nachkommenschaft den weitaus größeren Hauptast neben den kleineren seines jüngeren Bruders Adolph . Die über ihn, Gottschalk , bekannt gewordenen Nachrichten lassen ihn klar hervortreten. Er war hauptsächlich Geschäftsmann, Tuchmacher und Färber. Diesen Beruf hatte er, wie bereits erwähnt, von seinem Schwiegervater Gottschalk MOL L übernommen ( vgl. Anh. 8 : „ Verpachtung einer Wiese an Gottschalk MOLL “) . Von seinem Opfersinn zeugt eine Schenkungsurkunde ( vgl. Anh. 10 : „Schenkung von Gottschalk ROCHOLL “) . Wenn er auch nachweisbar 1638 Provisor der reformierten Gemeinde war und 1651 als Zeuge über die Religionsverhältnisse in Radevormwald um 1624 verhört wurde (vgl. Anh. 16a Nr.6: „Verhör von Gottschalk und Adolph ROCHOLL dem Älteren – Godtschalk ROCKOLT “) , so tritt er sonst im öffentlichen Leben weniger hervor, als beispielsweise sein älterer Bruder Peter (Sohn) . Es lassen sich nur Vermutungen anstellen wann Gottschalk seine Ehe mit Margaretha MOLL schloss. 1632 war er jedenfalls verheiratet (vgl. Anh. 9 : „Erbvertrag MOLL “) . Zu dieser Zeit stand er im 39. Lebensjahr. Bei der zeitlichen Schätzung seiner Eheschließung ergeben sich unter Berücksichtigung des Heiratsalters seiner Frau, ihrer dem Alter nach begrenzten Zeugungsfähigkeit und der Tatsache, dass der jüngste Sohn Bernhard erst 1645 geboren wurde, die Jahre 1620 bis 1622. Andererseits kommt als späteste Zeit das Jahr 1624 in Betracht, und zwar nach der mutmaßlichen Geburt seines ältesten Kindes Christine , wie im Nachfolgenden noch näher ausgeführt werden wird. Nach allem wird eine lose Festlegung auf 1620 bis 1624 der Wahrscheinlichkeit nahekommen. Gottschalk A DOLPH [ 0 3 003 0 00 ] Adolph Im Verhör von 1651 (vgl. Anh. 16b , Nr. 7: „Verhör von Gottschalk und Adolph ROCHOLL dem Älteren – Adolff ROCKHOL sagt ...“) bezeugt Adolph eingangs, dass er 1600 geboren wurde und 1625 geheiratet hat. Um die Weiterentwicklung nach ihm darzulegen, bedarf es, abweichend von vorangegangenen Fällen, einer gleichzeitigen Betrachtung von Adolph, seinem Sohn und seinem Enkel, zumal diese auffallend schnell hintereinander folgen. Hierzu wird auf die Kopfsteuerlisten (vgl. Anh. 23 , Bl. 92, 95 und 236) und die „ Claß VON DAHLHAUSEN –Stiftung " (vgl. Anh. 12) hingewiesen. Diese Quellen ergeben zwangsläufig folgendes Datenbild, denn diesem liegt die Tatsache zugrunde, dass der Enkel Peter (Bäcker) 1663 mindestens 15 Jahre alt gewesen sein muss ( vgl. Anh. 23 , Bl. 95) : Adolph der Ältere , ★ 1600, † vor 22.1.1663; ⚭1625 mit Entgen (? VON DAHLHAUSEN ), ★ (_), † nach 22.1.1663. D eren Sohn: Adolph der Jüngere , um ★ 1626, † zwischen 1673 und 1678, um ⚭1646 mit Margarethe ★ (_), † um 1682. Deren Sohn wiederum: Peter (später genannt Peter Bäcker ), ★ um 1647, †19.1.1695, ⚭ vor 1673 mit Margarethe ★ (_), † 29.01.1697 (Diese Nachricht ergibt sich aus einer anderen Quelle – Anm. HR: Quelle unbekannt ) . Für die ehemals von Claß VON DAHLHAUSEN eingeführte Stiftung tritt nach seinem Tode zunächst Adolph der Ältere in seiner Eigenschaft als Schwiegersohn im Jahre 1638 ein. Als solcher ist er nach den allgemeinen Erfahrungen in der Auslegung solcher Vorgänge (nämlich Fortsetzung der Zahlung) mit großer Wahrscheinlichkeit anzusehen. Er zahlt nachweisbar alljährlich bis 1660/61 weiter und vermutlich noch bis zu seinem vor dem 22.01.1963 erfolgten Tode. Ab 1660/61 fehlen die Rechnungsbücher bis 1678. Von diesem Zeitpunkt setzt Adolphs Witwe die Zahlung der Stiftung fort. Die Frage welche Witwe weiter zahlt, Entgen ( des Älteren ) oder Margarethe ( des Jüngeren ), ist ungelöst, aber auch nicht so wichtig. Da Peter (Bäcker) als Enkel die Stiftung 1682 übernimmt, ist mit einiger Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass sie nach dem Ableben von Adolph dem Älteren der Jüngeren fortsetzte und nach ihm 1678 seine und nicht des Älteren Witwe. Entscheidend jedenfalls dafür, dass sich die Auszahlung der Stiftung vom Vater wahrscheinlich auf den Sohn, bestimmt aber auf den Enkel forterbte, ist ihr immer gleicher Wortlaut und gleicher Betrag auch in späterer Zeit, in der dieselbe Stiftung immer wieder eine Rolle spielt. Auch die übrigen vorliegenden Meldungen lassen keine Trennung in der Behandlung von Vater, Sohn und Enkel zu. Die erste besagt, dass Adolph der Ältere und der Jüngere mehrere Male aus den „Burger-Zwanckmullen“ Erträgnisse entnehmen, und zwar der Ältere am 11.01. Weizen, am 08.02. Hafer und Breimehl, am 16.08. Korn, am 05.09. Hafer, am 14.11. Breimehl, und der Jüngere am 13.06. Korn und Malz und am 19.09. ebenfalls Korn und Malz. Hiernach hat es den Anschein, dass Vater und Sohn – vielleicht gemeinsam – Bäckerei betrieben. Adolph der Ältere lieferte sogar am 05.03.1643 auf Kosten der Gemeinde für 4 Gulden, 14 Albus Brot an die Armen. Der Jüngere nahm vielleicht – wegen des Malzbezuges – Branntweinbrennerei hinzu. Das ist umso wahrscheinlicher, als dessen Sohn, Peter (Bäcker) als Branntweinkrämer in den Kopfsteuerlisten (vgl. Anh. 23 , Bl. 236) bezeichnet wird. Bäckerei und Branntweinkrämer waren in jener Zeit häufig verbunden. Die weiteren Nachrichten lassen nicht recht erkennen, ob darin Adolph Vater oder Sohn gemeint ist. Neben einigen Erbangelegenheiten, die Forderungen und Zahlungen betreffen, handelt es sich am 12.06.1662 um die Teilnahme eines Adolphs am Sendgericht zu Radevormwald und am 15.11.1662 um die betrübliche Tatsache, dass ihm von einer Frau „Kappes“ (= Weißkohl) gestohlen wurde. Dieser Vorgang hat zwar keine familienkundliche Bedeutung, doch wäre der Zeitpunkt dann bemerkenswert, wenn der Leidtragende der am 22.01.1663 als bereits verstorben erkannte Adolph Vater gewesen sein sollte. In diesem Zusammenhang ist noch die weitere Entwicklung nach Adolph dem Jüngeren zu verfolgen. Er hatte außer dem bereits behandelten Sohn Peter (Bäcker) wahrscheinlich noch 2 Kinder: Eine Nachricht besagt: „Am 13.10.1666 erscheint Adolph R OCHOLL im Namen seiner Tochter vor dem Stadtgericht: “Der Vorname dieser Tochter ist nicht bekannt geworden. Sie war vermutlich mit Arnold ROCHOLSBERG verheiratet, was aus der „ Claß VON DAHLHAUSEN– Stiftung “ geschlossen wurde. Diese setzte, wie bereits erwähnt, nach Adolph dem Jüngeren seine Witwe bis 1682 fort, danach ihr Sohn Adolph Peter (Bäcker) bis zu seinem Ableben 1695, dann (1697 – 1699) dessen Kinder und 1700 Arnold ROCHOLSBERG bis zu seinem Tode 1717. Der Wechsel von 1700 ist nur so zu erklären, dass die Kinder von Peter (Bäcker) die Weiterzahlung – vielleicht aus wirtschaftlichen Gründen – einstellen mussten und ihr besser gestellter Onkel, der Bürgermeister und Richter Arnold ROCHOLSBERG , sich veranlasst sah, diese Familienüberlieferung aufrechtzuerhalten, dass heißt im vorliegendem Fall, hier einzuspringen. Aus diesen Vorgängen wurde wenigstens die erwähnte Eheschließung gefolgert. Da die Hochzeit bereits am 17.05.1679 stattfand, so kann Arnold R OCHOLSBERG nur Schwager, keinesfalls Schwiegersohn von Peter (Bäcker) gewesen sein. Als 3. Kind von Adolph dem Jüngeren wurde Adolph eingeordnet. Seiner Eingliederung an dieser Stelle liegen allein sein Vorname und seine als Sohn von Adolph dem Jüngeren passenden Lebensdaten zugrunde. Er war Landmann auf Hulverscheid bei Radevormwald, entleiht am 30.11.1715 das große Leichentuch und stirbt am 17.11.1721. Am 16.10.1730 zahlen seine nachgelassenen Kinder für das große Leichentuch einen Betrag, segnet also auch seine sonst unbekannte Witwe das Zeitliche. Weiteres ist von ihm nicht bekannt geworden. Er ist jedenfalls als Stammvater der späteren Hulverscheider ROCHOLL s anzusehen ( vgl. Anmerkung unter Sth [ 0 5 011 0 00 ] : „ Adolph, LANDMANN zu Hulverscheid“) . Die Kinder von Peter (Bäcker) ergeben sich wiederum aus folgenden Nachrichten: Am 03.12.1709 beteiligt sich ein Peter ROCHOLL (Bäcker) als Junggeselle bei der Stiftung von neuen Tafeltüchern für die reformierte Kirche (vgl. Anh. 30 : „Stiftung von Tafeltüchern“) und am 26.04.1710 werden auf der Hochzeit von Peter ROCHOLL (Bäcker) 20½ Stüber für die lieben Armen gesammelt. Unzweifelhaft handelt es sich hier um den Sohn von Peter (Bäcker) dem Älteren (†1695). – Andererseits vereinnahmt Johannes Christoph ROCHOLL als Provisor der reformierten Gemeinde am 19.12.1707 von „seinem Bruder“ Peter, nachdem dieser eine Reise vollendet hatte, einen Gottesheller und entleiht Peter „wegen seines Bruders Adolph“ (Ableben) am 02.03.1728 das große Leichentuch. – Hernach sind Adolph, Johannes Christoph und Peter als Brüder und folglich auch als Söhne des älteren Peter (Bäcker) erwiesen. Bis zu einem gewissen Grade wird diese Tatsache noch erhärtet durch die Wahl der Vornamen des jüngeren Peter (Bäcker) für seine Kinder, nämlich Johann Christoph Peter und Johann Peter (vgl. Stammhalter [0 7 055 0 00 ] und [0 7 056 0 00 ] ) . Schließlich ist über die Gleichsetzung von Peter (Bäcker) dem Jüngeren mit Peter ROCHOLL , dem Stammvater des früheren Zweiges I, noch einiges zu sagen. – Ein Peter Rocholl zahlt 1714, 1722, 1726 Beträge für Entleihung von Leichentüchern, war 1717 Provisor und bezieht 1729, 1733, 1734 und 1737 Kalk von der reformierten Gemeinde. Danach verschwindet er aus Radevormwald, zumindest erscheint er nicht mehr in den Rechnungsbüchern der reformierten Gemeinde. Er wird Radevormwald verlassen haben – vielleicht weil er Witwer war – und nach Gemarke bei Barmen verzogen sein, wo sein älterer Sohn Johann Christoph Peter Anstellung als Lehrer gefunden hatte. Dort stirbt er auch am 07.01.1761 „80 Jahre und 6 Monate minus 7 Tage alt“. Die ganzen Nachrichten und Daten über Peter ( Bäcker ) den Jüngere n, Peter ROCHOLL 1714 – 1737 in Radevormwald und den Stammvater des früheren Zweiges I, Peter R OCHOLL , passen so auffallend zusammen, dass an der Gleichsetzung der 3 Genannten nicht gezweifelt werden kann. Friedrich u. Hermann F RIEDRICH [ 0 2 001 0 03 ] UND H ERMANN [ 0 2 001 0 05 ] 02 0010 03 Friedrich Die Nachrichten über diese beiden Söhne des U R -P ETER sind recht mager. Friedrich [ 0 2 001 0 03 ] verkaufte der reformierten Gemeinde 1629 ½ Pfund Wachs, war also Kaufmann, und seine Witwe zahlt 01.05.1653 eine Gartenpacht. Damit sind die unmittelbaren Nachrichten erschöpft. Eine Margit ROCHOLTZ (Raucholz) verkauft sehr ähnliche Artikel, und zwar am 06.08.1644 ½ Pfund Kerzen, zum Christfest 1645 ein Pfund Kerzen und am 05.01.1646 "1 Ort" Tran an die Kirche. Aus diesen Angaben wurde gefolgert, dass es sich hier um Friedric hs Gattin handelt, er selbst vor 1644 gestorben ist, und seine Frau sein Geschäft fortführte. – Für seine Geburt lag keine Angabe vor. Es liegt nahe, Friedrich zwischen Gottschalk und Adolph einzureihen. – Kinder wurden nicht ermittelt, wären aber durchaus möglich ( vgl. Anh. Nr 1a , „Namensträger Rocholl aus Rade-vormwald, die in die dargestellte Stammfolge nicht einzugliedern waren“, dort unter a . „Einzelmeldungen oder mehr oder weniger bündige Zusammenhänge“) . Hermann [ 0 2 001 0 05 ]… Sein Name erscheint lediglich in der sogenannten „ Hermann-Stiftung “ (vgl. Anh. 11 ) , wonach er um 1637/38 – vermutlich ledig – gestorben ist. Sonst ist über ihn nichts bekannt geworden. Vielleicht war er der jüngste Sohn des U R -P ETER s und der Lieblingsbruder von Peter (Sohn) , der deshalb Hermanns Verpflichtungen übernahm. 02 0010 05 Hermann K INDER VON P ETER (S OHN ) Kinder von Peter (Sohn) Als solche sind Margarethe und Christine erwiesen und gelten Peter (auf dem Berge) und Gertrud mit größter und geringerer Wahrscheinlichkeit. Mit Peter (auf dem Berge) starb der Zweig des Peter (Sohn) in der Manneslinie vermutlich aus. Dagegen fließt noch heute in den Nachkommen seiner Tochter Margarethe , und zwar in großen Teilen bekannter Elberfelder Familien, wie WICHELHAU S , WÜLFIN G , KEETMA N , GREEF F , SCHOELE R und anderen mehr, sein Blut. Margarethe : Ihretwegen sei erneut auf die „ Hermann-Stiftung “ (vgl. Anhang Nr. 11 ) hingewiesen. Hiernach gestalten sich die Fortsetzungen der Zahlungen wie folgt: Von 1638 bis 1651/52 Peter (Sohn) , von 1652/53 seine Erben und ab 1655 bis 1657 dieselben mit dem ausdrücklichen Zusatz „jetzt und Nikolas VOLKMANN “. Auch diese setzt Nikolaus VOLKMANN fort. Da nun laut Kirchenbuch der reformierten Gemeinde zu Kettwig im September 1652 „ Nikolas VOLKMANN und Margaretha RAUCHOL aus Rad vorm Wald“ heirateten, ist erwiesen, dass Nikolaus V OLKMANN in seiner Eigenschaft als Schwiegersohn die Zahlung fortsetzte, und das Margarethe tatsächlich die Tochter von Peter (Sohn) war. Christine heiratete Anfang August 1662 Christoph VON MARSCHEID (vgl. Anh. 17 , „07. und 08.08.1662. Christoph VON MARSCHEID wird, weil bei seiner mit Christine ROCHOL s ( 0 4 004 0 00 ) gefeierten Hochzeit über die Gesetze gehopt*, in Strafe genommen“. – *ursprüngliche Anm.: „Veranstaltung zu großer Hochzeitsfeier, wobei die jungen Leute zu viel gesoffen, sich über die Straße spielen lassen.“) , der aus den beiden Nachrichten vom 29.11.1662 (vgl. Anh. 18 ) als Schwiegersohn von Peter (Sohn) klar hervorgeht. Infolgedessen steht also auch Christine als seine Tochter fest. Peter (auf dem Berge) als seinen Sohn zu erweisen, stellt sich schwieriger. Mit der Bezeichnung „ auf dem Berge “, die ihm zweifellos zum Unterschiede von mehreren Namensvettern zugelegt worden war, wurde offenbar eine Hauslage gemeint. – Die Gegend der heutigen Lindenstraße in Radevormwald soll früher „ auf dem Berge “ geheißen haben. – Die erste Nachricht über ihn stammt aus den Kopfsteuerlisten (vgl. Anh. 23 , Bl. 98) . Hiernach war er 1663 bereits verheiratet, und zwar mit Agneta, geb. (nicht bekannt). Die zweite Nachricht vom 06.10.1666 (vgl. Anh. 20 ) gibt Kunde von einem Vergleich nach einem Streit, bei dem sein Widersacher Christoph VON MARSCHEID war. Anscheinend handelt es sich hier wieder um die Schlichtung einer Meinungsverschiedenheit zwischen zwei Schwägern. Nach der gesamten Beweisführung sieht es jedenfalls so aus. –Schließlich gibt Peter (auf dem Berge) 1671 eine beachtliche Vermögenserklärung über fünf ihm gehörende Grundstücke ab (vgl. Anh. 22 : „Besitztum von Peter auf dem Berg “) . Keines derselben deutet auf eine Verbindung mit einer Wohngegend „ auf dem Berge “ hin, und doch müssen Beziehungen der Familie Peter (Sohn) hierzu bestanden haben (vgl. Anh. 18 , 1. Meldung) . Auffallend ist es, dass nach dem Ableben von Peter (Sohn) der Schwiegersohn VOLKMANN die „ Hermann-Stiftung “ fortsetzt und nicht der vermeintliche Sohn Peter (auf dem Berge) . Vielleicht war er 1655 noch nicht mündig, oder seine Mittel waren damals noch schwächer. Bei den nachfolgenden Betrachtungen handelt es sich um einen Peter ROCHOLL ohne den Zusatz „ auf dem Berge “, der aber dem ersten vermutlich gleichzusetzen ist. Am 10. 3.1666, also zeitlich ein halbes Jahr vor dem Streit zwischen Peter (auf dem Berge) und Christoph VON MARSCHEID , treibt ein Peter zu Fastnacht Unwesen (vgl. Anh. 19 ) . Dieses lässt den Schluss zu, dass es sich um ein und dieselbe Person gehandelt hat. – Unter dem 21.04.1687 wird ein Peter als Pate bei einer Taufhandlung in der lutherischen Gemeinde Remlingrade erwähnt, und ebenda heiraten am 14. Sonntag nach Trinitatis 1690 „ Henrich HÄNSE und Elisabeth ROCHOL , Selig Peter ROCHO L s Bürger zu Radevormwald eheliche Tochter“. Elisabeth ROCHOLL war in derselben Gemeinde bereits am 1. Sonntag nach Trinitatis „a parentibus reformatis prima vice communiziert“ worden (Anm. HR nach Rücksprache mit einem befreundeten Hamburger Pastoren kann dies wie folgt gedeutet werden: "Elisabeth ist von ihren reformierten Eltern am 1. Sonntag nach Trinitatis zum ersten Mal "kommuniziert" [bzw. in die Gemeinde eingeführt oder zur Kommunion gebracht] worden) . Mithin starb dieser Peter zwischen 1687 und 1690. Er ist keinesfalls mit seinen Zeitgenossen Peter (Enkel) und Peter (Bäcker) , die nachweislich später starben, zu verwechseln. Gertrud : Die Beweisführung für diese als Tochter von Peter (Sohn) ist schwach, aber immerhin erwähnenswert. Ihre Abstammung wurde daraus gefolgert, dass das Ehepaar Hermann MEININGHAUS und Gertrud ROCHOLL laut einer längeren Schenkungsurkunde vom 11.03.1711 den Armen der reformierten und lutherischen Gemeinde großherzigerweise ein Stück Land vermacht. – „ Unser Garten an der Hohestraßen´, wie er daselbst in seinen Bänken und Pfaelen an der Scheffen Johannen BAUENDAH L s Campe lieget, an des Herrn DR . ALHAUSEN s Garten anschließet. “ – Die Beschreibung dieses Gartens weist große Ähnlichkeit auf mit dem an letzter Stelle verzeichneten Grundstück in der Vermögenserklärung von 1671 des Peter (auf dem Berge) (vgl. Anh. 21 , „Besitztum von Peter R OCHOLL auf dem Berg “) . Es besteht also die Möglichkeit, dass Gertrud ihren Bruder beerbt hat. Als Tochter kommt sie für ihn nicht in Frage, da Gertrud 1663 (vgl. Anh. 23 , Bl. 99) bereits verheiratet war. Aus der Schenkung könnte gefolgert werden, dass diese anlässlich der Feier der goldenen Hochzeit geschah, in welchem Fall die Trauung auf den 11.03.1661 zu setzen wäre. Der Reihenfolge der vier Kinder von Peter (Sohn) in der Ausgangsübersicht liegen ihre Heiratsdaten zugrunde, wenngleich dieser Maßstab nicht immer zuverlässig ist. Margarethe heiratete 1652, Gertrud 1661, Christine 1662 und Peter war 1663 verehelicht. Da das Heiratsalter bei Söhnen im allgemeinen höher liegt, wurde Peter (auf dem Berge) vor Gertrud und Christine eingereiht. Gottschalks Kinder G OTTSCHALK s K INDER Der Justizbürgermeister Adolph Wilhelm ROCHOLL bemerkt in seinen hinterlassenen Schriften über Gottschalk , dessen Kinder und Enkelkinder (wiedergegeben in der Stammtafel von Louis ROCHOLL ): „Er ( Gottschalk ) zeugte daselbst (Radevormwald) zwei Söhne Peter und Bernhard, welch letzterer 1645 geboren wurde. – Der Peter hinterließ zwei Söhne Johann und Peter ROCHOLL , welche beide auf der Universität Duisburg Prediger in der Hauptkirche daselbst wurden.“ Die Mitteilung der weiteren dort wiedergegebenen Nachrichten erübrigt sich, da diese anderwärts belegt sind. Adolph Wilhelm wurde zwar mit neun Jahren Waise, aber drei Brüder seines Vaters, d.h. Enkel Gottschal ks, lebten noch viele Jahre mit ihm. Da er in jungen Jahren ein außerordentlich geweckter Mann war und im hohen Alter noch so klar und lebendig seine lange wechselvolle Lebensbahn aufzeichnen konnte, ist an Genauigkeit seiner Mitteilungen nicht zu zweifeln. Diese entsprechen, was die Abstammung von Peter (Enkel) und Bernhard als Söhne von Gottschalk anbelangt, aber auch den Kopfsteuerlisten (vgl. Anh. 23 , Bl. 91) . Bernhard ist außerdem noch zweimal als Sohn von Gottschalk beglaubigt, und zwar durch die Aufzeichnung der alten Bibel (vgl. Anh. 3 , „Die Aufzeichnung einer alten Bibel und ......“) und durch untrügliche alte Stammtafelzeichnung, welche von Pfarrer Theodor Karl KLOSE ([ 0 9 074 0 91 ] – siehe Zeichnung etwas weiter unten) eingereicht wurde. Schließlich bezeichnet der Provisor Bernhard ROCHOLL 1678 unter den Einnahmen in den Rechnungsbüchern der reformierten Gemeinde den Bürgermeister Peter ROCHOLL ausdrücklich als seinen Bruder (vgl. Anh. 25 : „ Peter Enkel [ 0 4 006 0 00 ], Bruder von Bernhard [ 0 4 008 0 00 ] und Wilhelm ÜMINGHAUS [ 0 4 007 0 00 ] beider Schwager“) . Nach allem sind beide als Gottschal ks Söhne gut ausgewiesen, ebenso ist ihr Lebensweg erkennbar. Zweifelslos war Peter (Enkel) älter als Bernhard , denn Peter nimmt bereits 1662 zusammen mit seinem Vater und seinem Onkel Adolph am Sendgericht teil, als Bernhard ( ★ 1645) erst 17 Jahre zählte. Da für die Teilnahme am Sendgericht ein gesetzteres Alter anzunehmen ist, kann Peter (Enkel) etwa 1630 bis 1635 geboren sein. Beide Brüder waren 1663, als sie noch bei den Eltern wohnten (vgl. Anh. 23 , Bl. 91) , ledig, 1673 aber (vgl. Anh. 23, Bl. 232 und 237) verheiratet. Die Eheschließung von Peter (Enkel) muss zwischen 1664 und 1668 stattgefunden haben, da sein ältester Sohn Johann 1669 geboren wurde. Als Bernhar ds Heiratsantrag ist der 05.10.1672 überliefert. Unter den Nachrichten von Arnold Wilhelm ROCHOLL ist indessen am bemerkenswertesten die Feststellung, dass Peter (Enkel) zwei Söhne Johann und Peter hatte, die Prediger in Duisburg wurden. Wenn sich diese auch als Prediger aus zahlreichen Nachrichten klar herausstellen, so ist ihre Abstammung merkwürdigerweise sonst nirgends angegeben. In diesem Zusammenhang sei noch einer mit Vornamen unbekannten Tochter von Peter (Enkel) – „Richter ROCHOL L s Tochter“ – Erwähnung getan. Als solche beteiligte sie sich bei der Stiftung der Tafeltücher ( vgl. Anh. 30 : „Stiftung von Tafeltüchern“) . Als Richter ROCHOLL kommt nur Peter (Enkel) in Frage. Nach anderer hiervon unabhängiger Quelle war ein Johannes WÜLFING zu Radevormwald mit einer ROCHOLL , deren Vorname ebenfalls nicht bekannt geworden ist, verheiratet. Derselbe W ÜLFING stand am 23.02.1718 bei der Taufe eines Sohnes vom Prediger Johannes ROCHOLL in Duisburg Pate. Diese Tatsache, und dass der Patenonkel die Reise nach Duisburg nicht scheute, sprechen mit großer Wahrscheinlichkeit dafür, dass Johannes WÜLFING als Schwager des Duisburger Predigerpaares anzusehen ist, das heißt seine Gattin als Schwester der beiden Prediger und als Tochter von Peter (Enkel) . Ganz unklar hingegen erscheint die Stellung von Johann und Maria als Kinder Gottschalk. Louis ROCHOLL führt sie als solche auf; eine Beweisführung hierfür fehlt, und bei neuerer Forschung wurde nicht die geringste Spur von ihnen gefunden. Sie sind überlieferungsgemäß als Geschwister von Peter (Enkel) und Bernhard , und zwar zwischen beiden, weitergeführt worden. Neben den bisher behandelten vier Kindern, Peter (Enkel ), Johan n, Maria und Bernhard , wie sie die Stammtafel von Louis ROCHOLL nennt, lassen sich nach den neueren Forschungen noch zwei Töchter Christine und Margarethe klar erkennen. Christine war mit Bürgermeister Dietrich HÖLTERHOFF verheiratet, der um die Jahreswende 1676/77 gestorben sein muss. Es kommt 13.03.1677 zu einem ausführlichen Erbauseinandersetzungsvertrag über sehr umfangreiche Ländereien (vgl. Anh. 24 : „Erbteilung des HÖLTERHOFF 1677“) . Aus diesem Vertrag ergeben sich die Verwandtschaftsverhältnisse, im Besonderen die eindeutige Tatsache, dass Christine aus der Ehe Gottschalk ROCHOLL und Margarethe MOLL stammte. Ihr ältester Sohn Peter war 1673 (vgl. Anh. 23 , Bl. 235) bereits verheiratet und zu dieser Zeit schätzungsweise 25 Jahre alt. Wenn Christine mit etwa 22 Jahren heiratete, so ist als Jahr ihrer Geburt 1625 und ihre Eheschließung 1647 anzunehmen. Margarethe war mit dem Bürgermeister Dr. Wilhelm Ü MINGHAUS verheiratet, was auf eigenartige Weise offen-bar wurde . Ü MINGHAUS war zunächst als Schwager von Bern-hard bekannt (vgl. Anh. 25 , „ Peter (Enkel) – [0 4 00 6 00] – Bruder von Bernhard [ 0 4 008 0 00 ] und Wilhelm ÜMINGHAUS [ 0 4 007 0 00 ] beider Schwager“) . Dieser bezeich-nete ihn 1705 im zweiten seiner drei Briefe (vgl. Anh. 28 ) an seinen Sohn Gottschalk (den Kriegsmann) als dessen Onkel, nämlich „Dein Ohm Wilhelm ÜMINGHAUS ist Bürgermeister“. Es herrschte lange Zeit Unklarheit darüber, welcher Art die Verwandtschaft war, das heißt, ob Ü MINGHAUS eine ROCHOLL oder eine BAUENDAHL zur Frau hatte. Dieses Geheimnis lüftete sich eines Tages durch die bereits erwähnte alte Stammtafelzeichnung, die, sehr hübsch „stammbaumartig“ dargestellt, auch sonst sehr beachtenswert ist und wahrscheinlich von Melchior ROCHOLL in Soest stammt [siehe nebenstehend] . Sie veranschaulicht im Besonderen die Nachkommenschaft des jüngsten Sohnes, Petrus , aus der Ehe Bernhard , wie dieser von Gottschalk ausgehend, offenbart nun die Tochter „ Margaretha ROCHOL L , verheiratet mit Wilhelm ÜMINGHAUS “ ferner als deren Tochter „ Margaretha ÜMINGHAUS Ehefrau von Joh. BRA ß “. Das sind aber zugleich auch alle Nachrichten, die von diesem Töchternachkommenzweig überhaupt bekannt geworden sind. Margarethe war 1663 noch ledig, jedoch 1673 verheiratet (vgl. Anh. 23 , Bl. 91 und 238) und wird nach den vorangegangenen Betrachtungen über die Eheschließung von Gottschalk sicher älter als Bernhard ( ★ 1645) gewesen sein. Hölterhoff C. u. D. F AMILIE R OCHOLSBERG UND DIE O RTSCHAFT R OCHOLLSBERG – Siehe Ahnentafel „Rocholsberg“ sowie den Anh. 2 , „Weitere Namensträger Rocholsberg aus Radevormwald“ – Rochol(l)sberg Eine Behandlung der Familie ROCHOLSBERG ist aus zwei Gründen erforderlich, und zwar erstmals wegen der großen Namensähnlichkeit mit ROCHOLL und zweitens, weil ungefähr ein Drittel aller Träger des Namens ROCHOLL von einer ROCHOLSBERG -Tochter abstammt. Die Schwierigkeit einer Aufstellung einer Stammfolge wird dadurch noch erhöht, dass die Familie annähernd ein Jahrhundert früher in Radevormwald auftritt als die Familie ROCHOLL , trotzdem aber weit dürftigere Forschungsergebnisse über sie vorliegen. Es sind auch nicht annährend solche Hilfsmittel oder Überlieferungen vorhanden, wie sie die Familie ROCHOLL besitzt. Dieses erklärt sich aus dem Niedergang der R OCHOLSBERG gegen Ende des 18. Jahrhunderts und ihrem Aussterben in der Manneslinie im 19. Jahrhundert, zum mindesten in Radevormwald. Etwa 7 km nordöstlich von Radevormwald liegt heute noch die kleine Ortschaft R OCHOLLSBERG (mit zwei „L “), die offenbar der Familie den Namen (jedoch mit einem „L “), gegeben hat. Diese Ortschaft ist heute ein zu Radevormwald gehörender Ortsteil. Nach den vorliegenden Urkundenabschriften kommen in der Schreibweise des Namens zahlreiche Verschiedenheiten vor, so zum Beispiel als Vokal in der ersten Silbe au, o, oe, oi, ou und oy, in der zweiten Silbe o und e, als Konsonanten zwischen den beiden ersten Silben ch, ck und k, ferner die Schreibweise mit und ohne l, so- wie ß statt s und am Schluss no ch ein h, jedoch niemals mit zwei „L “. In alter Zeit überwog ROCHELSBERG und R OCKOLSBERG , spät- hin R OCHOLSBERG . Hiernach wäre die Entstehung des Namens so zu erklären, dass sich ein Mann mit Namen R OCHEL oder R OCKOL dort, wo heute die Ortschaft liegt, ansiedelte, und dass sein Hof, da er tatsächlich hochgelegen war, R OCHELS - oder R OCKOL SBERG genannt wurde. In welchem Zeitmaß sich der Hof zur Ortschaft entwickelte, ist unbekannt. Den Nachrichten zufolge hat er sich bald vergrößert. Auffallender Weise tritt nun aber die Familie R OCHOLL , deren Name in ältester Zeit (auch außerhalb von Radevormwald) ähnliche Verschiedenheiten aufwies, erst 1590 in Radevormwald in Erscheinung, während die ersten Nachrichten der Familie R OCHOLSBERG aus dem Jahre 1502 stammen. Läge die Entwicklung umgekehrt, wäre der Zusammenhang sofort klar, und es könnte eine Verwandtschaft oder Abzweigung der R OCHOLSBERG von der Familie R OCHOLL gefolgert werden. So aber wird die Häufigkeit der Namensform R OCHOLL , deren Vorkommen außerhalb von Radevormwald bereits erwähnt wurde, auch hier im Spiele entstehen und die Ursache für das völlig getrennte Auftreten beider Familien gewesen sein. In einem Teil der Nachrichten erscheinen Personen mit der Bezeichnung „zu“ oder „von“ vor ROCHOLSBERG . Diese Bezeich-nung ist dann ein Flurname. Mit den genannten Vorworten sollte für die betreffenden Personen eine engere oder losere Verbindung zum Hof ausgedrückt werden. Wahrscheinlich setzte „zu“ ein Wohnen im Ort voraus, während ein „von“ eine frühere Beziehung dazu bezeichnete. Die Nachrichten über beide Personenkreise verteilen sich auf rund 1½ Jahrhundert, reichen mithin etwa bis 1650. Sie sind zahlenmäßig und inhaltlich im Vergleich zu dem Zeitraum gering, so dass sie keinerlei Aufstellung in der Stammfolge gestatten. Anders sieht es dagegen bei der in Radevormwald eingesessenen Bürgerfamilie ROCHOLSBERG (ohne "von" oder "zu") aus, die seit ihrem Erscheinen zur Oberschicht, das heißt zu den Ratsverwandten gehörte. Bei ihr sind zweifellos ebenfalls Beziehungen zur gleichnamigen Ortschaft spürbar, hatte sich der Name ROCHOLSBERG bereits zum Eigennamen entwickelt. Hier ließ sich schon eher eine Stammfolge feststellen. Die Zusammenhänge verstärken sich im 17. Jahrhundert, werden in der nachfolgenden Zeit wieder schwächer und verschwinden schließlich in neuerer Zeit ganz. Die beiden ersten Nachrichten über die Bürgerfamilie R OCHOLSBERG lauten: 06.03.1563 T heyes ROYCKEL ß BERG und Fia (Sophia ) elunde (Eheleute). 01.03.1565 Wylhelm ROYCKEL ß BERG Scheffe zu Radevormwald Es konnte im Rahmen der Stammfolge der Familie ROCHOLL nicht die Aufgabe werden, eine ins einzelne gehende Stammtafel der Familie ROCHOLSBERG aufzustellen. Sie spielt hier, im Ganzen gesehen, nur eine Nebenrolle. Bedeutsam ist sie für die Familie ROCHOLL aber dadurch, dass sich zwischen beiden Familien zeitweise enge Beziehungen feststellen lassen, die schließlich ihren hervorragendsten Ausdruck fanden in dem erfreulichen Ehesegen des Bürgermeisters Johannes ROCHOLL [ 0 5 006 0 00 ] und seiner Gattin Anna Maria R OCHOLSBERG . Diese Frau schenkte ihrem Gatten nicht weniger als 21(!!) Kinder und wurde dadurch zur bedeutendsten Mutter in der Familie ROCHOLL . Die Übersicht „Stammfolge R OCHOLSBERG “ veranschaulicht die Bürgerfamilie wenigstens einigermaßen in ihrer Blütezeit. Infolge des Fehlens der Kirchenbücher der reformierten Gemeinde für die Zeit vor 1770 war eine Verbindung mit den weiteren in Radevormwald ermittelten Namensträgern (vgl. Anh. 2 ) unmöglich. Die dargestellte Entwicklung der Familie ist mit derjenigen der Familie ROCHOLL nicht vergleichbar. Diese wuchs fortschreitend schier ins Ungemessene, jene nahm ab und verschwand schließlich ganz. Und doch fließt, wie bereits bemerkt, in etwa einem Viertel aller Namensträger ROCHOLL auch R OCHOLSBER G sches Blut. – In der Darstellung wurden die Vorfahren der Anna Maria ROCHOLSBERG etwas eingehender behandelt. Die Stammfolge veranschaulicht auch die Mannigfaltigkeit der zu ziehenden Schlüsse, wenn nur unzulängliche Quellen zur Verfügung stehen. Aus diesem Grunde erfolgt die Veröffentlichung unter allem Vorbehalt.
- 11 0770 00 Hugo R'll | Rader Rocholl
. . . . . . . . . . Sth Hugo R OCHOLL , Schalttafel-träger zu Radevormwald, Sohn des Albert R OCHOLL [ 1 0 112 0 00 ] und seiner Gattin Rosalie R OCHOL L , geb. M ESEWINKEL . EP1 Auguste R OCHOLL , geb. K RATZKE , Tochter des (unbekannt) . EP2 Marie R OCHOLL , geb. R' LL , verwitwete G ROTH E . Seine Daten siehe unter [ 1 0 107 0 05 ]. Kinder zu Radevormwald geboren: ● 1 1 077 0 01 Irmgard , ★ 02.04. 1914, † (_,_ ). ● 1 1 077 0 02 Lieselotte Adele Maria, ★ 11.06.1915, † (_,_ ) . ● 1 1 077 0 03 Hugo Albert Hermann , ★ 28.03.1917, † (_,_ ) . ● 1 1 077 0 04 Walter Heinz , ★ 18.01.1921 , † Radevormwald 07.03.1921. NEXT BACK W@D IVZ W@B
- 09 0750 00 Clara Mannesmann g. R'll | Rader Rocholl
Sth Johanna Henriette Emma ☞Clara M ANNESMANN , geb. R OCHOLL, Tochter des Carl R OCHOLL [ 0 8 052 0 00 ] und seiner Gattin Emilie R OCHOLL , geb. F ROHN . . . . . Clara Mannesmann gb. Rocholl (1834 – 11910) [0 9 075 0 00] Reinhard Mannesmann (1814 – 1894) [0 9 075 0 91] EP Reinhard M ANNESMANN , Fabrikant zu Remscheid, Sohn des Johann Arnold M ANNESMANN , ★ Remscheid 08.08.1772, † Remscheid 04.04.1827, Kaufmann zu Remscheid ; ⚭ Remscheid 26.04.1806 mit Anna Dorothea B LECHEN, ★ Remscheid 03.01.1786, † Remscheid 24.12.1868. Reinhard galt als der Pionier der Feilenindustrie - vgl. die Biographie von Horst A. Wessel im "Portal Rheinische Geschichte". Kinder M ANNESMANN zu Remscheid geboren, ev.: ○ 0 9 075 0 01 Dorothea , ★ 29.04.1855, † Lennep 05.06.1933; ⚭ Remscheid 15.08.1888 mit ☞ Hugo Moritz B URGMANN , ev., ★ Lieberhausen Krs. Gummersbach 11.05.1850, † Lennep 31.07.1920, Geheimer Sanitätsrat, Dr. med. zu Lennep , Sohn des Gustav B URGMANN , ★ Lüttringhausen 28.10.1806, † Lieberhausen 25.04.1857, Pfarrer zu Lieberhausen ; ⚭ mit Mathilde E RLE Y , ★ Rüderoth 21.11.1815, † Lieberhausen 25.09.1857. – 3 Kinder. ○ 0 9 075 0 02 Reinhard ( jun. ) , ★ 13.05.1856, † Remscheid 20.02.1922, Fabrikbesitzer und Dr. Ing. h.c. zu Remscheid ; ⚭ Barmen 23.01.1906 mit Marie Luis e (Titta) E IGE N , ev., ★ Neviges 19.02.1883, † (_'_ ), Tochter des Wilhelm E IGE N , ★ Gut Bölkum bei Aprath 17.09.1842, † Neviges 14.01.1890, Dr. med. zu Neviges ; ⚭ Barmen 02.05.1882 mit ☞ Luise Helene B ECHMAN N , ★ Barmen 04.10.1853, † Barmen 25.03.1912. – 4 Töchter. Reinhard jun. und sein jüngerer Bruder Max waren die großen Erfinder der nahtlosen Röhrenfertigung, aber auch anderer genialer technischer Entwicklungen. Ebenso die weitern Brüder (Alfred, Karl, Robert und Otto) engagierten sich in dem immer größer werdenden Firmenkonglomerat, welches zuletzt als DAX-Konzern, der Mannesmann AG, im Jahr 2000 zerschlagen wurde. In einer feindlichen Übernahme wurde am 04.02.2000 das Ende der Mannesmann AG besiegelt. Vgl. die vielen verschiedenen Berichte im Web, insbesondere diesen auf Wikipedia . Reinhard und Max M ANNESMANN waren Cousins von Fritz K OEGEL welcher wiederum mit Ida R OCHOLL [ 0 9 076 0 00 ] verheiratet war. ○ 0 9 075 0 03 Max , ★ 30.12.1857 , † Aachen 02.03.1915, Ingenieur und Fabrikbesitzer zu Aachen , ledig. ○ 0 9 075 5 04 Alfred , ★ 17.07.1859 , † (_,_ ), Fabrikbesitzer zu Westhofen bei Köln , später Berlin ; ⚭ Bonn mit Margarethe Elisabet VON M OSENGEI L , ev., ★ Bonn 28.02.1881, Tochter des Karl Bernhard VON M OSENGEI L, ★ Meiningen 25.05.1840, † Bonn 11.03.1900, Geheimer Medizinalrat, Universitätsprofessor und Dr. med. zu Bonn ; † (_,_ ) mit Ida ☞Helene P RY M , ★ Düren 08.01.1851, † Bonn 12.03.1917. – 7 Kinder. ○ 0 9 075 0 05 Karl , ★ 02.10.1861 , † (_,_), Fabrikbesitzer und Dr. Ing. h. c. zu Remscheid ; ⚭ Remscheid 15.08.1901 mit Emilie Rosalie (Lotte) L UCKHAUS (Schwester der Gattin von [ 1 1 01 7 00 ], ★ Remscheid 01.07.1881, deren Ahnen vgl. AhLi 55 . – 4 Kinder ○ 0 9 075 0 06 Johanna , ★ 12.06.1863 , † Remscheid 31.03.1924, ledig zu Remscheid. ○ 0 9 075 0 07 Robert, ★ 14.04.1865 , † ?Krakrafarm Safi (Marokko) 08.07.1913, ▭ Remscheid , Ingenieur zu ?Krakrafarm, ledig. ○ 0 9 075 0 08 Hildegard , ★ 05.12.1867 , † Remscheid 01.09.1881. ○ 0 9 075 0 09 ☞Gertrud Helene , ★ 28.01.1870 , † (_ ); ⚭ Remscheid 12.07.1900 mit ☞ Johannes Josef C ARNA P , ev., Ronsdorf 09.02.1863, Fabrikant zu Ronsdorf ( er ⚭ I. (_ ) mit Helene R INK E , ★ Ronsdorf 14.05.1866, † Ronsdorf 01.11.1897, Tochter des Robert R INK E , (_'_ ) und seiner Gattin Ida S CHMERSAH L ) , Sohn des Johannes C ARNA P , ★ Ronsdorf 09.12.1826, † Ronsdorf 12.09.1898; ⚭ (_ ) 26.05.1852 mit Hannah H ALBAC H , ★ (_ ) 02.08.1825, † Ronsdorf 28.01.1868. – Kinderlos. ○ 0 9 075 0 10 Elsbeth , ★ 22.12.1871 , † (_ ); ⚭ Remscheid 16.02.1893 mit Max T HIL O , ev., ★ Halberstadt 05.03.1860, † Düsseldorf 18.08.1860, Dr. jur. und Handelskammersyndikus zu Lennep , Sohn des Christfried Bernhard T HIL O , Oberpfarrer zu Halberstadt , und seiner Gemahlin Minna K ASELIT Z . – 3 Kinder. ○ 0 9 075 0 11 Felix ☞Otto , ★ 10.05.1874 , X ? Dzedabia Tripolis 10.04.1916, ▭ Remscheid , Fabrikbesitzer, Dipl. Ing. und Dr. phil. zu Berlin, Rittmeister der Rs. im Kgl. Württ. Ul.-Rgt. "Königin Olga", Kaiserlich Osmanischer Major, ledig. Gesamtzahl der karteimäßig beim Familienverband R OCHOL L festgelegten Nachkommen der Clara M ANNESMANN geb. R OCHOL L nach dem Stande von 1936: 39 Personen . 09 075 02 Renhard Mannesmann NEXT BACK W@D IVZ W@B
- 13 0030 00 Jörn R'll | Rader Rocholl
Sth Dr. med. Jörn Johannes R OCHOLL , Sohn des Joachim R OCHOLL [ 1 2 005 0 0 0 ] u. s. G. Karin R ' LL , geb. S CHULZ . Im Rahmen seiner Studienzeit besuchte Jörn folgende Uni ver-sitäten: Julius-Maximiliams-Uni-versität zu Würzburg , ka th. Uni-versität zu Santiago de Chile , die Freie Universität zu Berlin sowie die Johann-Wolfgang-von-Goethe- Universität zu Frankfurt a.M . Als Partner in einer Goslarer Gemeinschaftspraxis übt er heute als niedergelassener Augen-facharzt seinen Beruf aus. . . . . . . EP Caro Cive H EUDORF -R OCHOLL , geb. H EUDORF . Weitere Daten von ihr wurden nicht eingereicht. Kinder : ● 1 3 003 0 01 Janis Leonard , ★ Frankfurt a.Main ● 1 3 003 0 02 Sarah Luna , ★ Göttingen ● 1 3 003 0 03 Tim Lion , ★ Goslar Dr. med Jörn Rocholl (* 1967) [1 3 003 0 00] NEXT BACK W@D IVZ ∑ W@B
- Prolog | Rader Rocholl
H ENNING R OCHOLL ★ 1948 [ 1 4 009 0 00 ] Herausgeber der Familien-WebSite der R ADER R OCHOLL im Jahr 2020 P ROLOG Posthum widme ich diese WEB-Seite meinem Großvater Richard R OCHOL L ( ★ 1876 – †1961), der 1938 das Buch über die „Geschichte des Geschlechts R OCHOL L aus Radevormwald“ – kurz » R ADER R OCHOL L « genannt – herausgegeben hat. Eine gescannte Version seiner Originalausgabe befindet sich hier . Auf sein dort vorhandenes Vorwort, welches auch unter „ Vorwort Richard R OCHOL L “ wiedergegeben ist, verweise ich ausdrücklich: Es hat heute im Jahr 2022, also 84 Jahre nach der damaligen Veröffentlichung, noch genauso Bestand wie damals. Was geschah seit 1938? Richard R OCHOL L in Berlin geboren, lebte nahezu sein ganzes Leben lang – auch während beider Weltkriege – in seiner Heimatstadt Berlin, wo damals die Familiengeschichte entstand. Wie bekannt, erlebte die Metropole nach ihrer nahezu totalen Zerstö-rung in 1945 und auch in den Wiederaufbaujahren, den 1950er als auch in den 1960er Jahren, sehr unruhige und unsichere Zeiten. Das Familienarchiv hat er mit Fortune durch den Krieg bekommen und – wohlweislich der Probleme des eigenen Alterns, dem zusammen- geschrumpften Familienverband und der isolierten Lage der Stadt Berlin – R ICHARD R OCHOLL ★ 1876 - † 1961 [ 1 2 014 0 00 ] [hier auf seiner Goldenen Hochzeit am 09.10.1957 in Wedel/Holstein] in Radevormwald untergebracht. In seinem letzten " Flugblatt Nr. 6 “ (Weihnachten 1958) schrieb er: „Bei dieser Gelegenheit weise ich nochmal darauf hin, daß sich unser Archiv seit 1950, z.Tl. 1953, in Verwahrung bei der Firma H.W. Rocholl in Radevormwald befindet. Bis zum Wiederaufleben des Verbandes ist eine Einsichtnahme in das Archiv nicht möglich. Ein genaues Inhaltsverzeichnis der 4 Bahn- und 9 Postkisten liegt: 1.) bei der Fa. H.W. Rocholl, seiner Zeit gesandt an den † Alexander Rocholl sen. Radevormwald, dem damaligen Inhaber der Firma, jetzt Dipl.-Ing. Heinrich Rocholl, 2.) bei Otto Rocholl, Radevormwald, Blumenstr. 15 3.) bei Oberstudienrat Wilhelm Rocholl, Trier, Weidegasse 5 4.) bei meinem Sohn Dr. Arnold Rocholl, Milspe/Westf., Haus Heilenbecke 5.) Zunächst bei mir. Zum Schluß möchte ich noch allen Mitgliedern bzw . Lesern unseres Blattes, im besonderen denen, die seit 1926 ununterbrochen dem Verband angehört haben, für die Treue, die sie durch ihre Mitgliedschaft bewiesen haben, meinen herzlichsten Dank aussprechen. Richard Rocholl Dieses waren die letzten offiziellen Sätze, welche mein Großvater zur ROCHOLL 'schen Familienforschung geschrieben hatte. Er und seine Frau Hedwig (gen. „Hetty“) kamen 1960, ein Jahr vor dem Berliner Mauerbau, zu meinen Eltern nach Wedel (bei Hamburg), wo er 1961 und Hetty 1965 verstarben. Durch Erbfälle sammelten sich am Ende diverse Archivunterlagen in Ennepetal-Milspe bei meinem Onkel, Dr. Arnold ROCHOLL , dem Bruder meines Vaters. Inzwischen war allerdings eine Kiste (Nr. 9) verloren gegangen. Trotz Bemühungen von Arnold fand sich bis 1977 kein Rocholl-Stammhalter der mit Zeit und Interesse die Familienforschung übernehmen wollte bzw. konnte. In Abstimmung mit Heinz R OCHOL L – vermutlich ein Nachfahre des zuvor unter Punkt 1. erwähnten Alexander bzw. Heinrich R OCHOL L – entschloss sich daraufhin Arnold das R ADER R OCHOL L -Archiv dem Schwelmer Stadtarchiv, dem Schloss Martfeld, zu übergeben. Erst als mein Vater (Helmut) 1989 verstarb, entstand in mir ein Interesse an der Hinterlassenschaft, so dass ich meinen Onkel ( Arnold ) bat, die Unterlagen in sein Haus an die Heilenbecke in Ennepetal-Milspe zurück zu holen, bevor sie u.U. im Stadtarchiv gänzlich in Vergessenheit gerieten. 9 Jahre nach Arnolds Tod (2002) wanderte der mittlerweile stark dezimierte Nachlass schließlich durch seinen Sohn, meinem Cousin Rolf-Alexander († 2016), im Jahr 2011 in meine Hände nach Hamburg und 2015 und mit mir nach Lübeck, wo ich heute mit meiner Frau Ursula (gen. „ Ulla “) wohne. Was hatte ich nun neben zwei noch vorhandenen Restexemplaren der 1938er Ausgabe „geerbt“? Die Antwort lernte ich erst, als ich mich in jüngerer Zeit in die hinterlassenen Unterlagen hineingelesen hatte. Die „Familienbibel“, wie sie liebevoll bei uns genannt wird, ist ja nur ein Extrakt von den vielen Unterlagen, die nun bei mir lagern. Wenn man berücksichtigt mit welcher Akribie Richard und seine verschiedenen Mitstreiter – und auch seine Vorgänger, u.a. Louis R OCHOL L (1827 – 1876) – geforscht hatten, ziehe ich noch heute voller Ehrfurcht den Hut. Alles ohne Google & Co. und alles ohne die Kommunikations- und Bewegungsmöglichkeiten, welche für uns heute selbstverständlich sind. Alles ohne Computer – einfach toll, was damals geleistet wurde. Zusammengefasst habe ich eine ungeheure Verantwortung gegenüber dem R OCHOL L - Clan geerbt und der möchte ich mich stellen: Den ersten Schritt hatte ich bereits vor einigen Jahren gemacht, als ich versuchte, die dato bereits gescannte „Bibel“ digital lesbar zu reproduzieren, um sie leichter zu editieren und vor allem eine Basis zum Anschluss an die vergangenen 80 Jahre darzustellen. Leider ist der Versuch, die Seiten mit einer Texterkennungssoftware digital lesbar herzustellen und gleichzeitig in einer heutigen Schriftart wiederzugeben, trotz professioneller Unterstützung, misslungen. Fazit: Erstmal alles abschreiben (hoch lebe Sütterlin & Co.) und dann modifizieren! Insofern handelt es sich bei dieser Web-Site um eine mehr oder minder echte Abschrift der Originalausgabe, welche 1938 herausgegeben wurde. Mit Ausnahme der tabellarischen Darstellung der einzelnen Stammhalter (Erläuterung siehe unter „ abweichenden Darstellungen.. . “) schrieb ich den Text nahezu 1:1 ab bevor ich ihn modifizierte. Zum Teil lesen sich die damaligen Vorlagen, Briefe und letztlich das Buch mit einigem Schmunzeln, z.T. aber auch mit kopfschüttelnden Weltanschau-ungen, welche nicht mehr in die heutige Zeit passen. Wenn ich dies so sage, muss in Erinnerung gebracht werden, in welchen Jahren und unter welchem politischen Gedankengut das Werk entstanden ist: Der (erste) Weltkrieg war vor einigen Jahren beendet, als RICHARD R OCHOLL mit der Aufbereitung des Familienbuches begann. Kurz darauf entstand das „Dritte Reich“. Vom zweiten Weltkrieg war noch keine Rede. Heute, über 80 Jahre nach Herausgabe des Buches über die „Geschichte des Geschlechts Rocholl aus Radevormwald“, und 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, kennt jeder den Ausgang dieser wirren Zeiten und mag sich seine eigenen Überlegungen darüber machen, unter welchem Omen die damalige Arbeit von meinem Großvater, einem Hauptmann des ersten Weltkrieges, entstanden ist. Seine Recherchen über die Familie und die Zusammenfassung in der » R ADER R OCHOL L « sind aber auch heute noch so wertvoll, dass es mein oberstes Ziel ist, mit dieser Neudarstellung eine editierbare Ausgabe als Basis für die Weiterführung nach 1938 geschaffen zu haben. Damit existiert hier auf dieser Website ein Werk, welches auf einfache Art und Weise von mir bzw. meinen Nachfolgern ergänzt und mit heutigen modernen Möglichkeiten up-to-date gehalten werden kann. Dies gilt insbesondere auch für neue Erkenntnisse über die alte und ganz alte Vergangenheit (siehe „Frühgeschichte“). Neben dem Abschreiben ist für mich einer der Schritte gewesen, zum einen die stakkatoartigen Abkürzungen auf ein Minimum zu reduzieren und zum anderen die teilweise in „Hauptmanns-Schreibweise“ erstellten Texte auf ein gesundes Maß zu reduzieren, damit die Familienforschung in flüssig lesbarer Form Vorrang erhält. Dazu – und dies war und ist mein Hauptziel – wird der neue Text in deutlich übersichtlicherer Form dargestellt. Natürlich bleiben alte Anmerkungen und Textnachweise erhalten, wurden aber – soweit möglich – auf verlinkte Unterseiten „verbannt“ bzw. im laufenden Text integriert. Berufsangaben und insbesondere militärische Ehrungen wie als Beispiel der folgende Auszug aus den Daten von Friedrich Heinrich Florenz ROCHOLL [ 0 7 049 0 00 ] – ehemals VII.48 (auf die neue Nummerierungsdarstellung komme ich später noch zu sprechen) ..... „...... 01.05.1800 als Komp.-Chirurgus zum 3. Feldart.-Rgt. in den Heeresdienst, 1804 in gleichem Rang zur Rgts.-Garde versetzt, Dezember 1806 Oberchirurgus bei den Feldlazaretten in Preußen (Insterburg, Mitau und Rosenberg), 1808 Eskadron-Chirurgus beim Rgt. Garde du Corps zu Berlin, 1813 Doktorprüfung zu Erfurt (mit sehr gut), Dezember 1813 Oberstabsarzt beim Militär-Gouvernement zu Münster i.Wfl., 1816 Regimentsarzt im Inf.-Regiment Nr. 32 zu Münster, 1817 im gleichen Range zum Inf.-Regiment Nr. 15 zu Minden i.Wfl., 04.031822 Generaldivisionsarzt des IV. Armeekorps zu Magdeburg, 25.07.1829 Bestallung als Arzt, 23.08.1832 Abschied und Niederlassung zu Soest. Pension 1.000 Tlr., E.K.2 am weißen Bande, Roter AdlerO. 4. Kl. ....“, wurden vermieden und ähnlich wie folgt ersetzt: „ .... als Mediziner erwarb er sich in einem zielgerichteten Ausbildungsweg hoch dekorierte Orden als Militärarzt in Westfalen und Magdeburg. Näheres siehe hier .“ Letzteres ist dann der Link zum Anhang Nr. 51, wo der alte, der vorherige, oben grau wiedergegebene Text steht. Die zwei frühen noch von RICHARD ROCHOLL erstellten Nachträge zur R ADER R OCHOL L , die mit „Druckfehler, Berichtigungen, Ergänzungen“ tituliert waren, wurden von mir in dieser Abschrift berücksichtigt. Die weiteren Ergänzungen, welche den 50 Familiennachrichten entstammen und welche 1952 eingestellt wurden, sind unter dem Menüpunkt "News -> NaBl" (Nachrichten-blätter) in angepasster Form eingefügt bzw. verlinkt. Damit stehen die gesammelten Werke von RICHARD vollständig auf dieser Webseite zur Verfügung. Der wichtigste Schritt ist nun, dass der Anschluss in möglichst allen Ästen der Stammtafel ab 1938 schnell erfasst wird und dann die Arbeit aktuell erhalten bleibt. Es ist mein Wunsch, dass sich ein RADER ROCHOLL –TEAM findet, welches zunächst mit mir und später mit meinem Sohn Hendrik ( ★ 1978) das Werk weiter führt. Evtl. findet sich ja jemand, der diesen Aufruf ernst nimmt. Mein Sohn zeigt bereits Interesse und hat von mir die Rechte an dieser Webseite übertragen bekommen, so dass der Erhalt der Daten gesichert ist. Ein junger „Familien-Webadministrator“ mit guten Designerkenntnissen wäre in diesem R ADER R OCHOL L – TEA M wünschenswert. Wie der Titel es bereits sagt, handelt es sich bei der R ADER R OCHOL L um die „ GESCHICHTE DES GESCHLECHTS ROCHOLL AUS RADEVORMWAL D “; also um die Stammfolge nach dem „ UR-PETER “ in gerader Linie. Alle eingeheirateten Ehepartner waren und sind natürlich in der Vermehrung wichtig, aber deren Abstammungszweig hat nichts mit der bzw. mit den „ UR-P ETER -Linien“ zu tun. Bereits Richard hat diese selten weiter als bis zu den Großeltern des eingeheirateten Ehepartners dokumentiert – meist nur bis zum Vater oder mit den im Anhang dargestellten Ahnenlisten. Interessant ist in diesem Zusammenhang RICHARD ROCHOLL s Abschnitt über die „ Töchternachkommen der Familie “ unter dem Menü „ Allgemeines “. Als ich damit begann mich mit der Aufbereitung zu befassen, war ich recht naiv in meinen Vorstellungen, wie man die Stammfolgen nach 1938 unkompliziert vervollständigen kann. „Nichts einfacher als das “, dachte ich. „Da gründest du einen Account bei MyHeritage.de und stellst deinen eigenen Zweig vom UR-PETER bis heute dar und der Rest geht von alleine. “ Weit gefehlt! Es melden sich solch immense Mengen an Personen, die nach dem Motto, „Hey, wir sind verwandt. Meine UrUrUrgroßmutter mütterlicherseits hat den Enkel von Johannes Rocholl geheiratet “, und damit nahm das Chaos seinen Lauf ….. Natürlich ist es interessant zu wissen, mit wem man auf der "eingeheirateten" Schiene alles verwandt ist, aber in unserer Familiengeschichte wollen wir bei der namenserhaltenen und blutsverwandten Linie der „ R OCHOLL ei “ bleiben. Dies ist u.a. der Grund, weshalb ich weitere Vorgehen künftig auf dieser Familienwebseite erläutern werde, um so transparent an das Ziel zu gelangen. In unregelmäßigen Zeitabständen werden hier Änderungen bzw. Ergänzungen per Familien-Newsletter veröffentlicht. Um obiges zu vermeiden, habe ich meinen Account unter www.myheritage.com nicht weiter geführt. Die neu geschaffene Stammtafel folgt den Gedanken der 1938er Tafeln von Richard ROCHOLL streng nach reiner Blutsverwandtschaft. Die neuen, elektronischen Stammtafeln findet man hier oder oben im Menü. Auch wenn meine Arbeit ganz privat abläuft, erlaube ich mir zu guter Letzt auf mein " IMPRESSUM " und den dort enthaltenen Punkten – insbesondere der „ DATENSCHUTZERLÄRUNG " – zu verweisen. Allen R OCHOL L s – mit einem oder zwei „L“s – und allen R OCHOL SBERG ern mit ihren anheirateten Ehepartnern wünsche ich fröhliches Lesen und ein konstruktives Erforschen der eigenen Ahnen. Gern nehme ich Anregungen, Kritik, Verbesserungs-vorschläge und vor allem Angebote zur Mitarbeit an. Henning ROCHOLL Lübeck, im Jahr 2022 Familiennachrichten 1938er V ORWORT VON R ICHARD R OCHOLL .
- 11 0340 00 Walther R'll | Rader Rocholl
. . . . . Sth ☞Walther Kurt R' LL , Forstmeister zu Kreuzberger-hütte bei Oppeln ( Oberschle-sien ) und Oberleutnant der Res. im Reiter-Rgt. 8. Sohn des Gustav R'LL [1 0 084 0 00 ] und s.G. Hedwig R OCHOLL , geb. W ULSC H . – Walther besuchte das Gymnasium zu Neustadt in Oberschlesien bis zur Reife-prüfung zu Ostern 1913, da-nach Vorbereitung zum Forst-verwaltungsdienst, 01.03.1913 praktische Lehrzeit zu Schedlitz , Bez. Oppeln , 01.10.1913 Student an der Forstakademie zu Hann. Münden . Bei Ausbruch des I. Weltkrieges war Walter F reiwilliger im Hus.–Rgt. 6 zu Leobschütz , Teilnahme am Feldzug im Osten, 30.09.1916 Leutnant, Januar 1917, als Ordonanzoffizier zum Inf.-Reg. 447, später Rgts.-Adj., September 1918 zum Reitenden Feldjägerkorps bis zu dessen Auflösung September 1919, Kurier bei den Versailler Friedensverhandlungen , E.K.2 und 1 und Verwundeten-Abz.. Walther Rocholl mit Tochter Christa (1894 – 19##) [1 1 031 0 00] Nach Kriegsende Fortsetzung der Ausbildung an der Forstakademie zu Eberswalde (i.d. Mark) und an der Universität zu Berlin , Oktober 1920 forstliche Staatsprüfung und Forstassessor an der Regierung zu Frankfurt a.d. Oder , 01.10.1924 Ernennung zum stattlichen Oberförster zu Kreuzbergerhütte , dort Forstmeister ab Herbst 1933. EP Hildegard R OCHOLL , geb. S CHWARTZKOPFF , Tochter des Heinrich S CHWARTZKOPFF , Rittergutsbesitzer auf Brune , und seiner Gattin Elisabeth R ICHTER . Tochter zu Oppeln geboren, ev.: ● 1 1 034 0 01 Christa , ★ 29.12.1928 . NEXT BACK W@D IVZ W@B
- 05 0110 00 Adolph R'll | Rader Rocholl
Button Button Button Sth Adolph R OCHOLL , Sohn des Adolph (der Jüngere) R OCHOLL und seiner Gattin Margarethe, Landmann zu Hulverscheidt – vgl. " Frühgeschichte " unter „ Adolph “, sowie den Aufsatz im NaBl 20 „Zur Stammtafel“ von Richard Rocholl , wo es unter anderem heißt: „ Hulverscheidt liegt etwa 5 km südwestlich von Rade-vormwald , ungefähr 1 km abseits (südlich) der Straße Radevormwald – Wermelskirchen in einer Senkung, und besteht aus drei eng benachbarten Haupthäusern mit kleine-ren Wirtschaftsgebäuden. Die Baulichkeiten sollen nach An-gabe der Bewohner sehr alt sein. Stellt man in Verbindung mit diesen Eindrücken, d.h. mit den beschränkten Wohn-v erhältnissen, und den vorliegenden Nachrichten über die- jenigen Namensträger, welche in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts dort hausten, Betracht ungen an, wie die Verwandtschaftsverhältnisse dieser alten sogenannten Hulver scheidter R OCHOL L s gewesen sein könnten, so hält man es für undenkbar, dass sie nicht eng untereinander verwandt waren. Dieser Gedanke war mit leitend bei der Beurteilung der Nachkommen des Adolph [ 0 5 010 0 00 ]. Man kommt unwillkürlich zu der Überzeugung, dass die Familienverhältnisse nur so wie dargestellt ausgesehen haben können, mag auch das eine oder andere Datum diesem oder jenem irrig zugeschrieben worden sein“. Ep Mit Ausnahme des Todesdatums sind über die Ehefrau keine weiteren Daten bekannt geworden. Die Geburts- und Hochzeits-daten wurden aufgrund der weiteren Daten - auch die des Adolph - angenommen. Kinder z u ? Hulverscheidt geboren, reformiert: • 0 5 011 0 01 N.N. (Sohn), ★ † Hulverscheidt 30.11.1715 („30.11.1715 Adolph R OCHOLL großes Leichentuch“). • 0 5 011 0 02 Peter Adolf , ★ , † Hulverscheidt 16.04.1732. ?Landmann zu Hulverscheidt ; ⚭ Radevormwald 09.06.1728 mit (_), ★ (_ ), † nach 16.04.1732. • 0 5 011 0 03 ▶ 0 6 027 0 00 Johann Peter ; ★ , † 27.07.1767. • 0 5 011 0 04 Anna , ★ (_ ) ; † (eine Ann a R OCHOLL „von Hulverscheidt “ beteiligt sich am 03.12.1709 als Jungfrau bei der Stiftung von Tafeltüchern für die reformierte Gemeinde zu Radevormwald – vgl. Anhang Nr. 30. ) 0501104 Anna NEXT BACK W@D IVZ W@B
- 14 0090 00 Henning R'll | Rader Rocholl
. . . . . Ursula Rocholl geb. Schmidt ( ★ 1947 ) [1 4 009 0 91] Henning Rocholl ( ★ 1948 ) [1 4 009 0 00] Sth ☞Henning Helmut R OCHOLL , Sohn des Helmut R OCHOLL [ 1 3 009 0 00 ] und seiner Gattin Helga R OCHOLL , geb. K RUSE . Hennings Schulzeit begann 1955 in Wedel und endete mit den letzten drei Jahren in 1966 auf Schloss Craheim ( Wetzhausen ) mit zeitgleichem Realschul- und Lehrabschluss zum Maschinenbauschlosser. Anschließendes Studium für Maschinenbau und Produktionstechnik in Hamburg mit Abschluss am 30.09.1969 als graduierter Ing. (entspricht seit 1987 dem „Dipl.-Ing. (FH)“) . Herbst 1969 Anstellung in der väterlichen Firma R OLAND T ANKBA U mit der Aufgabe der baubegleitenden Produktionsplanung für die im Bau befindlichen Neubauten in Pinneberg . Nach Baufertigstellung halbjährige „Segelpause“ und im Anschluss Betriebsleiter mit bis zu 90 Mitarbeitern. 1979 Eintritt in die Immobilienbranche mit Sitz in Hamburg , zunächst in leitender Position und seit 1987 bis zum Ruhestand in 2018 selbstständig mit vielen interessanten Bauten (darunter u.a. der Neubau des N ORD-DEUTSCHEN R EGATTA V EREI Ns - NRV) im Großraum Hamburg . – Initiator u. Herausgeber dieser Webseite über die R ADER R OCHOL L . Parallel zum Beruf schlug immer wieder sein Herz für die Hochseesegelei, für welche er sich nicht nur seglerisch engagierte, sondern auch diverse Großregatten erfolgreich organisierte. Hierzu gehörte u.a. die D AIMLER C HRYSLER N ORTH A TLANTIC C HALLENGE 2003 , welche mit 63 Yachten die bislang größte Atlantikregatta (Stand 2022) auf einer bis 60° Nord führenden West-Ost-Route zum 100. Jubiläum des Hamburgischen Verein Seefahrt avancierte. Ab 2014 folgten in jährlicher Folge die Organisationen und Durchführungen der von ihm kreierten 5 B ALTIC S PRINT C UP s , über alles mit insgesamt 197 Yachten, 21 Häfen und über 4.000 Seemeilen. Er selbst segelte ca. 70.000 Seemeilen - davon ca. 40.000 sm als Skipper. U.a. 1971 das erste Cape-to-Rio-Race mit Heimreise über die Karibik nach Hamburg. Insgesamt querte er 4x den Atlantik, 1997 den Teilabschnitt der „Hong Kong Challenge“ durchs südchinesisches Meer, u.v.a.m.). EP Ursula (gen. „Ulla“) Kristina R OCHOLL , geb. S CHMID T , Chefsekretärin, Tochter des Gunther S CHMID T , ★ Dresden 20.10.1915, † Hamburg 05.02.1989, Werbefachmann, und seiner Gattin Hildegar d geb. M I ß BAC H , ★ Dresden 12.08.1914, † Hamburg 18.08.2002. Ullas Schulzeit begann 1954 in Leverkusen . Durch eine neue Beschäftigung ihres Vaters "beim" Daimler in Stuttgart (Werbeabteilung, danach stv. Leiter des Vorstandssekretariat von Prof. Joachim Zahn) , zog die Familie nach Esslingen , wo Ulla ab 1958 bis '64 auf das dortige Mädchengymnasium ging. Die drei letzten Jahre bis zum Abitur (1967) verbrachte sie auf dem Wirtschaftsgymnasium zu Esslingen . Es folgte ein einjähriges Französischstudium an der Université de Genève (Faculté des Lettres) und anschließend zur Verbesserung ihrer Englisch- und Französischkenntnisse ein weiteres Jahr an dem der Heidelberg er Uni angeschlossenem Dolmetscher-Institut. Ein einjähriger Aufenthalt im damaligen First-Class-President-Hotel zu Johannesburg (SA) als „Reservation Clerk and Receptionist“ rundete ihre Auslandsausbildung ab. Zurück in Europa lockte sie die Weltstadt Hamburg ins Berufsleben: 1971-1974 bei F.R. M EYER‘S S OH N als Papierexport-Sekretärin und 1974-1975 (bis kurz vor Geburt ihrer Tochter) als Chefsekretärin in das Im- und Exporthaus H ANS M EHR . Kinder zu Hamburg-Eimsbüttel geboren, ev.: ● 1 4 009 0 01► 1 5 010 0 00 Kristina , ★ 24.06.1975 . ● 1 4 009 0 02► 1 5 011 0 00 ☞ Hendrik Konstantin , ★ 13.12.1978 . NEXT BACK W@D IVZ ∑ W@B
- 11 0240 00 Otto R'l | Rader Rocholl
. . . . . . Sth ☞Otto Adolph Alex R OCHOL , Jongleur zu Leipzig . – Er besuchte die Volksschule zu Leipzig , 1920 folgte eine kaufmännische Lehrzeit und danach wurde er Jongleur – weiteres siehe bei seiner Schwester E lse K ATHERT unter [ 1 1 02 1 00 ] . EP Veronika R OCHOL , gb. L ESCHINSKI , T.d. Eduar d L ESCHINSKI , Bildhauer zu Riga , und seiner Gattin ☞ Charlotte Selma F ELDMANN . Töchter zu - siehe nachstehend - geboren: ● 1 1 02 2 01 Ingeborg Helga , ★ Grenaa (DEN), 14.07.1930 . ● 1 1 02 2 02 Alix , ★ Leipzig 09.12.1932. NEXT BACK W@D IVZ W@B
- Rader Rocholl_
D IE ALTEN S TAMMTAFELN AUS 1938 Solange noch keine neue Stammtafel vorliegt werden die 8 alten Stammtafeln aus 1938 an dieser Stelle wie folgt wiedergegeben. Ausgangstafel Anschlusstafel A Anschlusstafel B Anschlusstafel C Anschlusstafel D Anschlusstafel E Anschlusstafel F Stammtafel ROCHOLSBERG A USGANGSTAFEL: Ausgangstafel Anschlusstafel A A NSCHLUSSTAFEL A: Anschlusstafel B A NSCHLUSSTAFEL B: A NSCHLUSSTAFEL C: Anschlusstafel C A NSCHLUSSTAFEL D: A NSCHLUSSTAFEL E: A NSCHLUSSTAFEL F: A NSCHLUSSTAFEL F: S TAMMFOLGE R OCHOLSBERG : Anschlusstafel D Anschlusstafel E Anschlusstafel F Stammfolge R'lbg Anm 2b) R'lbg. "Orgel"
